FC Rot-Weiß Erfurt präsentiert drei neue Investoren

Erfurt  Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt hat am Freitag drei Investoren präsentiert, die auf lange Sicht den Weg zurück in die 3. Liga ebnen sollen.

Michael Krannich (rechts), Insolvenzverwalter Volker Reinhardt (mitte) und Christian Zoller, Rechtsanwalt i.V. des Hauptinvestors.

Michael Krannich (rechts), Insolvenzverwalter Volker Reinhardt (mitte) und Christian Zoller, Rechtsanwalt i.V. des Hauptinvestors.

Foto: Sascha Fromm

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Nach monatelanger Suche hat Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt drei Investoren präsentiert, die dem Viertligisten auf lange Sicht den Weg zurück in die 3. Liga ebnen sollen. Gleichzeitig stellte sich Michael Krannich (36) als Geschäftsführer der neuen FC Rot-Weiß Erfurt Fußball GmbH der Öffentlichkeit vor.

„Die Tinte ist trocken, die Verträge sind unterzeichnet. Ich freue mich, dass wir drei Investoren gefunden haben, die den Fortbestand des FC Rot-Weiß Erfurt sichern“, sagte Insolvenzverwalter Volker Reinhardt. Die drei neuen Gesellschaften sind die ASGV Grundbesitz und Verwaltungs GmbH aus Leipzig, die Franz Gerber Reha und Sportagentur GmbH und die Millhouse Capital GmbH aus Erfurt. Sie sind über eine Kapitalerhöhung auf eine Million Euro Stammkapital in die FC Rot-Weiß Erfurt Fußball GmbH eingetreten, teilte der Insolvenzverwalter mit.

Für den FC Rot-Weiß ist die Präsentation der drei Investoren ein Meilenstein auf dem Weg zur wirtschaftlichen Stabilität. Zehn Spieljahre in der 3. Liga mit immer weniger Einnahmen hatte in der Saison 2017/2018 nicht nur zum sportlichen Abstieg, sondern auch in die Insolvenz geführt. 132 Gläubiger hatten Verbindlichkeiten von 6,8 Millionen Euro angemeldet. Um dem Profifußball eine Zukunft zu geben, erfolgte vor wenigen Wochen die Ausgliederung der Regionalliga-Elf sowie der U19-Mannschaft. Damit war der Weg endgültig für neue Sponsoren frei.

Jetzt sind die Fußballer gefordert

Michael Krannich hat bereits am 1. Oktober seine Arbeit als Geschäftsführer beim FC Rot-Weiß aufgenommen. Der gebürtige Rudolstädter, der von Juli bis Dezember 2011 in gleicher Funktion beim Frauen-Bundesligisten FF USV Jena tätig war und zuletzt beim Hessenligisten KSV Hessen Kassel arbeitete, hatte sich bereits zu Beginn der Woche dem Trainerteam um Thomas Brdaric und der ersten Mannschaft vorgestellt.

„Mein Ziel ist es, dass wir neben unseren treuen Fans hoffentlich auch die Zuschauer wieder zu uns locken können, die in den vergangenen Monaten vielleicht nicht mehr gekommen sind“, sagte Krannich, der zunächst die neuen Strukturen der RWE-GmbH mit aufbauen will.

Mit dem Budget so effizient arbeiten, musste er zuletzt auch beim KSV Hessen Kassel, wo er zunächst als Marketingleiter tätig war. Ein Jahr, nachdem der frühere Zweitligist im Sommer 2017 einen Insolvenzantrag stellte, wurde er schließlich Geschäftsführer. „In Kassel wurden viele Dinge ehrenamtlich erledigt. In Erfurt haben wir schon jetzt viel bessere Bedingungen“, sagt Krannich.

Nachdem nun viele Weichen neu gestellt wurden, sind die Fußballer gefordert. Nach der Pflichtaufgabe am Sonntag im Landespokal-Achtelfinale bei Blau-Weiß Büßleben aus der Landesklasse muss der Regionalligist im nächsten Heimspiel als Tabellen-14. gegen Schlusslicht Bischofswerda am Freitag, 18. Oktober, nun liefern.

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