Fragmente des Triangelportals vom Erfurter Dom zu haben

Erfurt.  Große Fragmente des Triangelportals vom Erfurter Dom müssen bei der Sanierung ersetzt werden.

Eine selbst geprägte Münze am Automaten auf dem Domstufen bringt einen Euro für die Sanierung des Triangelportals am Dom. Sandsteinfragmente sollen am Montag die Spendenkasse aufbessern.

Eine selbst geprägte Münze am Automaten auf dem Domstufen bringt einen Euro für die Sanierung des Triangelportals am Dom. Sandsteinfragmente sollen am Montag die Spendenkasse aufbessern.

Foto: Marco Schmidt

Schwere Sandsteinbrocken des Triangelportals vom Dom und auch ganz leichte Steinfragmente sollen mit einer Aktion am 23. November etwas Geld in die Sanierungskasse spülen.

Apostelfiguren kehren voraussichtlich Ende März an den Dom zurück

Die Steine werden am Montag ab 16 Uhr in der Firma Nüthen an der Kalkreiße gegen Spenden angeboten. Als Richtwert für die Spenden empfiehlt das Domkapitel, das die Aktion veranstaltet, 4 Euro pro Kilogramm. Der Erlös fließt in die Sanierung des Triangelportals, die rund 1,24 Millionen kostet. Bis Weihnachten sollen die Baumaßnahmen am Portal abgeschlossen und das Gerüst abgebaut sein. Voraussichtlich Ende März können die Apostelfiguren der östlichen Portalseite mit einem Kran wieder auf ihre Sockel neben den großen Domtüren gehoben werden. Die Sanierung der steinernen Apostel erfolgt derzeit in den Werkstätten der Erfurter Firma Nüthen und der Restauratorengemeinschaft Machate und Neid in Elleben. Eine Figur wird als studentisches Projekt unter fachlicher Aufsicht in der Fachhochschule Erfurt bearbeitet.

Retuschen machen farbliches Erscheinungsbild stimmig

Das Dombauamt hatte 2018 die Komplettsanierung der in ihrer Architektur einmaligen Portalanlage der Hochgotik veranlasst, weil sich große Steinfragmente gelöst hatten und zu Boden gefallen waren. Die Schäden waren vor allem auf Umwelteinflüsse zurückzuführen, die seit Jahrhunderten auf das Portal mit seiner dreieckigen Grundfläche einwirken. Dombaumeister Andreas Gold zeigt sich mit dem Verlauf der Arbeiten zufrieden. „Am Apostelportal ist der Wimperg, der massive dreieckige Ziergiebel, aufgerichtet, die oberen Filialen sind fertiggestellt, die Verfugungsarbeiten laufen. Jetzt erfolgen noch kleinere Ergänzungen an einigen Steinen und Retuschen, damit das farbliche Erscheinungsbild des Portals stimmt“, fasst er zusammen.

Montag, 23. November, 16 Uhr, Firma Nüthen, Anton-Lucius-Straße 14