Gelingt SW Erfurt mit Jennifer Pettke der Traum vom Klassenerhalt?

Erfurt  Florian Völker, neuer Trainer des Volleyball-Bundesligisten Schwarz-Weiß Erfurt, gelingt mit der Verpflichtung von Ex-Nationalspielerin Jennifer Pettke ein echter Coup.

Trainer Florian Völker freut sich über die Verpflichtung von Jennifer Pettke. Er sagt, sie werde eine  besondere Rolle im Team einnehmen.

Trainer Florian Völker freut sich über die Verpflichtung von Jennifer Pettke. Er sagt, sie werde eine  besondere Rolle im Team einnehmen.

Foto: Steffen Eß

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Komplett für den vierten Tanz auf der Rasierklinge, der erste Bundesliga heißt!

Die fast durchweg hoch gewachsenen Volleyballerinnen in Schwarz-Weiß versuchen, den bis dato schier unbezwingbaren Bergfelsen „Eliteliga“ in der Saison 2019/20 endlich einnehmen zu können. Heißt im Klartext aller wie stets hoffnungsfroher Protagonisten auf und neben dem Parkett: Den Klassenerhalt endlich auch sportlich zu realisieren!

Vor allem Neutrainer Florian Völker - der nunmehr Vierte seiner Art, der das fast schon „Wunder“ zu schaffen versucht, bekam situativ das Strahlen nicht mehr aus seinem Gesicht. Denn mit dem die Mannschaft vervollständigenden und qualitativ noch einmal aufwertenden Puzzleteil - Mittelblockerin Jennifer Pettke aus Vilsbiburg - gelang ihm ein echter Coup.

Die 30-Jährige, die auf 50 A-Länderspiele für Deutschland zurückblicken kann, bekannte: „Eigentlich dachte ich, mit 30 wäre der für mich richtige Zeitpunkt aufzuhören. Aber mein Körper und ich fühlten sich für Volleyball auf hohem Level nach wie vor bereit.“

Und nach kurzem Sinnieren, so, als wolle sie durch ihre innere Stimme noch einmal bestätigt werden: „Da passte es gerade, dass ‚Flori‘ (Florian Völker, d. Red.) bei mir anrief und anfragte, ob ich nicht Lust hätte, zu den Schwarz-Weißen nach Erfurt zu kommen.“

Pettke ist der siebte Neuzugang

Sie hatte. Und unterschrieb einen Vertrag. „Mit ihr bekommen wir extrem viel Erfahrung. Und schnell ist sie noch dazu“, freut sich ihr Coach bei der Vorstellung der Leverkusenerin.

Die gertenschlanke Mittelblockerin ist der siebte Neuzugang. Ihr sieht man die Vorfreude auf die neue Saison an: „Es ist für mich mit dieser neu zusammengestellten Mannschaft eine echte Herausforderung, von der ich hoffe, dass sie uns allen neben unbedingtem Erfolgshunger vor allem viel Spaß bereitet. Ich bin sehr gespannt darauf, was wir in dieser Saison rausholen können.“

Ja, bis auf die vier „alteingesessenen“ Sabrina Krause (Mittelblock), Sindy Lenz (Außenangriff/Annahme ), Eigengewächs Paula Reinisch (Außenangriff/Annahme) und Zuspielerin Clarisa Sagardia erfährt das Team eine siebenköpfige Blutauffrischung. Auf Zuspiel agiert neben der ihre zweite Saison bestreitenden, bis dato überzeugenden Argentinierin Clarisa Sagardia nun Lindsay Flory (USA). Die Kanadierin Danielle Brisebois soll Angriffsdruck über Außen machen. Gleiches gilt für Cassidy Pickrell (USA), die sich, so glaubt Florian Völker, zu einem Leader neben Jennifer Pettke entwickeln kann.

Auf Mittelblock hat der Coach mit Halli Amaro (USA) seine Wunschspielerin aus Vilsbiburgs zweiter Mannschaft an Land gezogen.

Und nicht zuletzt bleiben die Schwarz-Weißen ihrem Grundsatz treu, jungen deutschen Spielerinnen wie diesmal den Dresdner Talenten Rica Maase (diagonal) und Michelle Petter (Libera) durch vermehrte Einsatzzeiten bei ihrer Entwicklung zu helfen - und natürlich sich auch selbst.

In Erfurt bei den Schwarz-Weißen ist‘s angerichtet. Alles unter der vorsichtig, aber nachdrücklich formulierten sportlichen Maxime „Klassenerhalt“.

Trainingsauftakt für die Damen ist am 5. August. Der Start in die Pflichtspiele steigt mit zwei Heimspielen. Am 9. Oktober geht es in der Riethsporthalle gegen den USC Münster. Drei Tage später gastieren die Roten Raben Vilsbiburg in Erfurt.

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