Guten Morgen, Erfurt: Krisen-Einkauf Einkaufs-Krise

Hartmut Schwarz über das Shopping in diesen Zeiten

hartmut Schwarz

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Foto: HS / TLZ

Mit kleinen Zetteln in der Hand finde ich mich einmal in der Woche im Supermarkt wieder. Die sonst pro Tag bewältigten Einkäufe werden in unserer Familie in diesen Tagen konzentriert. Aus bekannten Gründen wird die Aufenthaltszeit im Markt auf einem Minimum gehalten, der Konsum inmitten potenzieller Virusträger macht keinen richtigen Spaß! Gestern war ich wieder dran. Diesmal war es der Einkaufsmarkt von Hochheim, der auf dem Weg lag und sich anbot. Ein kleiner Markt, der alles hat –wenn man es findet. Gefühlt habe ich Stunden darin verbracht, bin Kilometer gelaufen. Voll maskiert mit Lesebrille unter erschwerten Bedingungen. War ein Zettel abgearbeitet, ging es zurück zu den Rosinen, von dort wieder zur Tiefkühltruhe und weiter zu den Milchprodukten. Nächster Zettel – die Strecke wieder zurück. Und zum Schluss stellt sich heraus, dass es nur zwei Zettel hätten sein sollten – die von der letzten Woche hätte ich besser entsorgen sollen...

Was bleibt, ist die Vorfreude auf bessere Zeiten, wenn die Corona-Krise irgendwann überstanden ist. Dann besorgt die Frau wieder derartige Einkäufe und ich kaufe dort, wo ich mich auskenne. Dort, wo ich weiß, an welcher Stelle die Zementsäcke liegen und die Kanthölzer stehen, wo ich in zehn Minuten mit einem Wagen voll nützlicher Dinge wieder am Kofferraum stehe!