Hotel ist erster Neubau in der Erfurter ICE-City

Erfurt.  Die stark expandierende Prizeotel-Gruppe eröffnet am Montagabend ihr neues Haus am Hauptbahnhof. DJ „Gestört, aber geil“ bei Einweihungsparty

Silas Bethke ist der Erfurter Chef des Hotels Prizeotel am Bahnhof. Der Geschäftsführer der Kette, Connor Ryterski (rechts), kam zur Eröffnung.

Silas Bethke ist der Erfurter Chef des Hotels Prizeotel am Bahnhof. Der Geschäftsführer der Kette, Connor Ryterski (rechts), kam zur Eröffnung.

Foto: Casjen Carl

Das Haus ist noch nicht einmal offiziell eröffnet, und war dennoch bereits ausgebucht. Diese ungewöhnliche Konstellation haben das neue Prizeotel am Bahnhof und der Erfurter Weihnachtsmarkt gemeinsam hinbekommen.

Am Freitag konnten die ersten Gäste ihre Koffer in das Haus neben dem IC-Hotel schieben. „Das hatten wir schon länger so geplant, um die Vorweihnachtszeit mitzunehmen“, sagte Silas Bethke, der Chef des Hotels im Budget-Segment. „Da übt es sich gut“, fügt er schmunzelnd an. „Aber das Team hat es hervorragend gemeistert.“

Attraktive Vorweihnachtszeit

Im November 2016 war bekannt gegeben worden, dass die noch junge Hotel-Kette in Erfurt ein Hotel errichten will. Gleichzeitig markiert das Haus den ersten Neubau für die ICE-City, die sich über den Schmidtstedter Knoten hinweg entwickeln soll. Mit den 208 Zweibettzimmern sind nunmehr 416 neue Hotelbetten in der Landeshauptstadt am Markt. „Die zentrale Lage in Deutschland und die Einbindung in die ICE-City haben seinerzeit den Ausschlag gegeben, nach Erfurt zu gehen“, sagt denn auch Connor Ryterski, Manager der Direktor der Prizeotel-Gruppe. Er lobt auch den Rückhalt für das Projekt in der Politik. „Wir glauben langfristig an die Stadt.“ Gleichwohl ist die Hotel-Kette stark am Expandieren. Insgesamt 16 Hotels seinen momentan im Bau. Das Münchner stehe unmittelbar vor der Eröffnung.

Bunt, modern und jung – so will sich Prizeotel am Markt positionieren. Zumindest das Bunte ist bereits in der Lobby und den gastronomischen Bereichen bestens zu sehen. „Ich denke das wollen die Gäste haben, mal was anderes“, preist Hotelchef, Silas Bethke, 24 Jahre jung, das Konzept. Wie er sagt, habe es auch auf die potenziellen Beschäftigten gewirkt. Innerhalb von 14 Tage habe die Mannschaft gestanden, die augenscheinlich auch aus vielen jungen Leuten besteht. Der Chef selbst war aus unmittelbarer Nähe aus einem ebenso noch recht neuen Hotel in der Kur-Schumacher-Straße hierher gewechselt. So mag die Vorweihnachtszeit für Erfurter Hotels ohnehin eine gute Zeit sein, Silas Bethke äußerte sich aber auch über den allgemeinen Stand bei den Buchungen zufrieden. Bei 59 Euro für das Einzelzimmer gingen die Preise los. Wie in der Branche inzwischen üblich, gibt es inzwischen tagesaktuelle Angebote, die derzeit angesichts des Bedarfs höher lägen.

Glitzern durfte es auch gestern Abend dann bei der Einweihungsparty. Roter Teppich für die Ehrengäste. Selbst der Ministerpräsident war eingeladen. Auch der für das Design bei der Kette exklusiv verantwortliche New Yorker Designer Karim Rashid sollte zugeschaltet werden. Für die Musik sorgten die Chart-Überflieger „Gestört, aber geil“, die ein DJ-Set hinlegten. Dass es dabei etwas lauter wurde, darüber waren die restlichen, regulären Gäste bereits informiert worden.

Fernbushalt verlegt

Auf die Stadt kommt mit der Eröffnung aber ein neues Problem zu. Die Zeit, eine Alternative für den Fernbushalt zu finden drängt. Gestern standen die Busreisenden jedenfalls schon nicht mehr vor der Front des Hotels sonder ein Stück weiter in Richtung Schmidtstedter Knoten.

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