Kampfgeist bringt Schwarz-Weiß Erfurt ersten Punkt in neuer Saison

Erfurt  Die Erfurterinnen holen zwei verlorene Sätze auf und müssen sich dem favorisierten Team von Rote Raben Vilsbiburg unglücklich 2:3 geschlagen geben.

Letztendlich fehlte den Gastgebern die Durchschlagskraft. Dennoch bewiesen die Spielerinnen großen Kampfgeist.

Letztendlich fehlte den Gastgebern die Durchschlagskraft. Dennoch bewiesen die Spielerinnen großen Kampfgeist.

Foto: Sascha Fromm

Die Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt haben im zweiten Spiel der neuen Bundesliga-Saison nach einer großen Energieleistung ihren ersten Punkt erkämpft. Die Mannschaft von Trainer Florian Völker glich gegen den Vorjahresfünften Rote Raben Vilsbiburg nach einem 0:2-Satzrückstand aus, musste sich dann aber nach einem hart umkämpften Tiebreak 2:3 (-18, -20, 19, 20, -14) beugen.

Daria Przybylak verwandelte nach fast genau zwei Stunden Spielzeit den ersten Matchball und ließ den Favoriten mit einem blauen Auge davonkommen. Die Erfurterinnen konnten für sich beanspruchen, das international namhaft besetzte Team am Rande einer Niederlage gehabt zu haben.

Angeführt von einer aufschlag- wie angriffsstarken hawaiianischen Diagonalspielerin Nikki Taylor diktierte der Gast den ersten Satz und legte mit einem 5:0-Lauf zum 9:4 den Grundstein für den ersten Satzgewinn. Den Einheimischen fehlte die Durchschlagskraft. Zu selten konnten sie wie Halli Amaro über die schnelle Mitte zum 5:9 oder über Danielle Brisebois zum 11:16 punkten. Die variabler schlagenden Gäste sicherten sich so nahezu ungefährdet den ersten Satz.

Erfurt mit Angriffsfehlern

Mutiger agierten die Erfurterinnen nach dem ersten Wechsel. Sie lagen durch einen Serie von drei Punkten mit Sindy Lenz als Aufschlägerin 7:5 in Front, ehe Vilsbiburg wieder die Kontrolle übernahm und zudem von Angriffsfehlern der Einheimischen profitierte. Die kanadische Außenangreiferin Brisebois sowie Lenz sendeten zwar noch Lebenszeichen der Schwarz-Damen. Nach 24 Minuten aber hieß es erneut Satzball für Vilsbiburg. Iris Scholten machte kurzen Prozess: 25:20.

Dass die Erfurterinnen nie aufsteckten, zahlte sich im dritten Satz endlich aus. Sieben Punkte lagen sie durch Rica Maases finalen Viererpack im Angriff und Block in Führung (14:7), bis Daria Przybylak zunächst dem schwarz-weißen Lauf ein Ende bereitete. Doch die Serie verlieh den Einheimischen das Selbstvertrauen, um den Vorsprung mit einem 25:19 ins Ziel zu bringen.

Und die Erfurterinnen legten nach. Über ein 8:4 rückte der zweite Satzgewinn näher. Umso mehr, nachdem Trainer Völker mit der Hereinnahme von Lindsay Flory ein glänzender Zug geglückt war. Die US-Amerikanerin legte mit klasse Aufschlägen eine Drei-Punkte-Serie hin und brachte ihr Team nach zwischenzeitlichem Rückstand wieder nach vorn (18:16). Der Kampfgeist war wieder voll entfacht entbrannt - und Vilsbiburg beeindruckt. Über ein 21:17 und 22:20 machte die herausragende Angreiferin Danielle Brisebios mit drei Schlägen den Satz unter großem Beifall der Zuschauer sicher - bis die Polin nach weiteren 20 Spielminuten den Gast doch noch jubeln ließ.

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