Amokdrohung gegen Erfurter Schule - Keine konkrete Gefahr für Schüler und Lehrer

Frank Karmeyer
Wie viele Polizisten derzeit im Einsatz sind, ist nicht bekannt.

Wie viele Polizisten derzeit im Einsatz sind, ist nicht bekannt.

Foto: Martin Wichmann

Erfurt.  Die Gemeinschaftsschule am Nordpark in Erfurt hat am Mittwoch telefonisch eine Drohung von einem Unbekannten erhalten.

Mit einem großen Aufgebot ist die Polizei aktuell an der Gemeinschaftsschule am Erfurter Nordpark im Einsatz. Die Polizei spricht von einer "Bedrohungslage". Man reagiere damit sensibel auf den Hinweis einer Schülerin, teilte die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Die Schülerin habe einen Anruf erhalten und von diesem mitgeteilt bekommen, dass er eine Gewalttat an der Schule plane. Näheres sei derzeit noch nicht bekannt, der Polizeieinsatz eine Vorsichtsmaßnahme: "Wir nehmen den Hinweis ernst", sagte Polizeisprecher Denny Schlee.

Unterricht vorzeitig beendet

Die Straße am Nettelbeckufer ist für den Einsatz aktuell gesperrt. Die Schüler sind aus dem Schulgebäude evakuiert worden, die Einsatzkräfte der Polizei aber weiterhin vor Ort. Laut Polizeisprecherin Julia Neumann konnte keine konkrete Gefährdung für die Schüler- und Lehrerschaft festgestellt werden. Dennoch wurde der Unterricht an der Gemeinschaftsschule am Mittwoch vorzeitig beendet, die Schülerinnen und Schüler nach Hause geschickt oder von ihren Erziehungsberechtigten an der Schule abgeholt. Für Rückfragen wurde ein Bürgertelefon unter den Nummern 0361/655-5151,-5152 und -5153 eingerichtet. Die Polizei ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Am 26. April 2002 hatte ein Schüler am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen und danach sich selbst getötet.

Im April ist das Förderzentrum in Erfurt-Nord evakuiert worden. Eine Frau hatte auf dem Anrufbeantworter mehrere Nachrichten hinterlassen, in denen sie mit Straftaten drohte.

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