Neue Kita „Domzwerge“ mitten in Erfurt

Erfurt.  Eine Kita mitten in der Innenstadt – der Traum vieler Eltern. Bei den Domzwergen wird er nun wahr . . .

Christel Rentsch ist nicht nur Geschäftsführerin einer Personaldienstleistungsfirma, sondern gründete auch die Kita „Domzwerge“.

Christel Rentsch ist nicht nur Geschäftsführerin einer Personaldienstleistungsfirma, sondern gründete auch die Kita „Domzwerge“.

Foto: Marco Schmidt

Vor den Fenstern des Gruppenraumes zeigt sich der Fischmarkt. Das Rathaus. Der Schokoladenbrunnen des Viba-Geschäftes. Mitten in Erfurts Herzen ist die Kita „Domzwerge“ eröffnet worden. Bisher gab es im dritten Obergeschoss die gleichnamige Kindertagespflege mit weniger Kindern. Fortan können im ersten Stock 30 Kinder betreut werden. „Es gibt noch freie Plätze. Wir wählen persönlich aus. Die Eltern und Kinder müssen zum Konzept passen“, sagt Christel Rentsch, die Geschäftsführung der R&R Personaldienstleistungs GmbH.

Der Kindergarten ist ein Herzensprojekt von ihr. „Dass Familie und Beruf gut miteinander vereinbart werden können, ist mir besonders wichtig“, sagt sie. Für die neue Kita im ersten Obergeschoss konnte sie die Arbeiterwohlfahrt als Träger gewinnen. Diese verfügt über 17 Kitas in Erfurt. Die neue Kita „Domzwerge“ zählt als Außenstelle der Awo-Kita „Brühler Gartenzwerge“. Deren Außengelände wird zukünftig von den Domzwergen mitgenutzt, da aufgrund der innerstädtischen Lage den Domzwergen keine eigene große Grünanlage zur Verfügung steht. Es hat etwa ein Jahr gedauert von der Idee bis zur Fertigstellung. Die Fachberater der Awo stehen Christel Rentsch und der Kita-Leiterin Henriette Schreier zur Seite, so müssen bestimmte Auflagen, die die Stadt an die Kitas stellt, eingehalten werden.

Der Umbau der Räume war umfänglich. Wände wurden herausgerissen, alte Fachwerkbalken mussten verkleidet werden. Die gesamte Etage, die sich bis zum Fischmarkt 2 erstreckt, steht nun als Kitaraum zur Verfügung: 304 Quadratmeter. Neben Gruppenräumen gibt es eine Bibliothek und eine Küche, in der die Kinder selbst kochen können. „Mein Lieblingsplatz“, sagt Christel Rentsch, die gern kocht, auch schon mit Sarah Wiener. Ihr ist die individuelle Betreuung der Kinder wichtig, die Kontakte zu Läden, Museen, dem Theater, Rathaus und Staatskanzlei. Überall sind die Domzwerge gerngesehen. „Die ganze Stadt ist unser Spielplatz“, sagt die Geschäftsfrau, die von Haus aus übrigens Maschinenbauingenieurin ist.

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