Neue Therapien bei Kopfschmerz Thema bei Erfurter Symposium

Erfurt  Deutsche Migräneliga trifft sich zum Herbstsymposium am 25. Oktober in Erfurt. Experten stehen Rede und Antwort

Hilfe zur Selbsthilfe: Aktiv zu werden, kann Betroffenen helfen. Beim Herbstsymposium der Migräneliga in Erfurt geht es auch um neue Behandlungen für Menschen mit Migräne und Kopfschmerzen. Präsidentin Lucia Gnant (links) und Christa Kaiser, Leiterin der Selbsthilfegruppe Migräne Erfurt, haben das Treffen federführend mit vorbereitet.

Hilfe zur Selbsthilfe: Aktiv zu werden, kann Betroffenen helfen. Beim Herbstsymposium der Migräneliga in Erfurt geht es auch um neue Behandlungen für Menschen mit Migräne und Kopfschmerzen. Präsidentin Lucia Gnant (links) und Christa Kaiser, Leiterin der Selbsthilfegruppe Migräne Erfurt, haben das Treffen federführend mit vorbereitet.

Foto: Lydia Werner

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Welche neuen Chancen sich bei der Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen bieten – das ist das große Thema beim Herbstsymposium der Deutschen Migräneliga. Es findet diesmal in Erfurt statt – und zwar am Freitag, 25. Oktober, im Hotel Radisson Blue am Juri-Gagarin-Ring 127. Angesagt haben sich rund 300 Teilnehmer.

Das Symposium steht bei freiem Eintritt und ohne Anmeldung aber auch Betroffenen, deren Angehörigen und anderen Interessierten offen. Beginn ist um 18 Uhr. Die verschiedenen Informationsstände können schon ab 17 Uhr besucht werden. Experten stehen bis etwa 21 Uhr zu Gesprächen zur Verfügung. Ziel der Konferenz ist es, über die Krankheit und Behandlungsmethoden zu informieren.

Zudem stellen sich die Selbsthilfegruppen (SHG) vor, die der Deutschen Migräneliga angegliedert sind. Das ist seit 2007 auch die SHG Migräne Erfurt.

Acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Migräne. Ein Faktor, der Migräne auslösen kann, ist ein Wetterwechsel. „Den kann man nicht ändern, aber dennoch lässt sich aktiv etwas gegen die Krankheit unternehmen“, sagt Lucia Gnant, die Präsidentin der Deutschen Migräne-Liga auch aus eigener Erfahrung und dank der vielen Jahre des Engagements in der Selbsthilfe.

Nicht nur Betroffene engagieren sich in der Migräneliga. Auch Ärzte, Psychologen oder Krankenkassen sind mit im Boot. Es gab schon einmal ein Symposium der Migräneliga in Erfurt. „Mit großem Erfolg, denn 2007 hat sich die Erfurter Selbsthilfegruppe gegründet“, sagt Christa Kaiser, die seit zwölf Jahren dabei ist und die Erfurter Gruppe leitet. Weil die Teilnehmer und Besucher erfahren, was sich Neues tut und welche Innovationen gerade eine Rolle spielen, veranstaltet die Migräneliga regelmäßig ein Frühjahrs- und ein Herbstsymposium.

Druckfrisch und rechtzeitig für das große Treffen ist das viermal im Jahr erscheinende Migräne-Magazin herausgekommen. „Wenn Sie bei uns nachlesen, sind Sie auf dem neuesten Stand“, sagt Christa Kaiser. Das liegt auch daran, dass es eine Zusammenarbeit mit der Ärztevereinigung sowie mit der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft gibt.

Auf ihre Fahnen geschrieben haben sich Engagierte der Migräneliga auch, dass wissenschaftliche Themen und Informationen für jeden Betroffenen nachvollziehbar an den Mann und die Frau gebracht werden müssen. Auch ohne spezielles Fachwissen. „Das ist unsere Aufgabe“, erklärt Christa Kaiser.

„Das gilt auch für die Vorträge bei den Symposien“, ergänzt Lucia Gnant. „Die soll jeder verstehen können.“ Dass die Experten nach dem Block mit den Vorträgen auch ansprechbar sind, soll dazu beitragen. Und Fragen haben Betroffene meist eine ganze Menge. Auf der Gesundheitsmesse in Erfurt waren die Selbsthilfegruppe und die Migräneliga vertreten. „Unser Stand war regelrecht umlagert“, berichtet Christa Kaiser, sogar etliche Männer haben Fragen gestellt und sich informiert. So üblich sei das nicht. Erfahrungsgemäß verschweigen Männer Migräne oder häufige Kopfschmerzen gern, gehen damit auch nicht so schnell zum Arzt. Betroffen seien sie aber ebenso.

Die ehrenamtlich Engagierten verstehen sich als Patientenvertretung, wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten und motivieren, selbst etwas zu bewegen. Das ist ein Grund, warum sie viel in der Öffentlichkeit aktiv sind, um so viele Betroffene wie möglich zu erreichen.

25. Oktober, ab 17 Uhr, Hotel Radisson, Eintritt frei

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