Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür: Neuer Ausbildungszweig an Berufsschule

Erfurt.  Dass medizinisch-technische Laborassistenten auch vom Rollstuhl aus den Anforderungen an diesen Beruf nachkommen könnten, erfuhren die Besucher an der Erfurter Berufsschule „Marie-Elise Kayser“.

Näheres zur Ausbildung erfuhr Adelina Dehn von Berit Nieke, Fachrichtungsleiterin an der Marie-Elise-Kayser-Berufsschule.

Näheres zur Ausbildung erfuhr Adelina Dehn von Berit Nieke, Fachrichtungsleiterin an der Marie-Elise-Kayser-Berufsschule.

Foto: Heidrun Lehmann

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Ein kurzes Praktikum in einer Apotheke festigte den Berufswunsch von Adelina Dehn aus Andisleben. Mehr über die Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin an der „Marie-Elise Kayser“-Berufsbildende Schule am Leipziger Platz wollte sie beim Tag der offenen Tür am Sonnabend erfahren. Dieser Ausbildungszweig wurde erstmals im September an der Staatlichen Berufsschule 6 mit einer kleinen Klasse eingerichtet. Das Team mit Konstanze Thormann, Anne Kühn und Anne-Grit Unger unter Fachrichtungsleiterin Berit Nike hatte am Samstag viele Fragen zu beantworten. So mancher Besucher hatte bereits die Berufsmesse vor einer Woche auf der Messe in Erfurt besucht, auf der die Schule für Gesundheit und Soziales mit einem eigenen Stand vertreten war, wie Silke Knoll erinnerte, und wollte sich nun ein genaues Bild von der möglichen Ausbildungsstätte mit der Kapazität von 1160 Schülern verschaffen. Darum schließe sich der der Tag der offenen Tür am Wochenende darauf unmittelbar an.

Unterricht teils in Ausweichobjekten

Die Schulleiterin musste allerdings darauf verweisen, dass die Berufszweige Pflege und Soziales noch immer an Ausweichstätten unterrichtet werden, da die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes noch nicht abgeschlossen sei. Denn mit Malern allein sei es bei der Restaurierung von Laboren nicht getan. Froh sei sie aber, dass inzwischen der Fahrstuhl nutzbar wäre, der auch Berufsschülern mit Handicap den Zugang zu der Ausbildungsstätte ermögliche. Silke Knoll flocht ein, dass beispielsweise künftige medizinisch-technische Laborassistenten durchaus auch vom Rollstuhl aus den Anforderungen an diesen Beruf nachkommen könnten. Im Übrigen sei es langfristig absehbar, dass die Marie-Elise-Kayser-Berufsschule nicht ohne zweite Ausbildungsstätte auskommen könne, da es eine große Nachfrage für Erzieher und Pflegekräfte gebe.

Die Sanierungsarbeiten an dem über hundertjährigen Gebäude aus der Gründerzeit begannen übrigens im Sommer 2014. Der desolate Zustand, beispielsweise ließen sich die Fenster teilweise nicht mehr öffnen und der Brandschutz war nicht mehr gegeben, von den Sanitäranlagen ganz zu schweigen, erforderte eine Generalinstandsetzung. Hinzu kam die Einrichtung einer Photovoltaik-Anlage. Derzeit liefe laut der Schulleiterin die Vorbereitung für die so genannte generalistische Pflege-Ausbildung, die ab 2020 eingerichtet werden müsse. Kompetenzorientierte Lernfelder gelte es dann abzudecken, für die die Kollegen eigenständige Lehrpläne der Fachgruppen erarbeiten müssten. An der Marie-Elise-Kayser-Berufsschule werden beispielsweise im dualen System medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte unterrichtet, künftige Kinderpfleger, an der höheren Berufsfachschule Sozialassistenten, Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Hebammen, medizinisch-technische Labor- und Radiologieassistenten und Physiotherapeuten sowie Heilerziehungspfleger.

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