Rot-Weiß Erfurt trifft im nächsten Spiel auf ausgemusterten Stürmer

Erfurt  Der FC Rot-Weiß Erfurt verzichtete kurz nach der Verpflichtung auf die Dienste des Stürmers Bogdan Rangelov. Nun spielt der 21-Jährige mit dem SV Babelsberg im kommenden Ligaspiel gegen die Erfurter.

Bogdan Rangelov brach sich im Sommer die Kniescheibe, weshalb der RWE seinen Vertrag wieder auflöste.

Bogdan Rangelov brach sich im Sommer die Kniescheibe, weshalb der RWE seinen Vertrag wieder auflöste.

Foto: Sascha Fromm

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Für Bogdan Rangelov gibt es heute ein Wiedersehen. Sozusagen mit seinem Ex-Verein, für den er weder eine Sekunde auf dem Rasen stand, geschweige denn ein Training absolvierte. Mit dem SV Babelsberg 03 spielt der 21 Jahre alte Angreifer gegen den FC Rot-Weiß Erfurt – bei dem er nach der vergangenen Saison bereits einen Vertrag unterschrieben hatte.

Weil sich der rechte Flügelspieler aber in der Sommerpause die Kniescheibe brach, nahmen die Thüringer im Juni wieder Abstand von der Verpflichtung. Tatsächlich fiel Rangelov die komplette Vorbereitung aus, erst vor zwei Wochen kehrte er zurück in den Kader. Babelsbergs Trainer war überhaupt nicht traurig über den geplatzten Wechsel. „Wir kennen seine Qualitäten und wissen, dass er die Leistung bringt und eine große Verstärkung für die Mannschaft sein wird“, hatte Marco Vorbeck im Sommer gesagt.

Einen Angreifer wie zum Beispiel Rangelov in Bestform könnte Erfurt gut gebrauchen, nachdem der Klub mit nur elf Toren in zehn Spielen als Tabellen-14. den Erwartungen weit hinterherhinkt. Der 1,77 Meter große Serbe, der im Januar nach Deutschland gekommen war und zur neuen Saison in Thüringen den nächsten Schritt gehen wollte, hatte schon in der vergangenen Serie beim 3:1 der Babelsberger gegen den FC Rot-Weiß mit zwei Vorlagen auf sich aufmerksam gemacht.

Erfurts Trainer ist sich der Bedeutung der Begegnung gegen den in dieser Serie noch sieglosen Gegner durchaus bewusst. „Das Spiel wird auch ein Gradmesser, in welche Richtung es geht“, sagt Thomas Brdaric, dessen Mannschaft bislang lediglich zwei Punkte besser da steht als die Babelsberger, die zuletzt aber mit dem 3:3 beim Tabellenführer Hertha BSC II ein Achtungszeichen setzten.

Froh ist der RWE-Coach, dass Abwehrspieler Francis Adomah trotz seiner Knieprobleme zur Verfügung steht. Der 27-Jährige, der in der vergangenen Saison wegen seiner Meniskusverletzung die ersten neun Saisonspiele komplett verpasste, trainierte in dieser Woche dosiert und kann in Babelsberg auflaufen.

Damit ist klar, dass Brdaric die zuletzt erfolgreiche Abwehr nicht umstellen muss. In den vergangenen sechs Spielen kassierte der FC Rot-Weiß lediglich fünf Gegentreffer und stabilisierte sich zudem durch die Verpflichtung von Torhüter Jannick Theißen für den noch bis ins kommende Jahr verletzten Lukas Cichos.

„Wir werden alles dafür tun, um einen Dreier einzufahren“, sagt der Trainer, dessen Spieler dafür aber vor allem Tore schießen müssen. Der Verein jedenfalls tut alles, damit die Mannschaft perfekt vorbereitet ist. Bereits gestern reiste der RWE-Tross nach Brandenburg. Umso mehr sind die Spieler nun in der Pflicht, auch zu liefern.

Babelsberg – Rot-Weiß Erfurt, Sonnabend, 13.30 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion

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