Rot-Weiß Erfurt verliert Heimspiel gegen Meuselwitz

Erfurt  Der ZFC Meuselwitz entführt beim 2:1 im vorgezogenen Spiel der Fußball-Regionalliga die drei Punkte aus Erfurt.

Velimir Jovanovic erzielt in dieser Szene den 1:0-Treffer für Erfurt.

Velimir Jovanovic erzielt in dieser Szene den 1:0-Treffer für Erfurt.

Foto: Sascha Fromm

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Nichts wurde es mit dem zweiten Heimsieg in Folge. Der FC Rot-Weiß Erfurt verlor gegen den ZFC Meuselwitz am Mittwochabend mit 1:2 (1:1) und bleibt als 13. im Regionalliga-Tabellenkeller stecken; die Gäste verbesserten sich auf Rang fünf.

Das Thüringenduell war als einzige Partie des sechsten Spieltages vorgezogen worden, weil das Wochenende bereits für die Aufbauarbeiten des Konzertes von Herbert Grönemeyer benötigt wird. Der Kult-Sänger wird am 30. August das Steigerwaldstadion nahezu vollständig füllen. Davon war das gestrige Spiel natürlich weit entfernt. Gut 3000 Zuschauer verliefen sich im weiten Rund – der Gästeblock blieb gänzlich verwaist.

Jene, die gekommen waren, sahen eine zähe Anfangsphase. Die Erfurter mühten sich um Spielkontrolle, bei den Meuselwitzern hieß es: Sicherheit zuerst. Weil es trotz des bis kurz vor dem Anpfiff bewässerten Rasens keine schnellen Ballpassagen gab, passierte 19 Minuten lang nichts. Dafür hatte es die erste aufregende Szene gleich in sich: Einen langen Ball distanzierte ZFC-Verteidiger Johann Weiß falsch, köpfte über den herauseilenden Ruben Aulig. Das von der Latten-Unterkante zurückspringende Leder legte Sinisa Veselinovic uneigennützig auf Velimir Jovanovic ab, doch der Rot-Weiß-Stürmer scheiterte mit zwei Versuchen an Aulig und einem ZFC-Bein (20.).

Eine Triple-Chance, die Jovanovic aber nicht ins Grübeln brachte. Neun Minuten später machte er es besser. Bei Lucas Sureks scharfer Eingabe stahl er sich von seinem Bewacher weg und nickte den Ball aus Nahdistanz ein. Aulig blieb keine Zeit zum Reagieren (29.). Am Spiel änderte die Erfurter Führung jedoch nichts. Wie auch die Auerbacher am vergangenen Freitag blieb der ZFC seiner defensiven Grundhaltung treu, verdichtete die Reihen und hoffte auf Ballgewinne und Konter.

Als die Ostthüringer das erste Mal überhaupt gefährlich vor das Rot-Weiß-Tor kamen, klappte es gleich mit dem Treffer. Allerdings half Pierre Becken dabei mit. Er verlor an der eigenen Strafraumgrenze das Leder an Fabian Raithel, der nach innen zog. Im Gewühl vor Julian Knoll, der wie angekündigt erneut das Vertrauen von Thomas Brdaric erhalten hatte, stocherte ausgerechnet Alexander Dartsch den Ball über die Linie (1:1/40.). Den Meuselwitzer Angreifer hätten die Erfurter im Sommer gern verpflichtet, doch vertraglich ist er noch an den ZFC gebunden.

Die Rot-Weißen wollten noch vor der Pause antworten. Einen Freistoß von Danilo Dittrich lenkte Veselinovic mit langem Bein an den Pfosten (42.). Zwei Minuten später schoss Selim Aydemir – dank seiner Klasse-Technik der auffälligste Akteur im ersten Abschnitt – per Direktabnahme vorbei. Fast hätte allerdings ein Missverständnis von Becken und Knoll sogar für das 1:2 gesorgt. Der Unmut des Publikums war spätestens dann spürbar; einige Äußerungen veranlassten Kapitän Lukas Novy und Aydemir zu ein paar deutlichen Worten in Richtung Tribüne.

Die Taten sollten unter dem nun brennenden Flutlicht sogleich folgen. Allen voran Surek kam mit viel Schwung aus der Kabine. Zunächst bediente der Flügelspieler Alexander Schmitt mustergültig, der verzog (51.). Dann wurde sein Schuss geblockt, und beim dritten Anlauf per Solo kann die vielbeinige ZFC-Abwehr klären (59.). Auch in der Folge verteidigten die Ostthüringer meist erfolgreich gegen anrennende Gastgeber – und der ZFC bestach mit gnadenloser Effektivität: Ein Eckball reichte für das zweite Tor; der aufgerückte Weiß traf mit wuchtigem Kopfball (74.).

Erfurt: Knoll – Novy, Becken (85. Konate Lueken), Lela (GK), Surek – Dittrich – Schmitt (GK), Aydemir, Gladrow (74. Brasnic) – Veselinovic (GK/65. Rüdiger), Jovanovic.

Meuselwitz: Aulig – Lubsch (GK), Weiß, Strietzel, Raithel – Rudolph – Mauer (72. Weinert), Stenzel (GK), Albert (77. Reinhard), Bürger (61. Moritz/GK) – Dartsch. Sch.: Köppen (Nichel), Z.: 3134, T.: 1:0 Jovanovic (29.), 1:1 Dartsch (40.), 1:2 Weiß (74.).

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