Sanierung von zwei Erfurter Freibädern soll nacheinander erfolgen

Erfurt  Das Dreienbrunnenbad und das Freibad in Möbisburg müssten dann nicht gleichzeitig schließen.

Das Erfurter Dreienbrunnenbad (im Bild), aber auch das Freibad in Möbisburg müssen dringend saniert werden.

Das Erfurter Dreienbrunnenbad (im Bild), aber auch das Freibad in Möbisburg müssen dringend saniert werden.

Foto: Marco Schmidt

Die Erfurter Bäder GmbH erwägt, das Dreienbrunnenbad und das Freibad in Möbisburg nacheinander zu sanieren. Im Vergleich zu der bisher geplanten Parallel-Sanierung müssten dann nicht beide Bäder im Süden der Stadt zeitgleich geschlossen werden, sagt Bäder-Chef Torsten Schubert.

Er sieht zudem organisatorische und wirtschaftliche Vorteile, weil sich die Baubetreuung auf jeweils ein Bad konzentrieren könnte und zumindest in einem der Bäder zu jeder Zeit Einnahmen generiert würden. „Der Förderzeitraum gibt das her“, betont Schubert.

Der Bund hatte im April überraschend mitgeteilt, beide geplanten Sanierungen zu fördern. Fördertechnisch werden die Bäder als eine Maßnahme betrachtet. Der Förderzeitraum läuft bis zum Jahr 2022.

Beide Bauanträge seien im Mai und Juni gestellt worden, bestätigt Schubert. Im August werde das Projekt den Fördermittel-Verantwortlichen beim Bund vorgestellt. Auch die letzten offenen Details sollen noch abgeklärt werden. Bis Oktober könnte dann der Fördermittelbescheid vorliegen.

Voraussetzung ist allerdings, dass der Stadtrat zuvor einen Nachtragshaushalt beschließt. Denn wie Finanzdezernent Steffen Linnert (SPD) Mitte Juli bestätigt hatte, wird die Sanierung der beiden Bäder teurer als zunächst gedacht, während zugleich der Förderanteil vom Bund statt der erhofften 90 Prozent nur 66 Prozent beträgt.

Für die Mehrkosten von rund 1,75 Millionen Euro hatte Linnert einen Finanzierungsvorschlag der Verwaltung angekündigt. Diesen Vorschlag, der in einem Nachtragshaushalt formuliert werden soll, muss der Stadtrat mittragen. So lange die Eigenmittel nicht durchfinanziert sind, gibt es kein Geld vom Bund und kann die Stadtwerke-Tochter auch nicht ausschreiben. Bislang hatten sich alle Fraktionen zur Sanierung der Bäder bekannt.

Die Sanierungspläne sehen beide Bäder als gleichberechtigt an. Sollte man sich aber für eine Sanierung nacheinander entscheiden, wäre das Dreienbrunnenbad als erstes dran. Denn die Sanierung soll gleichzeitig mit dem Neubau des Papierwehrs stattfinden und ist deshalb an die im September beginnende Baumaßnahme gebunden.

Das „Dreier“ würde somit in jedem Fall ab dem kommenden Frühjahr saniert und könnte, wenn nicht zum Saisonstart 2021, dann kurz darauf wieder zur Verfügung stehen. Anschließend wäre das Freibad in Möbisburg an der Reihe. Auch nach dieser Planung erlaubt der Förderzeitraum laut Torsten Schubert noch einen Puffer für nicht vorhersehbare Verzögerungen.

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