Sechste Auflage des Erfurt-Marathons: 403 handgefertigte Medaillen warten auf die Läufer

Erfurt  Die Teilnehmer des Erfurt-Marathons erwartet eine Erinnerung aus Ton. Alle Medaillen sind handgemacht, eine ist besonders.

Heiko Reisener hält eine der 400 handgefertigten Medaillen in die Kamera. Jeder Teilnehmer am Erfurt-Marathon am 24. August bekommt eine.

Heiko Reisener hält eine der 400 handgefertigten Medaillen in die Kamera. Jeder Teilnehmer am Erfurt-Marathon am 24. August bekommt eine.

Foto: Marco Schmidt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Start rückt näher: 16 Tage und der Erfurt-Marathon erlebt seine sechste Auflage. Zur Freude der Männer und Frauen vom Verein Annakram ist eine weitere Etappe geschafft. Der Lohn, der die Läufer am 24. August im Ziel erwartet, ist fertig. Eine Stück Ton an einem Band aus Bio-Leinen, handgemacht.

Ein ordentlicher Batzen Ton, ein halbes Dutzend froh gelaunter Leute, walzen, ausstechen und schließlich im Ofen brennen. „Ein bisschen wie Plätzchen backen“, scherzt An­dré Beck mit Blick auf das Wochenende im Kunsthof Friedrichsrode. Auch in diesem Jahr haben die Erfurter die Medaillen für ihren Marathon selbst kreiert, bei Töpfermeister Veith Vollbrecht hergestellt und die Bänder angenäht.

Von Beginn an machen die Annakram-Mitglieder die Plaketten selbst. Im ersten Jahr wurden sie über Nacht in der heimischen Küche gebrannt, seit fünf Jahren fahren sie zu Veith Vollbrecht in den Kunsthof Friedrichsrode. Die Gestaltung kommt Jahr für Jahr vom Erfurter Künstler Andreas Jäckel, der auch die Pokale bemalt. Um den Stempel kümmert sich Sven Wachsmuth. Ein Stück zur Erinnerung, entstanden aus vielen Händen, immer wieder anders, besonders.

Genau 403 Medaillen warten auf die Läufer, die sich am 24. August von der Kanustation am Nettelbeckufer aus auf die Runde über Gispersleben, das Stadtzentrum, Bischleben nach Waltersleben und zurück begeben. Jede ist schon ein Unikat, eine aber noch etwas Besonderes. Im Spaß ist eine zusätzliche Plakette in Form ei­ner Ente entstanden, die „lahme Ente“. Gedacht für den Letzten. „Am Ende aber werden wir sie uns wohl wieder selbst umhängen“, meint Heiko Reisener. Der Bruder von Initiator Sigurd Reisener hilft überall mit. „Wer einen Marathon packt, der hat alles andere als eine Ente verdient“, schiebt er nach. So ist dem Letzten eines sicher: Beifall.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren