Stadtteilbüro im Erfurter Norden wieder eröffnet

Erfurt.  Schwammsanierung wurde erfolgreich beendet.

Lisa Möller versuchte sich am Samstag im Linolschnitt unter Anleitung von C. D. Spinne.

Lisa Möller versuchte sich am Samstag im Linolschnitt unter Anleitung von C. D. Spinne.

Foto: Heidrun Lehmann / Funke Medien

Viel kreativer, bunter und üppiger hatte die Wiedereröffnung des Stadtteilbüros in der Magdeburger Allee 22 ausfallen sollen, bedauerte Andreas Jäckel am Samstag. Der Fachbereichsleiter Kunst/Malschule an der Volkshochschule Erfurt (VHS) stellte allerdings in Aussicht, dass das damit verbundene geplante Grillfest auf alle Fälle nachgeholt werden solle.

Jedenfalls freute er sich, dass die umfangreiche Schwammsanierung des Gebäudes abgeschlossen ist und es in bescheidenem Rahmen wieder eröffnet werden konnte. Immerhin nutzt die VHS seit 2011 einen Teil der Räume für ihre Kurse.

Eröffnung im Zeichen des Jugendkunstschultages

Nun beherbergt das Haus auch das Stadtteilbüro, in dem Quartiersmanager Oliver Gerbing auf großen Zuspruch der Bewohner, Vereine und Initiativen aus den Quartieren Ilversgehofen, Johannes-, und Andreasvorstadt hofft.

In Kooperation mit dem Bürgerbeirat stand die Wiedereröffnung auch im Zeichen des thüringenweiten Jugendkunstschultages. Allerdings fand sich nur Lisa Möller aus Erfurt ein, die in der Druckwerkstatt unter Anleitung von C. D. Spinne, Dozent an der Volkshochschule, einen Linolschnitt fertigte. Umso mehr Eröffnungsgäste ließen sich von Werner Hehn aus dem Bürgerbeirat durch Teile der Ausstellung „875 Jahre Ilvergehofen“ geleiten, die bereits im August in der Heiligen Mühle eröffnet worden war. Anke Hofmann-Domke erhielt von Hehn zuvor die von ihm neu aufgelegte Broschüre „Ilversgehofen – gestern und heute“.

Bessere Verzahnung mit den Ämtern ist eines der Ziele

Ihr Wunsch sei, sagte die Bürgermeisterin, dass die Bewohner des Umkreises eigene Akzente einbringen mögen. Das Haus sei ein Spiegelbild der basisdemokratischen Möglichkeiten in der Stadt.

Oliver Gerbing hat gemeinsam mit dem Bürger-, und dem Ortsteilrat Johannesplatz, mit den im Wohngebiet agierenden Vereinen und Initiativen schon viele Mikroprojekte auf den Weg gebracht. Als besonders erfolgreich erwies sich im Vorjahr das Stadtteilkino, an dem sich zwölf Einrichtungen beteiligten. Damit wurde an die historische Tradition des „Unne“-Kinos angeknüpft. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ möchte der studierte Stadtplaner mit Schwerpunkt Sozialraum die Bürgerbeteiligung im Quartier ausweiten, Bildung und künstlerische Aktivitäten fördern und eine bessere Verzahnung mit den Ämtern erreichen.

Peter Mandev gestaltete den musikalischen Teil des kleinen Eröffnungsfestes. Der VHS-Dozent für Gesang und Gitarre, Musiker und Komponist, warb für Kurse an der Volkshochschule.