Auch RWE-Junioren gewinnen gegen BFC

Erfurt  Ein hoch überlegener FC Rot-Weiß Erfurt bezwingt in der Junioren-Regionalliga den BFC Dynamo in allerletzter Sekunde mit 1:0.

Schuss ins Glück: Der eingewechselte Kaoa Kahlef (links) trifft hier in der Nachspielzeit zum erlösenden 1:0 der Erfurter A-Junioren gegen den BFC Dynamo.

Schuss ins Glück: Der eingewechselte Kaoa Kahlef (links) trifft hier in der Nachspielzeit zum erlösenden 1:0 der Erfurter A-Junioren gegen den BFC Dynamo.

Foto: Gerd Greif

Und dann kam Kahlef! Sein goldener Schuss in die Glückseligkeit der A-Junioren des FC Rot-Weiß Erfurt in der Fußball-Regionalliga Nordost zum 1:0-Sieg gegen den sich tapfer zur Wehr setzenden Berliner FC Dynamo in allerletzer Sekunde war der – gefühlt – zweistellige Versuch, der sich andeutenden Nullnummer doch noch das über alle Maßen korrekte Erfolgserlebnis entgegen zu setzen.

Ja, und das bescherte der eingewechselte Kaoa Kahlef seinen Rot-Weißen. Er veredelte einen von ihm selbst energisch abgefangenen Ball zum Siegtor.

Jubel, nichts als Jubel beim Versuch seiner Mitspieler, den glückseligen Torschützen einzufangen. Der brachte kaum ein Wort heraus. Es schien, als staunte er über sich selbst. Und vor allem über seinen Moment, der die hochverdienten drei Punkte bedeutete.

Des einen Freud‘, des anderen Leid! Nach dem Schlusspfiff rannte Berlins Keeper Hugo Paschen, wie von der Tarantel gestochen, in Richtung Kabine und stieß im Sekundentakt weithallende Urwaldschreie aus, die seinen Frust dokumentierten. Er allein nämlich hatte seinen BFC mit jeder Menge erstklassiger Paraden bis zur letzten Sekunde, als eben Kahlef kam, am Leben gehalten. Manuel Schiwatsch (21., 26.), Donny Bogicevic (34.) und Max Erdmann (45.) vermochten allesamt den reaktionsschnellen Paschen schon vor dem Seitenwechsel nicht aus den Puschen zu schießen.

Auch nach der Pause stand der BFC-Torhüter unter Dauerbeschuss. Der blonde Hüne hielt, was es zu halten gab. Dass Donny Bogicevic (50.), Max Erdmann (51., 56., 61.), Elias Gorges (65.) oder Jan-Lucas Bärwolf (75.) – die beiden Letzteren Söhne bekannter früherer Rot-Weiß-Kicker – das erfolgverheißende Viereck jeweils knapp verfehlten, machte noch einmal nachhaltig deutlich: Hier spielte nur eine Mannschaft, die des FC Rot-Weiß Erfurt. Und die spielte richtig gut. Ihr Plus an diesem Tag: Sie ließ in ihrem offensiven Drang – auch mental – zu keiner Sekunde nach.

Angetrieben vom nun immer stärker ins Aktionszentrum rückenden, mit gewohnt geschickten, nicht immer ankommenden Tiefenpässen operierenden Donny Bogicevic und vom die linke Bahn wie verrückt hoch und runter sprintenden, zudem bestens flankenden Manuel Schiwatsch musste sich irgendwann der Erfolg einstellen. Auch weil sich alle Rot-Weißen durchweg dem Spielgedanken und damit dem Zug nach vorn verpflichtet fühlten.

Wenn man ihnen an diesem Tag überhaupt einen Vorwurf machen will, dann den, dass die vielen präzisen Eingaben von beiden Seiten oft keinen schnell nachrückenden Abnehmer fanden.

Endlich einmal gewinnen beide Regionalliga-Teams

Sei‘s drum. Kaoa Kahlef beseitigte alle Zweifel daran, es gäbe keinen Fußballgott!

Schließlich war auch Coach Robin Krüger von seinen Jungs angetan: „Das war eine richtig gute Leistung. Damit war ich mehr als zufrieden. Aber was wir an Chancen verschludert haben, geht auf keine Kuhhaut.“

Dass genau dies gegen den bis dato makellosen Spitzenreiter Tennis Borussia (Samstag, 13 Uhr, Gebreite) weit besser werden muss, steht außer Zweifel.

Anders als sonst schafften es diesmal übrigens beide Erfurter Regionalliga-Teams, in Eintracht zu gewinnen: Die B-Junioren besiegten in ihrem Heimspiel Dynamo Dresden mit 3:0.

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