Wie Gottvertrauen Wunder bewirken kann

Altstadt.  Eine Nacht in der Löwengrube hat Daniel im alten Babylon überlebt. Das biblische Geschehen steht im Mittelpunkt eines Musicals.

Mitten in den Proben im Regler-Gemeindehaus. Johannes Häußler, Michael Jahn und Gemeindepädagoge Konrad Ludwig sowie viele Unterstützer wirken am Entstehen des Musicals mit.

Mitten in den Proben im Regler-Gemeindehaus. Johannes Häußler, Michael Jahn und Gemeindepädagoge Konrad Ludwig sowie viele Unterstützer wirken am Entstehen des Musicals mit.

Foto: Heidrun Lehmann

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Eine Nacht in einer Löwengrube zu überleben, scheint unmöglich. Und doch erzählt eine alttestamentarische Bibelgeschichte von solch einem Wunder. Daniel, ein Außenstehender, israelitischer Exilant im alten Babylon und trotzdem aufgrund seiner Klugheit zu einem Vertrauten von König Darius erwählt, überlebte eine solche Nacht. Weil er auf Gott vertraute, zu dem er täglich dreimal betete.

Es bedarf kaum einer ausdrücklichen Erwähnung, dass Neid und Missgunst der anderen königlichen Berater und Minister unausweichlich blieben – heute sagen wir Mobbing. Sie verführten den König dazu, ein Gesetz zu erlassen, wonach Nicht-Babyloniern eine Mitwirkung in Regierungsämtern untersagt wird. Die wundersame Rettung Daniels bewirkte, jenes erzwungene Gesetz fallen zu lassen.

Im Musical „Daniel in der Löwengrube“ von Ruthild Wilson gestalten die gut 40 Schüler, die an der Ferien-Singwoche des evangelischen Kreises Erfurt in der Reglerkirche teilnehmen, das uralte Geschehen nach. Im Chor, als Solisten und mit schauspielerischen Elementen skandieren sie zunächst: „Er gehört nicht hierher, er gehört nicht zu uns“, bis sie in eingängiger Melodie Gottvertrauen preisen und davon erzählen, wie sie auf ihn bauen.

Weil sie gern singt, stellt sich die achtjährige Dominique täglich im Regler-Gemeindehaus ein. Dem zwölfjährigen Georg gefällt das Winterferienangebot so gut, dass er bereits zum siebten Mal mitwirkt, auch weil er im Musical seine schauspielerischen Ambitionen einsetzen kann. Daniels Mut und Stärke imponieren ihm. Hinzu komme die spannende Nachmittagsgestaltung. Als Angehöriger der Löwengruppe streifte er durch die Stadt und suchte nach Löwen-Symbolen – an Fassaden, Namensgebern für Geschäfte, auf Plakaten, im Zoo.

Die entstandenen Zeichnungen und Fotos werden in einer Ausstellung im Seitenschiff der Reglerkirche zu bestaunen sein, ebenso wie die Werke der nachmittäglichen Betätigung einer weiteren Gruppe bei der Kunstschule Imago. Ein Trommelworkshop in Kooperation mit der Integrierten Gesamtschule gehört ebenso dazu. Dem Inhalt der Bibelgeschichte mit ihren Parallelen zu Mobbing und der Leidensgeschichte des jüdischen Volkes spürt eine weitere Gruppe nach, zählt Gemeindepädagoge Konrad Ludwig auf. Regler-Kantor Johannes Häußler sowie Kantor und Chorleiter Michael Jahn, unterstützt vom langjährigen Teilnehmer der Singwochen Stefan mit dem Cello, bestreiten den musikalischen Part.

Musical „Daniel in der Löwengrube“ am Sonntag, 16. Februar, 9.30 Uhr, in der Reglerkirche, Bahnhofstraße; öffentliche Generalprobe: Freitag, 14. Februar, 13.30 Uhr

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