Wildblumenwiese und großes Insektenhotel

Hochheim.  Die Hochheimer Kleingartenanlage IGA ‘61 steuert einen eigenen Beitrag zur Bundesgartenschau bei.

Jürgen Münch vor dem Vereinsheim der Kleingartenanlage IGA ‘61. Links daneben wird die Wildblumenwiese zu finden sein.

Jürgen Münch vor dem Vereinsheim der Kleingartenanlage IGA ‘61. Links daneben wird die Wildblumenwiese zu finden sein.

Foto: Heidrun Lehmann

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Während der Egapark derzeit für Besucher gesperrt ist, dürfen die Mitglieder der Kleingartenanlage IGA ‘61 ihre auf dem Gelände liegenden Parzellen weiterhin bewirtschaften. Der Pachtvertrag sichert ihnen das zu. Allerdings ist ihnen nicht erlaubt, auf dem eigentlichen Ega-Areal herumzustromern oder gar mit ihren Kindern den Spielplatz aufsuchen, berichtet Jürgen Münch. Die Jahresversammlung sagte der Vereinsvorsitzende inzwischen ebenfalls ab.

Währenddessen gehen die Planungen für die Buga weiter. Für den eigenen Beitrag des Vereins wurde bereits ein verbuschtes Stück Grünland von Wildwuchs befreit. Es soll sich bis zum nächsten Jahr in eine Wildblumenwiese mit großem Insektenhotel verwandeln. Die meisten Kleingartenfreunde besäßen überdies derartige eigene „Hotels“.

Im Januar stellte die Buga-Gesellschaft den Hobbygärtnern von IGA ‘61 die auf den Verein bezogenen Vorhaben vor, abgestimmt mit dem Landes- und dem Stadtverband der Kleingartenfreunde. Diese Ideen wurden von den Vereinsmitgliedern einhellig befürwortet. So sollen die Besucher auf einen Rundweg um 16 Parzellen geleitet werden. Frank Möller, stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes, ist nebenberuflich für die Umsetzung der Vorschläge zuständig, mit denen sich Stadt- und Landesverband auf dem Freigelände und in einigen Pavillons oberhalb des Vereinsheims präsentieren wollen. Dabei gehe es auch um die Zukunft des Kleingartenwesens generell, betont Jürgen Münch.

Hergerichtetes Vereinsheim dient später wieder als Treffpunkt

Das seit 30 Jahren bestehende Vereinsheim selbst soll aufgemöbelt werden und während der Buga als Sozialtrakt für deren Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Davon profitiert der Verein, denn als nachhaltig hergerichtetes Objekt dient es den Hobbygärtnern später wieder als Treffpunkt. Eine der ursprünglichen Ideen, eine typische Laube aus DDR-Zeiten als museale Einrichtung herzurichten, wurde indes aus verschiedenen Gründen verworfen, ergänzte Jürgen Münch.

Der Kleingartenverein, auf dem exponierten Gelände der Ega überwiegend auf terrassenförmigem Gelände angelegt, feierte 2019 sein 60-jähriges Bestehen. Im Zusammenhang mit der damaligen Internationalen Gartenbauschau Erfurt, die 1961 eröffnet wurde, ging der Name mit der damaligen Kleingartensparte des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter der DDR einher.

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