Wirbel um Brdaric: Anzeichen für Wechsel zum Chemnitzer FC verdichten sich (Update)

Erfurt  Einen Tag nach dem lockeren 7:0 des FC Rot-Weiß in Teistungen sorgt das angebliche Engagement vom Rot-Weiß-Erfurt-Trainer Thomas Brdaric beim Drittligisten Chemnitzer FC für Unruhe.

Rot-Weiß-Trainer Thomas Brdaric am Samstag beim Landespokalspiel in Teistungen.

Rot-Weiß-Trainer Thomas Brdaric am Samstag beim Landespokalspiel in Teistungen.

Foto: Frank Steinhorst

Großer Wirbel um Rot-Weiß-Cheftrainer Thomas Brdaric: Am Sonntagabend vermeldete das Internetportal „Tag24“ Brdarics Wechsel zum Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC. Anstatt des bislang gehandelten André Meyer (zuletzt Co-Trainer bei Erzgebirge Aue) solle der Erfurter Trainer die Nachfolge des vergangene Woche zurückgetretenen David Bergner antreten.

Laut „Tag24“ würde Brdaric an diesem Montagnachmittag bei den Himmelblauen einen Kontrakt unterzeichnen sowie am Dienstag das erste Training leiten und im avisierten Testspiel gegen Regionalligist Union Fürstenwalde an der Chemnitzer Seitenlinie stehen.

Insolvenzverwalter weiß von nichts

Während Brdaric telefonisch selbst nicht zu erreichen war, zeigte sich Erfurts Insolvenzverwalter Volker Reinhardt verwundert vom angeblichen Weggang des 44-jährigen Fußballlehrers: „Die Nachricht überrascht mich; ich kann sie daher nicht bestätigen. Herr Brdaric hat bei Rot-Weiß Erfurt einen laufenden Vertrag – und darin auch keine Ausstiegsklausel.“

Anzeichen für Wechsel verdichten sich

Trotz dieses Dementis verdichteten sich im Laufe des Abends die Anzeichen für einen Wechsel. Nach Informationen dieser Zeitung hat der CFC sehr wohl Brdaric ein Angebot unterbreitet. Zudem sollen alle Rot-Weiß-Mitarbeiter intern angewiesen worden sein, sich zu dem Thema nicht zu äußern. Indizien, die darauf schließen lassen, dass es im Hintergrund nur noch um die Ablösesumme geht. Passenderweise ist für diesen Montag in Erfurt kein Training angesetzt worden.

Im Podcast: Brdaric über seine Ziele als Trainer

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RWE wird Favoritenrolle gegen Teistungen gerecht

Sportlich war am Samstag weit weniger los. Brdaric wurde mit dem FC Rot-Weiß der hohen Favoritenrolle gerecht und gewann das Landespokal-Spiel bei Verbandsligist Wacker Teistungen mit 7:0 (2:0). Zufrieden mit der Offensivleistung zeigte sich der Trainer trotzdem nicht: „Das war in der ersten Halbzeit fahrlässig“, bemängelte er den Chancen-Wucher seiner Mannschaft vor den 750 Zuschauern im Eichsfeld.

„In der Pause habe ich meinen Offensivkräften deutlich gesagt, dass das so nicht funktionieren kann“, verriet Brdaric nach dem Abpfiff. Zwar hatte Sinisa Veselinovic sein Team schon in der 18. Minute mit 2:0 nach vorne gebracht, nachdem zuvor Danilo Dittrich per Fernschuss erfolgreich war (7.). Doch weitere Erfolgserlebnisse sollten den Erfurtern trotz häufiger Überzahl auf den Flügeln und vieler Flanken nicht gelingen. „Da muss man vor dem Tor entschlossener und rigoroser sein“, so Brdaric.

Vor allem Velimir Jovanovic drohte zum Ritter von der traurigen Gestalt zu werden. Der Routinier vergab etliche Gelegenheiten, und als er in der 22. Minute zum vermeintlichen 3:0 traf, da stand er im Abseits.

Kurz vor dem Ende sollte Jovanovic aber doch noch sein persönliches Erfolgserlebnis feiern – per Foulelfmeter zum 6:0 (88.). Der eingewechselte Marcel Bär sorgte in Minute 90 für den Endstand. Zuvor hatten bereits der ebenfalls von der Bank gekommene Burim Halili nur wenige Momente nach seiner Einwechslung (67.) sowie der an diesem Tag als Kapitän fungierende Rico Gladrow (70.) eingenetzt.

Sein Debüt im Erfurter Tor feierte der erst vor wenigen Tagen von Fortuna Düsseldorf verpflichtete Jannick Theißen. „Er hat zweimal sehr gut pariert“, lobte Brdaric den Keeper, der seine neue Elf kurz vor der Pause zweimal vor dem 1:2 bewahrte. Einen abgefälschten Freistoß von Teistungens Spielmacher Michal Wolanski fischte Theißen noch aus dem rechten Winkel (39.) und zeigte sich danach auch gegen den frei vor ihm auftauchenenden Markus Göbel per Fußabwehr auf dem Posten (42.). Einmal verschätzte sich der 21-Jährige beim Herauslaufen (85.), machte seinen Fauxpas aber im Nachsetzen wieder gut.

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