Aus dem Album einer königlich-herzoglichen Familie

Gotha  Herzogliches Museum zeigt „Gotha und die englische Krone – Porträt(s) einer dynastischen Beziehung“.

Kuratorin Julia Horn hat die Ausstellung zusammengestellt.

Kuratorin Julia Horn hat die Ausstellung zusammengestellt.

Foto: Wieland Fischer

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Königin Victoria und Prinz Albert gelten als die ersten Medienstars unter den Royals. Mit Gemälden, Zeichnungen und Fotografien setzten sie sich für Verwandte wie auch für das Volk in Szene.

Davon zeugt jetzt die Ausstellung „Gotha und die englische Krone“ im Herzoglichen Museum Gotha. Anlässlich des Geburtstages des deutsch-englischen Traumpaares vor 200 Jahren präsentiert die Stiftung Schloss Friedenstein damit bereits die dritte Royals-Ausstellung in diesem Jahr, die noch bis zum 27. Oktober im Herzoglichen Museum zu sehen ist.

64 Fürstenporträts und Familienbildnisse warten darauf, entdeckt zu werden. Es handelt sich dabei vorwiegend um Grafiken und Gastgeschenke, die zwischen den Fürsten- und Königshäusern ausgetauscht wurden. Alle gehören zum Bestand der Stiftung Schloss Friedenstein, betont Sprecher Marco Karthe.

Die Porträts dienten dazu, Verwandten das aktuelle Aussehen zu übermitteln. Bei Besuchen tauschte man vor allem eines: Porträts als Zeichen familiärer Zusammengehörigkeit. Mit den Darstellungen setzten sich die gekrönten Häupter für ihre Zeitgenossen und die Nachwelt in Pose.

Davon machten Königin Victoria und Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha reichlich Gebrauch. Sie nutzten das Medium, um ihr Bild der königlichen Familie als Vorbild für die bürgerliche Gesellschaft ins Volk zu tragen.

1840 heiratete Victoria ihren gleichaltrigen Cousin Albert. Die Beziehung trug zu einem kulturellen Austausch zwischen England und den Heimatresidenzen in Coburg und Gotha bei.

In den Sammlungen von Schloss Friedenstein hat sich eine Vielzahl von Darstellungen der britischen Königsfamilie in Form von Druckgrafiken erhalten. Mit Gemälden, Miniaturen, Medaillen und anderen Kleinkunstgegenständen erzählen sie von den innigen Beziehungen zwischen den Coburg-Gothaern und dem britischen Königshaus.

Die Bilderfolge beginnt bei Augusta, die 1736 nach England ging, um Friedrich zu heiraten. Schlusspunkt bildet Herzog Carl Eduard mit einer Aufnahme aus der Zeit des Ersten Weltkrieges von 1915, mit dem das Familienband zerriss.

Herzogliches Museum: „Gotha und die englische Krone – Porträt(s) einer dynastischen Beziehung“ bis 27. Oktober, Öffnungszeiten: täglich 10 - 17 Uhr, Eintritt: 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro).

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