Das Gothaer Prinzenpaar lässt bitten

Gotha.  Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach eröffnet musikalisch-flott einen Ballabend. Werner Schunk ist Träger des Elefantenordens.

Werner Schunk (2. von links) erhielt beim Prinzenball von der Gothaer Karnevalsgemeinschaft 1969 mit ihrem Präsidenten Konstantin Strensch (links) sowie dem Prinzenpaar Andrea III. und Thomas IV. den diesjährigen Gothaer Elefantenorden mit zugehöriger Urkunde überreicht.

Werner Schunk (2. von links) erhielt beim Prinzenball von der Gothaer Karnevalsgemeinschaft 1969 mit ihrem Präsidenten Konstantin Strensch (links) sowie dem Prinzenpaar Andrea III. und Thomas IV. den diesjährigen Gothaer Elefantenorden mit zugehöriger Urkunde überreicht.

Foto: Horst Gröner

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Nun gibt es ihn wieder, den festlichen Ballabend, bei dem die Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach einen musikalischen Akzent setzt. Am vergangenen Samstag veranstaltete die Gothaer Karnevalsgemeinschaft 1969 (GKG) dieses gesellschaftliche Ereignis in der Gothaer Stadthalle, gut 160 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Einige Paare aus der GKG und dann auch andere Ballgäste eröffneten den Abend mit dem „Blumenwalzer“ aus „Der Nussknacker“ von Peter Tschaikowsky, präsentiert von der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach unter ihrem Chefdirigenten Markus Huber. Dem folgte die schwungvolle, aber zum Tanzen nicht so geeignete Ouvertüre zur „Fledermaus“ von Johann Strauß. Besser hatte es das Gothaer Prinzenpaar Andrea III. und Thomas IV., als es seinen Tanz zur einschmeichelnden Melodie von Karel Svoboda aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zelebrierte. Temperamentvoll kam die Carmen-Suite Nr. 2 von Georges Bizet herüber, einem „Danzón No. 2“ von Arturo Márquez folgte ein „Tango No. 2“ von Isaac Albéniz. Beim „Ballsirenen-Walzer“ aus der „Lustigen Witwe“ von Franz Lehár war die Tanzfläche schlagartig gefüllt, während Markus Huber es sich bei einem Paso Doble nicht verkneifen konnte, anzumerken dass er „keine Massenpanik auslösen wollte“, als sich niemand fand, der hier das Tanzbein schwingen wollte.

Die spanische Sopranistin Elisandra Melián glänzte dazwischen mit einer Arie der „Königin der Nacht“ aus der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart sowie dem Lied „Meine Lippen sie küssen so heiß“ aus „Giuditta“ von Lehár. Den feurigen Abschluss des Musikprogramms bildete schließlich noch „Tico-Tico“ des Brasilianers Zequinha de Abreu. GKG-Präsident Konstantin Strensch bedankte sich für dieses bunte Musikprogramm beim Chefdirigenten, dem Orchester und der Philharmonie-Intendantin Michaela Barchevitch.

Nachdem sich alle ausgiebig am Büfett gestärkt hatten, berichtete Sven Ritter in der Bütt über seine Erlebnisse bei einem Arztbesuch, ein dezenter Hinweis auf die medizinischen Arbeiten des neuen Trägers des Gothaer Elefantenordens Werner Schunk. Die „Gayer-Streeets“ der GKG überraschten mit einer gesungenen Laudatio auf ihn, quasi ein „Schunkelsong“, bevor Strensch aufzeigte, wie Schunk als 9. Träger des Gothaer Elefantenordens die Prinzipien Arbeitsamkeit, Ausdauer, große Aufmerksamkeit und Humor, erfüllte. Mario Hochberg als vorangegangenem Ordensträger war es vorbehalten, in seiner Laudatio die vielfältigen Leistungen des Mediziners und Wissenschaftlers Werner Schunk, seinerzeit der jüngste Professor in der DDR, hervorzuheben, bevor dieser vom Prinzenpaar den Orden mit Urkunde überreicht bekam.

Der neue Ordensträger revanchierte sich in seiner humorigen Art mit Versen über das „Wesen des Elefanten“ und endete stilgerecht mit einem „Goth’sch Helau“. Als die in Gotha ansässige Band „Backhaus-Music-Company“ anschließend auf der Bühne das Kommando übernommen hatte, war die Fläche davor schnell mit tanzfreudigen Menschen gefüllt. Dieser gelungene erste Gothaer Prinzenball sollte nach dem Wunsch vieler Ballbesucher unbedingt fortgeführt werden.

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