Denkmaltag im Kreis Gotha: Mahlen mit einer Pferdestärke

Kreis Gotha  Ballstädt macht blau: In dem Ort drehte sich am Denkmaltag alles um die Färberpflanze Waid. Einblicke in sanierte Cramer-Villa gab es in Gotha.

Landwirt Gerhard Kley aus Westhausen mit einem seiner Kaltblüter beim Zermahlen des Waids.

Landwirt Gerhard Kley aus Westhausen mit einem seiner Kaltblüter beim Zermahlen des Waids.

Foto: Matthias Wenzel

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Auch das Technik- und Geschichtsmuseum Gotha beteiligte sich am Tag des offenen Denkmals am Sonntag. Neben diversen Dauerausstellungen hatte als Besonderheit der Aktionskünstler Joachim Oestreich einige seiner Modelle vor dem Gebäude aufgebaut. Das jüngste ist erst wenige Tage alt und heißt „Gold-Meridian“. Damit nimmt „UFO-Jo“ Bezug auf die ebenfalls beteiligte „Alte Sternwarte“ (wir berichteten am 9. September).

Erstmals mit dabei war das Privathaus in der Reinhardsbrunner Straße 10 in Gotha. Eigentümer ist der in Stuttgart lebende Diplomingenieur Jörg Richter, der die 1904 von dem Gothaer Architekten Alfred Cramer umgebaute Villa bereits von 1995 bis 2003 aufwendig sanieren ließ. Die zahlreichen neugierigen Besucher erwartete vor dem Eingang nicht nur der Hausherr, sondern auch eine umfangreiche Dokumentation zur wechselvollen Geschichte des Hauses zum Mitnehmen.

Bereits zum fünften Mal veranstaltete am Denkmaltag die unter der Leitung von Klaus Wittich stehende Untergruppe des Ballstädter Traditionsvereins ein Waidfest an der Unterschwemme, wo seit November 2014 wieder ein Nachbau der historischen Waidmühle steht. Zweimal wurde das Zermahlen der Färberpflanze anschaulich vorgeführt. Anschließend formten die „Waidmägde“ die Waidballen. Klaus Wittich kommentierte das Ganze kenntnisreich und führte zwischendurch auch das Färben mit Waid vor.

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