Doppelpreis für junge Zeitungsmacher in Friedrichroda

Friedrichroda  Die Nachwuchsjournalisten des Perthes-Gymnasiums in Friedrichroda sind für die beste Ausgabe bei den Thüringer Schülerzeitungen 2019 geehrt worden und für ihre Demokratie-Bildung.

Als beste Schülerzeitung Thüringens  2019  sowie  mit dem Sonderpreis in der Rubrik „Demokratiebildung“ sind die   Mitglieder der Schülerzeitungsredaktion „Durchblick"  des Perthes-Gymnasiums Friedrichroda ausgezeichnet worden; sitzend  von links: Nadja Weise, Lehrerin Angela Schwarz, Nathan Mehner, Konstantin Zimmermann; stehend von links:  Pia Füldner,  Amarin Baumbach,  Frieda Kummer,  Lisa Wilschewski, Anne-Sophie Schulz und Lara Nell Rommel.

Als beste Schülerzeitung Thüringens  2019  sowie  mit dem Sonderpreis in der Rubrik „Demokratiebildung“ sind die   Mitglieder der Schülerzeitungsredaktion „Durchblick"  des Perthes-Gymnasiums Friedrichroda ausgezeichnet worden; sitzend  von links: Nadja Weise, Lehrerin Angela Schwarz, Nathan Mehner, Konstantin Zimmermann; stehend von links:  Pia Füldner,  Amarin Baumbach,  Frieda Kummer,  Lisa Wilschewski, Anne-Sophie Schulz und Lara Nell Rommel.

Foto: Wieland Fischer

Die jungen Zeitungsmacher des Perthes-Gymnasiums in Friedrichroda heimsen Preis für Preis ein. Bei der Auslobung der besten Ausgaben Thüringens 2019 ist den Nachwuchsredakteuren um Lehrerin Angela Schwarz mal wieder ein voller Erfolg gelungen. Mehr noch, sie haben doppelte Ehrung erfahren. Die Schüler um den 18-jährigen Konstantin Zimmermann konnten am Montag im Kultusministerium einmal den mit 250 Euro dotieren Preis für die beste Schülerzeitung Thüringens des Jahres 2019 entgegennehmen. Außerdem wurden sie mit dem Sonderpreis in der Rubrik „Demokratiebildung“ und einem weiteren Preisgeld in Höhe von 150 Euro bedacht.

Schon im Jahre 2007 war die damalige „Durchblick“-Redaktion um Lehrerin Schwarz als beste Schülerzeitung Thüringens auserkoren worden. Seit Gründung 1993 als „Körni“ (Zeitung des damaligen Körnberg-Gymnasiums Friedrichroda) ist eine stattliche Preissammlung zusammengekommen. „Wir bewerben uns fast jedes Jahr in einem Wettbewerb“, sagt Angela Schwarz. Das sorgt im Redaktionsteam für zusätzliche Motivation.

Für den diesjährigen Wettbewerb hatte die „Durchblick“-Redaktion um ihren aktuellen Chefredakteur und AG-Leiter, den Zwölftklässler Konstantin Zimmermann, die Sommerausgabe ausgewählt. Auch die Vorgänger-Ausgabe mit dem Schwerpunktthema Flucht und Vertreibung sei als Wettbewerbsbeitrag in Erwägung gezogen worden. „Aber die Redakteure haben sich dann für die Sommerausgabe entschieden“, sagt Lehrerin Angela Schwarz mit Blick auf deren Selbstständigkeit.

In ihrer preisgekrönten Ausgabe widmeten sie sich in Beiträgen aktuellen Themen wie Klimawandel, Wahlen, „Fridays for Future“-Demonstrationen und dem Artikel 13 zur EU-Urheberrechtsreform. Mit Umfragen haben die jungen Leute dazu Meinungen von Schülern unterschiedlicher Klassenstufen zu verschiedenen Themen eingeholt und diese teilweise komprimiert in Sprechblasen gefasst. „Das kommt bei den jungen Lesern gut an“, weiß Konstantin Zimmermann. Außerdem seien das Themen, die die jungen Leute beschäftigen, merkt er an. „Wenn wir darüber schreiben, wollen wir auch wissen, wie sich das an unserer eigenen Schule widerspiegelt. Wir haben unterschiedliche Meinungen, Pro und Contra eingeholt.“

Die Jury, bestehend aus zwei freien Journalistinnen, der Vertretung des Jugendpressenetzwerkes Thüringen, Medienpädagogen sowie einem Redakteur der Mediengruppe, habe die Ausgabe als informativ, differenziert und stichhaltig gelobt, berichtet Angela Schwarz.

Mit dem Demokratiepreis sei der Blick über den Tellerrand der Schule hinaus gewürdigt worden. So hatte Zwölftklässler Nathan Mehner mit dem Artikel „Demokratie braucht euch!“ zum Thema Kommunal- und Europawahlwahl gegen Populismus Position bezogen und zum Wählen aufgerufen. Bemerkenswert findet Konstantin, dass sein Team dafür gelobt wurde, dass es mit den Beiträgen den Finger in die Wunde gelegt habe.

Das will die Durchblick-Mannschaft fortsetzen. Und weil Zeitungsarbeit Kontinuität verlangt, stehe so gut wie fest, dass das Preisgeld in die Arbeitsgemeinschaft investiert werden soll, voraussichtlich in neue Technik, um wieder preisgekrönte Ausgaben veröffentlichen zu können.

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