Erinnerung an Jubiläum und Spielplatzprotest in Tambach-Dietharz

Tambach-Dietharz.  Zum Neujahrsempfang ehrt die Stadt Bürger für den Einsatz bei der Festwoche und Gründerväter des Tischtennisvereins. Und: Eine klare Ansage zu Georgenthal.

Claudius Fialik (Klavier) und Alexander Kreis (Saxophon) umrahmen mit weiteren Schülern der Musikschule Louis Spohr den Festakt zur Neujahrsfeier der Stadt Tambach-Dietharz im Bürgerhaus.

Claudius Fialik (Klavier) und Alexander Kreis (Saxophon) umrahmen mit weiteren Schülern der Musikschule Louis Spohr den Festakt zur Neujahrsfeier der Stadt Tambach-Dietharz im Bürgerhaus.

Foto: Wieland Fischer

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Das Kapitel Georgenthal ist für die Tambacher und Dietharzer nach den damit verbundenen beiderseitigen Querelen im vergangenen Jahr um einen Zusammenschluss abgehakt. „Wir haben kein Problem, mit Georgenthal zu fusionieren“, sagt Bürgermeister Marco Schütz (parteilos) zum Neujahrsempfang von Tambach-Dietharz und fügt nach einer Zäsur hinzu: „Wenn es Teil der Stadt Tambach-Dietharz wird.“ Der kräftige Beifall im Saal des Bürgerhauses bestärkt Schütz‘ Position.

Zum Neujahrsempfang seien auch Einladungen an Offizielle der Nachbarkommune gegangen, sagt Schütz auf Nachfrage. Doch von Georgenthaler Seite folgt ihr am Samstagabend keiner. Dafür kann er Volker Kühn (WfO) begrüßen, Beigeordneter der „Nachbarstadt“ Ohrdruf, wie Schütz betont.

Der Thüringer Innenminister Georg Maier (SPD) merkt in seinem Grußwort zur Causa Gebietsreform an, dass er die Hoffnung hinsichtlich eines Zusammengehens von Georgenthal und Tambach-Dietharz nicht aufgegeben habe – wohlgemerkt auf freiwilliger Basis.

Proteste bei Anwohnern

Für die Stadt Tambach-Dietharz waren vergangenes Jahr andere Themen relevant. Schütz nennt in seinem Rückblick zuerst den Bau des Spielplatzes in der Straße der Einheit, der am 5. Juni eingeweiht worden war. Kaum eine städtische Maßnahme habe vergangenes Jahr so unterschiedliche Reaktionen ausgelöst wie diese.

Was im Rahmen von Städteplanung und Flächennutzungsplan von den Stadtvätern im guten Vorsatz angeschoben und von Kindern und Eltern freudig erwartet worden war, habe bei Anwohnern Proteste ausgelöst. Sie befürchteten „Kinderlärm und andere Unannehmlichkeiten“, so Schütz. Er sei der festen Überzeugung, dass der Widerstand unberechtigt war, dass am Ende die Freude über den schönen Spielplatz Oberhand behalten werde.

Ein riesiges und lang anhaltendes Freudenfest war 2019 hingegen das Jubiläum „100 Jahre Stadt Tambach-Dietharz“. Viele Einwohner und Freunde der Stadt seien mobilisiert worden, sie wirkten tatkräftig mit, erinnert der Bürgermeister. Es gebe nach wie vor eine städtische Gemeinschaft, stellt er anerkennend fest. Schütz macht das auch am Umfang des Umzuges und dem Ausschmücken der Häuser fest.

Große Unterstützung von Alt-Bürgermeister Egon Stötzer

Er lobt besonders Undine Rausch vom Team der Stadtverwaltung. Er bedenkt sie mit einem besonderen Dankeschön, aber mit keiner Ehrenurkunde; Rausch: „Das ist ja schließlich mein Job.“

Die erhalten andere. Bernd Preißler und Sandro Döbbelin für ihren Einsatz beim Umzug, Ines Kachel in Vertretung für die Unterstützung der Diakonie, Robert Krüger, der mit Fußballern für die Getränke sorgte und Sandro Döbbelin.

Ebenfalls zu ehren, aber nicht anwesend, seien Olaf Graf, Astrid Heilmann (Diakonie), Manfred Ender (für eine Ausstellung und einen Vortrag) und Uwe Rausch (für die Wanderung zum Förster-Rudolph-Mord vor 100 Jahren), sagt Bürgermeister Schütz im Zusammenhang mit der 100-Jahr-Feier.

Er sei maßgeblich von Alt-Bürgermeister Egon Stötzer (parteilos) unterstützt worden. Bei wöchentlichen Beratungen habe Stötzer seine Erfahrungen eingebracht. Schütz dankt ihm mit einem großen Foto, das seinen Amtsvorgänger beim Umzug mit Ziegengespann zeigt.

Besondere Würdigung erfahren auch Kurt Marquardt (79 Jahre) und Hans-Dieter Hartmann (80). Sie gehören zu den Gründervätern des Tischtennisvereins in Tambach-Dietharz. Von den zehn Mitgliedern, die sich 1954 unter der damaligen BDG-Leitung von Herbert Frank an der Platte formiert hatten, sie sind die einzigen, die noch aktiv am Punktspielbetrieb teilnehmen.

Sonderapplaus erhalten Claudius Fialik und Fidelia Hesse (beide Piano), Alexander Kreis und Amelie Hesse (beide Saxophon) sowie Konrad Hopf (Akkordeon) von der Musikschule Louis Spohr Gotha. Sie beeindrucken die Gäste des Festaktes mit großartigem Spiel. Zum fröhlichen Tanz und Kehraus spielt nach dem Buffet die Stötzer-Band, Detlef und Norbert Stötzer, auf.

Mehr Fotos unter: www.ta-gotha.de.

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