Gipfelreffen im Goldbergstadion

Ohrdruf  Landesklasse: Ohratal Ohrdruf will den FC Eisenach von der Spitze schubsen. Wacker peilt vierten Sieg an

Wird es ein enges Ringen am Sonntag im Ohrdrufer Goldbergstadion? Zumindest lassen die bisherigen Ergebnisse ein spannendes Spitzenspiel zwischen Ohrdruf (re. der noch verletzte Stephan Kubirske) und Eisenach (li. Sebastian Galozy) erwarten

Wird es ein enges Ringen am Sonntag im Ohrdrufer Goldbergstadion? Zumindest lassen die bisherigen Ergebnisse ein spannendes Spitzenspiel zwischen Ohrdruf (re. der noch verletzte Stephan Kubirske) und Eisenach (li. Sebastian Galozy) erwarten

Foto: Ralph Frank

Der Tabellenzweite empfängt den Ersten. Am sechsten Spieltag der Fußball-Landesklasse Staffel 3 steht am Sonntag um 15 Uhr im Ohrdrufer Stadion ein erstes Gipfeltreffen an, das so vor der Saison nur wenige auf dem Zettel hatten. Mit einem FSV Ohratal als erstem Verfolger war zu rechnen. Dass aber der FC Eisenach nach fünf Runden ungeschlagen von der Spitze grüßt, ist eine Überraschung und zugleich ein Indiz dafür, dass Trainer Michael Offenhaus stets das Optimale aus einer Mannschaft herauskitzeln kann.

Den fast schon alljährlichen personellen Umbruch – unter den zahlreichen Abgängen waren fünf Stammspieler – steckten die Wartburgstädter erstaunlich locker weg. Offenhaus warf einfach weitere Youngster (Qayumi, Brinschwitz, Fischer) ins kalte Wasser. Umso bemerkenswerter, dass die Wartburgstädter ihren starken Lauf der Rückrunde munter fortsetzten und seit 16 Punktspielen ungeschlagen sind. Die Partie in Ohrdruf wird nun eine Art Reifeprüfung für den FC. „Dort wird sich zeigen, wie weit die Truppe schon ist“ sagt Eisenachs Trainer und hält den Ball fach. „ Mit einem Punkt wäre ich zufrieden.“ Wichtig sei, dass lange die Null gehalten wird. „Dann“, so Offenhaus, „bin ich gespannt, wie der Gegner darauf reagiert.“ Eben bei jenem Kontrahenten haben Eisenachs Ergebnisse Eindruck hinterlassen. „Wenn man in fünf Spielen 13 Punkte holt und dabei 18 Tore erzielt, dann steckt da Qualität dahinter“, rechnet Ohrdrufs Trainer Michael Storch im Heimspiel mit einer kniffligen Aufgabe. Seine Taktik werde er aber nicht nach dem FC ausrichten. „Wir wollen unser Spiel durchziehen und es dem Gegner aufzwingen“, so Storch, der die in Steinach (5:0) überzeugend aufspielenden Elf wohl höchstens punktuell ändern wird. Für Stephan Kubirske kommt das Spiel nach auskurierter Wadenverletzung noch zu früh und Dominik Müller fällt noch auf unbestimmte Zeit verletzt aus. Beim letzten Aufeinandertreffen Ende März behauptete sich Ohrdruf übrigens mit 2:0. Seitdem hat die Offenhaus-Elf kein Spiel mehr verloren. Sollte die Serie ausgerechnet in Ohrdruf reißen, wäre es kein Beinbruch. Hält sie aber, dann ist den Eisenachern in dieser Saison wohl alles zuzutrauen.

Bereits am heutigen Samstag bestreiten Wacker Gotha und der FSV Waltershausen Heimspiele. Die Harnisch-Elf, die erst drei Partien absolvierte und wegen der Gräfentonnaer Kirmes erneut eine Zwangspause einlegen musste, geht selbstbewusst in die Partie gegen Eintracht Hildburghausen. Gelingt es an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen, könnte die weiße Weste gewahrt werden. Für Schlusslicht Waltershausen geht es ab 14 Uhr um andere Dinge. Gegen die ebenfalls schlecht gestarteten Bad Salzunger (13./3 Punkte) soll der Befreiungsschlag gelingen.

Nach zweiwöchiger Pause steigt auch der FC An der Fahner Höhe II heute wieder in den Ligabetrieb ein. Dabei führt die Auswärtsreise zum Thüringenliga-Absteiger VfL Meiningen. Einigen im FC-Tross wird die Anreise bekannt vorkommen, nachdem die Erste kürzlich in Meiningen im Pokal antrat und sich zu einem mageren 1:0 mühte. Auch in der Liga gab es für den VfL bisher wenig Grund zum Jubeln. Nur das Auftaktspiel konnte gewonnen werde. Mittlerweile hat sich Meiningen noch mit zwei jungen Kroaten verstärkt und wird gegen die FCA-Reserve alles dransetzen, um den Bock umzustoßen.

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