Globale Heiterkeit

Wieland Fischer über Eckardt Hunolds „Gedanken zu Corona“

Wieland Fischer

Wieland Fischer

Foto: Peter Riecke

Wir leben derzeit in traurigen Zeiten. Wegen der Corona-Ansteckungsgefahr sind die tagtäglichen persönlichen Begegnungen auf ein Minimum beschränkt, Veranstaltungen abgesagt. Ein Großteil der Beschäftigten arbeitet zu Hause. Alle Welt redet von Homeoffice.

Dafür brummt fast ununterbrochen das Handy. Freunde, Bekannte, Verwandte senden aufmunternde Filmchen, flotte Sprüche. Auf so eine Corona-Aufbauhilfe, den Covid-19-Virus und dessen Folgen hat sich Eckhard Hunoldt, gestandener Karnevalist aus Siebleben, seinen Reim gemacht. Seine „Gedanken zu Corona“ geben wir hier zum Besten:

Corona, das ist jenes Biest,

was das Leben uns vermiest.

Überall auf dieser Welt,

alles es in Atem hält.

Zweifelsohne, die größte Not,

beschert uns das Kontaktverbot.

Alles worauf dieses zielt,

ist, was das Land am Laufen hielt.

Der Freiheit fühlt man sich beraubt,

nur Einkaufen ist noch erlaubt.

Dem Franzosen fällt es ein,

er bunkert kistenweise Wein.

In Schottland, sonst für Geiz bekannt,

wird nach Whiskey nun gerannt.

Der Ami, fühlt sich gut beraten,

steht Schlange vor dem Waffenladen.

Nur die Teutonen in jedem Ort,

schleppen Klopapier jetzt fort.

So schaffen wir in schwerer Zeit,

eine globale Heiterkeit.