Gotha-Gutschein soll lokale Geschäfte stärken

Gotha.  Er kann auch für Kultur genutzt werden. Gewerbeverein hat die Idee aus Eisenach übernommen.

Andreas Dötsch, Vorsitzender des Gewerbevereins Gotha, zeigt den Aufkleber, der an Türen von Geschäften und Gastronomiebetrieben darauf hinweisen wird, dass dort die neuen Gotha-Gutscheine genutzt werden können.

Andreas Dötsch, Vorsitzender des Gewerbevereins Gotha, zeigt den Aufkleber, der an Türen von Geschäften und Gastronomiebetrieben darauf hinweisen wird, dass dort die neuen Gotha-Gutscheine genutzt werden können.

Foto: Claudia Klinger

Wer gern Gutscheine verschenkt, hat ab sofort eine neue Möglichkeit: den Gotha-Gutschein. Der ist nicht nur universell bei bisher 66 Akzeptanzstellen einsetzbar, sondern hilft auch der Region. Er wird ab 16. Oktober für elf Euro pro Stück im Gotha-adelt-Laden, im Kaufhaus Moses, im Herzoglichen Museum, an der Kasse des Schlosses Friedenstein oder im Onlineshop unter www.gotha-gutschein.de verkauft. Das kündigte Andreas Dötsch, der Vorsitzende des Gewerbevereins Gotha, an.

„Die Idee eines solchen Gutscheins ist schon einige Jahre alt. In Eisenach, wo es etwas Vergleichbares bereits gibt, haben wir uns beim Gewerbeverein Inspiration und Starthilfe geholt“, sagt Dötsch. Die Corona-Krise habe den Start des Projektes beschleunigt, „denn es ist jetzt noch wichtiger, lokale Unternehmer zu unterstützen“.

Aufkleber an Eingangstüren

Dötsch freut sich deshalb, dass sich nicht nur Innenstadt-Händler beteiligen, sondern auch Firmen aus anderen Ecken Gothas und des Kreises. „Der Gotha-Gutschein kann beispielsweise für die nächste Shoppingtour, eine Stadtführung, den Eintritt in den Tierpark, einen Friseurbesuch oder ein kulinarisches Erlebnis genutzt werden“, sagt Dötsch. „Zugpferde wie das Kaufhaus Moses, C & A und die DM-Drogerie machen mit, aber auch kleine Läden, Gaststätten, die Stiftung Schloss Friedenstein und die Kultourstadt.“ In welchen Läden und Einrichtungen per Coupon bezahlt werden kann, steht auf www.gotha-gutschein.de. Außerdem weisen Aufkleber an Eingangstüren auf eine Akzeptanzstelle hin.

Es gehe zudem nicht nur darum, dass Gothaer den neuen Gutschein zu allen möglichen Anlässen im Freundes- und Familienkreis verschenken, „sondern wir haben viel weiter gedacht und Gespräche mit Betrieben in Gotha geführt“, so Andreas Dötsch. „Die nämlich können den Gotha-Gutschein als steuerfreie Sachzuwendung an ihre Mitarbeiter ausreichen. Bis zu 44 Euro sind möglich pro Monat. Das entspricht vier Gotha-Gutscheinen. Deshalb haben wir uns auch für die Elf-Euro-Variante entschieden.“ Beim Verein seien bisher schon 2000 Bestellungen für Gotha-Gutscheine eingegangen. Das sei ermutigend – „Eisenach hat im ersten Jahr insgesamt 10.000 Bons verkauft“, ordnet Dötsch den Stand kurz vor Verkaufsbeginn ein.

Coupons sind bis Ende des Jahres 2024 gültig

„Dieses Projekt zeigt ein weiteres Mal das gute Miteinander zwischen Gewerbeverein und Stadtverwaltung Gotha“, findet Knut Kreuch (SPD), der Gothaer Oberbürgermeister. Es sei wichtig, die Gothaer Innenstadt zu stärken angesichts des gravierenden Wandels in der Entwicklung der Stadtzentren, der längst nicht mehr nur Kleinstädte betreffe.

Der Gotha-Gutschein ist ein Kooperationsprojekt des Gewerbevereins, der Stadt und der Kultourstadt Gotha. Die Stadtwerke Gotha und die VR-Bank Westthüringen haben die Anschubfinanzierung übernommen. Gastronomen, Händler und Dienstleister aus dem Landkreis Gotha seien auch weiterhin dazu eingeladen, sich als Annahmestelle zu registrieren. Der Coupon wird jährlich neu aufgelegt und ist in der ersten Ausgabe 2021 bis zum 31. Dezember 2024 gültig. „Es können natürlich auch mehrere Gutscheine gleichzeitig eingesetzt werden“, sagt Andreas Dötsch. Eine Barauszahlung sei nicht möglich.