Gotha: Zwei Weihnachtsmärkte, trotzdem genug Besucher

Gotha.  Die Betreiber für Innenstadt und Schlosshof ziehen positive Bilanz. Verbesserungen sind für 2020 geplant.

Die Teilnehmer der Tanzstunde mit Johannes Duparré (rechts) fanden sich anschließend noch zu einem gemeinsamen Foto zusammen.

Die Teilnehmer der Tanzstunde mit Johannes Duparré (rechts) fanden sich anschließend noch zu einem gemeinsamen Foto zusammen.

Foto: Peter Riecke

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Am Dienstag fuhr der letzte Transport Materialien vom nun vergangenen Gothaer Weihnachtsmarkt weg, berichtet Maik Hinkel. Der Aufwand für Auf- und Abbau wird oft unterschätzt. Doch insgesamt ist Maik Hinkel, der im Auftrag und in Kooperation mit der städtischen Kultourstadt-GmbH seit Jahren die Weihnachtsmärkte in der Gothaer Innenstadt organisiert, mit der Bilanz zufrieden.

Schon Anfang Januar gab es ein Meeting mit den Standbetreibern. Der harte Kern der Händler komme auch im nächsten Jahr wieder, so ein Ergebnis der Treffens. Auch der Zeitraum für 2020 liegt schon fest. Der nächste Weihnachtsmarkt in der Innenstadt wird vom 23. November bis 30. Dezember währen.

Dabei war 2019 vieles anders als zuvor. Anstelle des Autoscooters stand eine Schlittschuh-Bahn, ausgestattet mit Kunststoff-Elementen und für die Schlittschuhfahrer noch ein wenig glatter als Natureis, aber wetterunabhängig.

Vertrag mit Betreiber läuft noch zwei Jahre

Da die Hauptmarkt-Sanierung begonnen hat, stand er weder ober- noch unterhalb des historischen Rathauses als Veranstaltungsort zur Verfügung. Dafür wurde der Buttermarkt genutzt. Maik Hinkel nennt den Markt schön, aber schwierig, weil Sperrflächen für die Feuerwehr zu beachten sind und so nur knapp 40 Prozent der Fläche verwendet werden können, wenn eventuelle Löscharbeiten nicht behindert werden sollen.

Hinkel dankt ausdrücklich dem Brandschutzamt und der Berufsfeuerwehr. Es wurde sogar ein Löschfahrzeug bereitgestellt, um die Zugänglichkeit zu prüfen.

Der Vertrag mit Maik Hinkel, angestellter Projektmanager der Firma MSE Projektentwicklung & Vermarktung GmbH & Co. KG, läuft noch bis 2021. Die Hauptmarkt-Sanierung ist auch dann nicht fertig, so dass der Buttermarkt auf jeden Fall wieder mit im Spiel sein wird. Hinkel geht davon aus, dass die Weihnachtsmarkt-Gestaltung danach ausgeschrieben wird und ist bereit, sich zu beteiligen.

Auch der Rückblick auf die Veranstaltungen fällt aus seiner Sicht positiv aus. Bei der Kochvorführungen durch Prominente gab es entweder gutes Wetter oder eine zeitlich günstige Schlechtwetterpause. Der Erlös von jedem der vier Termine kommt dem Projekt Netzwerk Freiklang der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach zugute und soll im Januar übergeben werden.

Buttermarkt auch dieses Jahr Teil des Marktes

Angenehm überrascht hat auch die Resonanz der Tanzstunde auf dem Kunststoff-Eis, unentgeltlich gestaltet von der Tanzschule Duparré. 2020 sollen die Stände auf dem Buttermarkt eher wie ein Hof um die Feuerstelle herum gestaltet werden. Auf dem Neumarkt soll seitlich des Brunnens ein Bereich für Kinder geschaffen werden. Eine Gothaer Firma sei beauftragt, lebensgroße Märchenfiguren zu bauen. Ein eigener Weihnachtsbaum komme dahin und eine kleine Bühne für ein separates Weihnachtsprogramm, kündigt Hinkel weiter an.

Neu war auch, dass es 2019 in Gotha einen Weihnachtsmarkt auf dem Innenhof des Schlosses Friedenstein gab. Auch wenn Hinkel von vornherein nicht mit großen Umsatz-Einbußen durch den zweiten Markt rechnete, ist er doch positiv überrascht, dass beide Märkte so gut angenommen wurden. Entweder zirkulierten die Besucher oder sie kamen einmal öfter als ursprünglich geplant und gaben mehr Geld aus oder der Umstand eines umfangreicheren Angebotes zog mehr Besucher an, vermutet er.

Den Weihnachtsmarkt im Schlossinnenhof gestaltete der Veranstalter „Marktkonzept Thüringen“ vom 29. November bis zum 29. Dezember und vom 2. Januar bis zum 7. Januar. Auch dort sei man mit der „ersten Ausführung“ sehr zufrieden, sagt Marktorganisator Andreas Wild. Den großen Schlosshof zu gestalten, sei eine Herausforderung gewesen. Ende des Jahres sollen Kunsthandwerker-Stände das Angebot ergänzen. Auch Wild will in Gotha am Ball bleiben.

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