Gothaer Projektentwickler: „Manche Dinge müssen reifen“

Gotha.  Projektentwickler Andreas Barth zum Bau des Fachmarktzentrums und zu weiteren Vorhaben an der Gartenstraße.

Projektentwickler Andreas Barth

Projektentwickler Andreas Barth

Foto: Wieland Fischer

Andreas Barth, Projektentwickler des neuen Fachmarktzentrums an der Gartenstraße, blickt auf die fertige Shoppingmeile und die weitere Entwicklung dort.

Was sagen Sie, wenn Sie jetzt vor dem fertigen Altstadtforum stehen?

Drei Worte: Es ist vollbracht. Nach elf Jahren ist es tatsächlich vollbracht. Bärbel Benkert aus Gotha hat es auf den Punkt gebracht: Manche Dinge müssen reifen, damit sie auch in ihrer Bedeutung wachsen, sie erlebt und mitträgt. Es hätte vielleicht die Hälfte der Zeit gebraucht. Aber so wie es jetzt ist, ist es okay.

Was passiert an der Gartenstraße?

Das Areal des noch nicht sanierten Blocks wird in den nächsten ein bis zwei Jahren hergerichtet. Dann schließt sich die Raiffeisenbank an, wo nach unserem Kenntnisstand Wohn- und Geschäftshäuser entstehen sollen. Um den gesamten Bereich zu fassen, die Brücke bis zum Kino zu bauen, soll Richtung Remstädter Straße ein zweiter Teil entstehen, aber deutlich kleiner als dieses Fachmarktzentrum, mit zwei, drei Geschäften, die hier noch keinen Platz gefunden haben.

Was wird aus dem Übergang zur Pfortenstraße?

Es wird zur Pfortenstraße in Richtung Hauptmarkt diesen Übergang über die Gartenstraße geben. Weil während der Bauarbeiten viele Baufahrzeuge hin- und her gefahren sind, war das noch nicht möglich. Das wird im kommenden Frühjahr geschehen. Die Planung steht seit langem. Nach derzeitigem Stand wird es eine Mittelinsel geben. Man kann dann nicht mit einem Mal wie Richtung Lutherstraße die Fahrbahn überqueren. Verkehrstechnisch würde es mit Einzügigkeit nicht funktionieren.

Und was wird dann aus dem Fußgängerüberweg Richtung Lutherstraße?

Es gab die Überlegung, es auf einen Überweg zu reduzieren. Dann würde es nur den in Richtung Pfortenstraße geben. Die Entscheidung trifft die Stadt Gotha. In unserem städtebaulichen Vertrag ist vereinbart, diesen zweizügigen Punkt zu schaffen. Dann würde der Übergang Lutherstraße bleiben.

Welche Auswirkungen hat Ihrer Ansicht nach das Fachmarktzentrum für die Stadt Gotha?

Es wird Auswirkungen in alle Richtungen geben. Das liegt an den Veränderungen im Einzelhandel insgesamt. Nahezu jeder in Deutschland besitzt eine Amazon-Zugangsberechtigung. Das Altstadtforum besitzt größere Flächen, die man in der Innenstadt schwerlich findet. Es ist eine Ergänzung zu dem Bestehenden. Die Befruchtungen untereinander sind eindeutig besser möglich, als mit dem damaligen Projekt Glitzerpalast, was eine Vielzahl von kleinen Flächen beinhaltet hätte – eine klassische Geschäftsmeile, wie es sie in Deutschland zu Hunderten gibt. Deren Folgen wären für die Stadt gravierender gewesen.