Guten Morgen Kreis Gotha: Stadtgeburtstag mit Traditionen

Claudia Klinger schreibt über eine Idee, die Wirkung zeigt.

Claudia Klinger

Claudia Klinger

Foto: Peter Riecke

Am 25. Oktober hat Gotha Geburtstag. 775 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt und wird nun also 1245 Jahre alt. Das wird mit dem Tag der Stadtgeschichte gefeiert, diesmal im Versicherungsmuseum. Das Jahrbuch für Stadtgeschichte „Gotha Illustre 2021“ wird präsentiert, und es gibt einen Vortrag über Ernst Wilhelm Arnoldi.

Tradition hat außerdem, dass die Stadtverwaltung am 25. Oktober bekannt gibt, wer im folgenden Jahr Kurd-Laßwitz-Stipendiat oder -Stipendiatin sein und das kulturelle Leben Gothas bereichern wird. Immerhin wird das Stipendium zum 14. Mal vergeben. Bisher waren zwölf Autoren zu Gast in Gotha, denn Reinhard Griebner aus Berlin kam gleich zwei Mal.

Die Stipendiaten haben Spuren hinterlassen und Gotha mit in ihre Heimatorte genommen. Sie haben mit ihren Veröffentlichungen Gotha aber auch manches Denkmal gesetzt. Bis heute werden hier entstandene Bücher – zumeist für Kinder – nicht nur gern gelesen, sondern auch in mancher Unterrichtsstunde genutzt. So eignet sich „Der Friedenkuss“ von Claudia Engeler bestens, um Gothaer Hausmarken kennenzulernen, und „Der Zirbelkönig“ von Ursula Muhr erklärt den Weg des Leinakanals und wichtige Bauwerke in Gotha.

Die Stadtschreiber-Idee ist und bleibt ein Projekt, das wirkt.