Handwerkszählung: Weniger Betriebe im Kreis Gotha

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Handwerksberufe gewannen im Kreis Gotha an Beschäftigten (Symbolbild).

Handwerksberufe gewannen im Kreis Gotha an Beschäftigten (Symbolbild).

Foto: Olaf Fuhrmann

Kreis Gotha.  Umsatz und Zahl der Beschäftigten im Handwerk wachsen hingegen. Der Kreis Gotha bleibt dennoch unter dem Bundesdurchschnitt.

Die Zahl der aktiven Handwerksbetriebe im Kreis Gotha ist zuletzt leicht geschrumpft. Darüber informiert der Zeitungsdienst Südwest (ZdS) und verweist auf die aktuelle Handwerkszählung des Statistischen Landesamts mit Stichtag 31. Dezember 2019. Demnach gab es zu diesem Zeitpunkt 1087 Handwerksbetriebe (Vorjahr: 1104), in denen 7298 Menschen beschäftigt sind. Die Zahl der Mitarbeitenden war hingegen gestiegen von 7225 im Jahr 2018.

Der Umsatz ist in dieser Zeit um 41,44 Millionen Euro gewachsen. Im Jahr zuvor waren es noch 764,56 Millionen Euro gewesen. Im Schnitt erwirtschaftete ein Beschäftigter oder eine Beschäftigte im Handwerk 110.441 Euro Umsatz – fast fünf Millionen Euro mehr als das Jahr zuvor. Der Pro-Kopf-Umsatz lag im Kreis Gotha allerdings unter dem Bundesdurchschnitt im Handwerk von 117.619 Euro. Der bundesdeutsche Pro-Kopf-Umsatz stiegt innerhalb des Jahres um rund vier Millionen Euro.

Dabei arbeiteten nicht alle Handwerker mit Meisterbrief: 171 zulassungsfreie Betriebe gab es 2019 im Landkreis Gotha. Das rührt daher, dass die Europäische Union den Zugang zum Markt möglichst einfach gestalten will und mehr als 50 Gewerken Zulassungsfreiheit gewährt. Für Kunden ist es so allerdings nicht immer einfach, zwischen Profis und Amateuren zu unterscheiden. Die zulassungsfreien Betriebe erwirtschafteten 49,12 Millionen Euro, fast acht Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Handwerksunternehmen wie etwa Kfz-Betriebe müssen hingegen mindestens eine Meister haben. Davon gab es 916 im Kreis Gotha. Darin waren 6530 Menschen tätig. Meisterbetriebe setzten zuletzt 756,9 Millionen Euro um. Damit ist der Umsatz der örtlichen Meisterbetriebe binnen eines Jahres um 33,8 Millionen Euro gewachsen.

Während die Zahl der Minijobber in den Meisterbetrieben bis sieben Prozent liegt, liegt sie in den zulassungsfreien Handwerksbetrieben mit 18,6 Prozent Minijobbern höher.