Kreis Gotha: Tiere in der Arche Noah reich beschenkt

Uelleben.  Zur Tierweihnacht erhält das Gothaer Tierheim zahlreiche Futterspenden und Gutscheine. Und: Es gibt mehrere Bauvorhaben in nächster Zeit.

Zur Tierweihnacht im Tierheim Uelleben brachten am Samstag viele Besucher Futterspenden mit. Auch Karin Ruft aus Luisenthal packte einen Beutel für den Gabentisch aus.

Zur Tierweihnacht im Tierheim Uelleben brachten am Samstag viele Besucher Futterspenden mit. Auch Karin Ruft aus Luisenthal packte einen Beutel für den Gabentisch aus.

Foto: Lutz Ebhardt

Der Geschenketisch im Tierheim Arche Noah im Gothaer Ortsteil Uelleben füllte sich am Samstagnachmittag sehr schnell. Viele der zahlreichen Besucher der diesjährigen Tierweihnacht brachten eine Futterspende, einen Gutschein oder einen Spendenscheck mit. Auch Karin Ruft aus Luisenthal hatte einen Beutel voll Futter dabei. „Das mache ich jedes Jahr“, sagt sie. „Ich füttere in Luisenthal auch frei laufende Katzen und habe über den Tierschutzverein dafür gesorgt, dass sie sterilisiert werden“, erzählt Karin Ruft, die zudem bereits seit zehn Jahren in den frühen Morgenstunden Luisenthaler Abonnenten unsere Zeitung zustellt.

„Wir freuen uns sehr über die große Unterstützung“, ist Kathrin Matthieß, die Leiterin des Tierheims, zufrieden. Denn jede noch so kleine Spende, ob materiell oder finanziell, sei willkommen und werde dringend gebraucht. „Wir haben als Tierheim für die Stadt und den Landkreis Gotha zwar Verträge mit der Stadt und dem Landkreis, die uns finanzielle Stabilität geben, aber wir sind über jede zusätzliche Zuwendung froh.“

Das könne auch Hilfe bei Reparaturarbeiten sein. „Oder in der Küche für die Versorgung unserer Besucher zur Tierweihnacht“, ergänzt Bärbel Bärwolf. Sie ist Vorsitzende des Tierschutzvereins Stadt und Landkreis Gotha, der als Träger für das Tierheim fungiert und an die hundert Mitglieder hat.

Zurzeit leben etwa 40 bis 50 Freigängerkatzen in der Arche Noah, und das dauerhaft. Sie seien nicht an Tierliebhaber vermittelbar. 40 weitere Katzen, die im Katzenhaus untergebracht sind, sollen möglichst ein neues Zuhause finden, sagt Kathrin Matthieß. Durchschnittlich 20 Hunde werden außerdem von den acht Mitarbeitern und einer Auszubildenden betreut, die den Beruf eines Tierpflegers in der Fachrichtung Tierheim und Tierpension lernt. Die Beschäftigten versorgen weiterhin Schafe und Ziegen, Chinchillas und Meerschweinchen.

Katzenhaus ist gesperrt – Neubau notwendig

Dazu stehen zwei große Bauprojekte bevor. Kathrin Matthieß: „Unser eines Katzenhaus musste gesperrt werden, weil sich der Fußboden auflöst. Wir brauchen also dringend ein neues.“ Das wolle der Tierschutzverein so schnell wie möglich in Angriff nehmen. Genaue Pläne gebe es dafür aber noch nicht.

Weiter sei man mit der Hundeanlage, die komplett erneuert werden soll, weil die bisherige zu klein ist und auch heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt. „Den Bauantrag haben wir schon eingereicht“, so die Tierheim-Chefin. Im neuen Hunderevier sollen zwölf Plätze entstehen, die auch für doppelte Belegung genutzt werden können, vor allem aber Freilaufmöglichkeiten bekommen. „Das fehlt uns bisher“, so Matthieß.

Umso wichtiger sei es, dass die Hunde regelmäßig zum Gassi-Gehen geführt werden. Das übernehmen die Tierheim-Mitarbeiter, aber auch Ehrenamtliche, die auf diese Weise die Arche Noah unterstützen.

Ein Teil der Arbeit besteht auch darin, Katzen und Hunde an Interessenten zu vermitteln. Das passiere vor Ort. „Sehr hilfreich ist dabei, dass die Tageszeitung jede Woche in der Serie ‘Tiere suchen Menschen’ einige unserer Schützlinge vorstellt, die wir zum Vermitteln anbieten. Das hilft uns sehr“, sagt Kathrin Matthieß. Auf diese Weise hätten vor allem viele Katzen und Hunde ein neues Zuhause finden können. „Es weckt aber auch Aufmerksamkeit, und selbst wenn die Menschen nicht die in der Zeitung vorstellten Tiere übernehmen können, finden sie manchmal bei uns auch einen anderen Vierbeiner, der zu ihnen passt.“

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