Guten Morgen Kreis Gotha

Rosine, Mandel oder Marzipan

Conny Möller über die Zeit der Christstollen.

Conny Möller

Conny Möller

Foto: Peter Riecke

Traditionell soll man vor dem Weihnachtsfest sieben verschiedene Stücke Stollen probiert haben, um letztlich den besten zum Weihnachtsfest auf den Tisch zu stellen. Es sei denn, man backt den Christstollen selbst. In meiner Familie wurde das jedes Jahr so gehandhabt.

In den Teig kamen dabei die köstlichsten Zutaten wie Orangeat, Zitronat und Rosinen. Dann brachten wir den Teig zum Bäcker, der ihn in den bekannten Stollenformen backte. Meistens kamen so rund vier bis fünf Stollen heraus, die dann schön verpackt auf dem Schrank ein paar Wochen ruhten.

Erst in der Advents- und Weihnachtszeit wurden die Stollen angeschnitten und mit der Familie geteilt. Heutzutage macht man es sich einfacher. Die Christstollen oder Weihnachtssemmeln, wie sie in manchen Regionen auch genannt werden, sind in jedem Supermarkt erhältlich.

Viele unserer heimischen Bäcker bieten ebenfalls ihre Stollen an und jeder schwört natürlich auf sein eigenes Hausrezept. Mittlerweile gibt es verschiedene Arten mit Mohn, Mandeln, Schokolade, Marzipan, Nüsse, Quark und vegan.

Nach langem Suchen und Durchprobieren habe ich jetzt meinen Christstollen gefunden, der mich an Kindheitstage erinnert. Und wo kommt er her, natürlich aus dem Stollenparadies Dresden.