Schmackhaft wohltätig in Gotha

Gotha.  Die Diakonie serviert Suppe auf dem Gothaer Neumarkt. Mit dem Erlös soll die Begegnungsstätte Liora finanziert werden.

Andrea Schwalbe (von links), Simone Lamperti, Superintendent Friedemann Witting und Sozialdezernent Thomas Fröhlich hoffen auf reichlich Erlös bei der Spendensammlung.

Andrea Schwalbe (von links), Simone Lamperti, Superintendent Friedemann Witting und Sozialdezernent Thomas Fröhlich hoffen auf reichlich Erlös bei der Spendensammlung.

Foto: Victoria Augener

Eine warme Suppe tut an nasskalten Novembertagen besonders gut. Das weiß auch das Diakoniewerk Gotha, das dieser Tage warme Mahlzeiten auf dem Neumarkt verkauft. Wer eine Portion kauft, kann etwas Gutes tun und den gleichen Betrag der Diakonie spenden. Als Dankeschön gibt es von Schülern kunstvoll gefertigte Papierengel.

Nach dem Motto „Einmal Essen macht zweimal satt“ wird mit den Spenden die Begegnungsstätte Liora unterstützt. Dort finden sich täglich rund 40 Menschen für eine Mahlzeit ein. Ob Alleinstehende oder Menschen ohne Obdach – jeder findet hier einen gedeckten Tisch vor und in schwierigen Lebenslagen den Zugang zu Beratungsangeboten. Am Nachmittag kehren in den Raum hinter dem Altar in der Augustinerkirche Kinder und Jugendliche ein für Hausaufgabenhilfe, Freizeitangebote und soziale Gruppenarbeit.

„Eine große Heimeligkeit zeichnet Liora aus“, sagt Simone Lamperti von der Kreisdiakoniestelle Gotha. Damit der Ort als Begegnungsstätte weiterbestehen kann, werden Spenden benötigt. 70.000 Euro kostet der Erhalt im Jahr. „Unsere laufenden Kosten steigen kontinuierlich“, sagt Andrea Schwalbe, geschäftsführender Vorstand des Gothaer Diakoniewerks, und führt dabei Preissteigerungen für Lebensmittel und Nebenkosten an. Die Organisatoren von Liora seien deshalb auf die Unterstützung der Bürger, seien es Geldspenden, ehrenamtliches Engagement oder Sachspenden, angewiesen.

Die Einnahmen aus dem Verkauf der Suppe, die der Bodelschwingh-Hof bereitstellt, gehen zur Hälfte an Liora. 25 Prozent erhält der Kirchenkreis und weitere 25 Prozent gehen in einen großen Topf, aus dem das Gothaer Diakoniewerk noch einmal Unterstützung für die Begegnungsstätte beantragen kann. Unter anderem wird damit eine halbe Stelle für einen Mitarbeiter finanziert, der sich am Nachmittag mit den Kindern beschäftigt. Dass diese Arbeit Sinn hat, sieht Simone Lamperti an denen, die Liora einst besucht und nun hinter sich gelassen haben: „Diese Menschen haben ihr Leben anders im Griff.“

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