Schutz wirkungslos: Ohrdrufer Wölfin hat bereits 33 Mal gerissen

Ohrdruf  Der Weidetierschutz, den das Umweltministerium empfohlen hat, scheint bei der Ohrdrufer Wölfin wirkungslos. Die Stromzäune hat sie überwunden und insgesamt 33 Mal gerissen.

Lange galt die Ohrdrufer Wölfin als einzige Vertreterin ihrer Art mit festem Revier. Inzwischen führen aber mehr Wölfe zu mehr Rissen von Schafen und höheren Ausgaben für ihren Schutz. Symbolfoto: Nabu Thüringen

Lange galt die Ohrdrufer Wölfin als einzige Vertreterin ihrer Art mit festem Revier. Inzwischen führen aber mehr Wölfe zu mehr Rissen von Schafen und höheren Ausgaben für ihren Schutz. Symbolfoto: Nabu Thüringen

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Der vom Umweltministerium empfohlene Weidetierschutz gegen die Wölfin von Ohrdruf ist wirkungslos. 1,20 Meter hohe Stromzäune, die alle Bedingungen für „optimalen Herdenschutz“ erfüllen, wurden zwischen 8. Juli und 12. September 15mal von ihr überwunden. Genproben, vom Senckenberg-Institut untersucht, belegen dies eindeutig. Das ergab eine Abfrage unserer Zeitung beim Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN).

Die Gesamtzahl der genetisch belegten Risse durch GW267f liegt aktuell bei 33 seit ihrem Auftauchen 2015. Im laufenden Jahr wurden ihr bisher 23 Risse zugeordnet. 14 weitere Risse zwischen Mitte September und Mitte Oktober sind noch nicht abschließend ausgewertet.

Als problematisch gelten Wölfe, so dass man sie „entnehmen“ dürfte, wenn sie optimalen Herdenschutz mindestens dreimal überwinden. Das TLUBN teilte unserer Zeitung mit, die Wölfin habe zwar 15mal ausreichend hohe Stromzäune überwunden, optimaler Herdenschutz sei den Schäfern jedoch nur in vier Fällen attestiert worden. Beim Eintreffen des Rissgutachters sei die Position der Zäune meist schon verändert gewesen. Das führt dann zur Einstufung „kein optimaler Herdenschutz“.

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