Vetter statt fett

Wieland Fischer über die Besonderheiten eine Ortsbezeichnung und ihre Schreibweise.

Wieland Fischer

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Foto: Peter Riecke

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Zwischen fetter und Vetter liegen Welten. In Crawinkel sind es Berge, ein Berg. Genauer gesagt: Dort heißt eine Straße Am Vetterberg.

Aber wer denkt denn schon bei einer Straßenbezeichnung an den Cousin? Zumal die Bezeichnung Vetter für entferntere männliche Verwandte längst nicht mehr so geläufig ist wie ehedem bei unseren Vorfahren.

Als bei einem Dorftermin im Ohrdrufer Ortsteil Crawinkel vom Vetterberg die Rede war, lag es nahe, dass es sich nur um eine Steigerung von „fett“ handeln müsse. Stutzig machte hingegen die Präposition „Am“. Mehrere Nachfragen, diese würde doch nicht so richtig zu fetter passen, führten jedoch am Ende nicht zum richtigen Ergebnis.

Denn für Bürgermeister Stefan Schambach als Einheimischen war klar, dass es sich hier nur um den „Vetterberg“ handelt. Und zwischen V und F gibt es auch keine hörbaren phonetischen Unterschiede. Also blieb es bei „Fetter Berger“. Naheliegend war das insofern, als Berge in der Regel sehr massiv sind.

Doch zum Glück haben wir ortskundige Leser, die aus auf Fehler aufmerksam machen. Von nun an wissen wir, dass der Vetterberg in Crawinkel nicht von fett abgeleitet ist.

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