Zu viel des Guten

Im Advent sollen in Gotha dicht beieinander zwei Schlittschuhbahnen installiert werden. Braucht es das?

Eine Lokalkolumne von Wieland Fischer.

Eine Lokalkolumne von Wieland Fischer.

Foto: Peter Riecke

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Heute begebe ich mich aufs Glatteis. Zwar hat es im Flachland vergangene Nacht wohl noch nicht gefroren, doch es geht um Schlitterbahnen.

Eine solche zeichnet sich in Gotha auf dem Neumarkt ab. Zwischen den Buden und Tannen steht eine ebenerdige Holzkonstruktion. Wo sonst Karussells oder Autoscooter beim Weihnachtsmarkt standen, soll eine Eisbahn aus Kunststoffplatten entstehen – ähnlich der Fläche, auf der die Eishockey-Profis der Eisbären Berlin trainieren. Das soll sogar besser als auf echtem Eis funktionieren, verspricht Marktausrichter Maik Hinkel.

Damit nicht genug. Auch auf dem ersten Weihnachtsmarkt im Hof von Schloss Friedenstein werde es eine Fläche für Kufenflitzer geben, kündigten die Marktmacher um Andreas Wild an. Diese werde selbst bei Temperaturen bis zu 15 Grad plus funktionieren. Beides solle zur Attraktivität der Goth’schen Weihnachtsmärkte beitragen und für Zulauf sorgen.

Nur: Braucht es auf einem Weihnachtsmarkt eine Eisbahn? Wer Schlittschuhlaufen will, kann nach Waltershausen ins Gleisdreieck gehen. Eisbahnen auf Gothas Adventsmärkten sind zu viel des Guten und stellen unnötige Konkurrenz dar.

Mein Vorschlag fürs nächste Jahr, wenn die Bauarbeiten am Hauptmarkt abgeschlossen sind: Den Schlossberg mit Matten als Rodel- oder Abfahrtshang auslegen. Den gibt‘s sonst nirgendwo.

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