Zum 200. Jubiläum soll Brüheimer Gotteshaus erstrahlen

Brüheim  Die Fassaden an der Nord- und Südseite der Sankt-Viti-Kirche sind fertiggestellt. Der dritte Bauabschnitt hat begonnen.

Die Fassade an der Südseite sowie das Dach wurden im vergangenen Jahr fertiggestellt. Der vierte und letzte Bauabschnitt betrifft den Kirchturm. Viele Brüheimer haben gespendet oder mitgeholfen beim Reinigen der Kirche, beim Fensterputzen oder bei der Einhausung der Orgel.

Die Fassade an der Südseite sowie das Dach wurden im vergangenen Jahr fertiggestellt. Der vierte und letzte Bauabschnitt betrifft den Kirchturm. Viele Brüheimer haben gespendet oder mitgeholfen beim Reinigen der Kirche, beim Fensterputzen oder bei der Einhausung der Orgel.

Foto: Conny Möller

Mit dem dritten Bauabschnitt wurde jetzt an der Sankt-Viti-Kirche in Brüheim begonnen. Damit ist die Sanierung an dem Kirchenbau aber noch lange nicht beendet. Im Gegenteil: Sollte das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege dieser weiter positiv gegenüberstehen, so wie die vergangenen Jahre, soll auch 2020 an dem Gotteshaus gewerkelt werden, doch dann zum vorerst letzten Mal. Schließlich wollen die Brüheimer Bürger im Jahre 2021 ihr 200-jähriges Kirchenjubiläum begehen.

An der Westseite des Gotteshauses steht derzeit ein Gerüst. Bauarbeiter klopfen hier behutsam den alten Putz von der Fassade ab. Der Zahn der Zeit hatte an den Sandsteinen genagt, deshalb müssen die Fugen neu verputzt werden. Aber nicht nur das, auch die Statik soll an dieser Kirchenseite überprüft werden, so wie an der Nord- und Südseite, erklärt Dietrich Reiche, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates. Für den nunmehr dritten Bauabschnitt sind 75.000 Euro vorgesehen. „Wir haben wieder Unterstützung durch die Denkmalpflege erhalten, aber auch aus der Brüheimer Bevölkerung viele Spenden bekommen“, sagt Dietrich Reiche. Ohne diese Spenden, dazu zählen auch finanzielle Mittel von der politischen Gemeinde und der Kirchgemeinde, könnten die Sanierungsarbeiten nicht fortgesetzt werden.

Verpresste Stahlstäbe sollen für Stabilität sorgen

Natürlich wurden auch an der Westseite des Gotteshauses enorme Schäden festgestellt. Aus diesem Grund sollen durch Mitarbeiter der Firma Denkmalplan Gesellschaft für Bauwerksanierung mbH aus dem thüringischen Körner Bohrlöcher gesetzt werden. Dabei frisst sich das Bohrwerk fast 3,50 Meter durch das Mauerwerk. Die entstandenen Löcher werden mit einem Gewebeschlauch und einem Stahlstab versehen und mit Verpressmörtel verfüllt. Dadurch kann eine gewisse Stabilität erzielt werden.

Rings um das Gotteshaus haben die Bauwerker dieses System bereits angewendet. „Unsere Kirche soll schließlich noch lange halten“, sagt der Gemeindekirchenratsvorsitzende. Im Gotteshaus selbst ist die Kirchenorgel immer noch mit einem schützenden Vlies umhüllt. „Das wird auch noch eine Weile so bleiben“, sagt Dietrich Reiche. Während der Gottesdienste wird aber, wenn die Orgel bespielt wird, das schützende Vlies abgenommen. Der Kirchenmann erklärt, dass die Schutzhülle eine Erfindung von den Brüheimern selbst ist. „Wir haben uns das so ausgedacht und es funktioniert sehr gut.“ Durch die Bauarbeiten, die natürlich auch enormen Feinstaub ins Kircheninnere bringen, konnte somit die empfindliche Orgel bisher geschützt werden.

Der Gemeindekirchenrat steckt bereits in den Vorbereitungen zum 200-jährigen Kirchenjubiläum, welches 2021 begangen werden soll. Mit diesem Jubiläum soll vor allem an die Erweiterung des Gotteshaus gedacht werden, denn 1821 sei damals laut Aussage von Dietrich Reiche das Kirchenschiff erweitert worden. Deshalb sind die Kirchenmitglieder auch bestrebt, dass ihre Sankt-Viti-Kirche im Jubiläumsjahr wieder in neuem Glanz erstrahlt. Bevor es aber soweit ist, soll im nächsten Jahr noch der Turm in Ordnung gebracht werden. Die Arbeiten betreffen auch hier die Fassade und den Putz.

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