Doppel-U reimt im Nahen Osten

Der Jenaer Christian Weirich rappt als Doppel-U 200 Jahre alte Klassiker-Texte von Goethe und Schiller. Am heutigen Mittwochabend erzählt er bei "Thüringen exklusiv" im MDR-Fernsehen von seinen Konzert-Reisen, die ihn zuletzt in den Nahen Osten führten.

Doppel-U bei mega-ROCK im Juni 2010. Foto: Marco Kneise

Doppel-U bei mega-ROCK im Juni 2010. Foto: Marco Kneise

Foto: zgt

Du kommst gerade aus Jordanien und Libanon zurück, was hast du dort gemacht?

In Amman gab ich mit den bekannten einheimischen Rappern Arab MC's und Amer ein Konzert vor über 800 Leuten. Die Menge hatte Spaß und ging so richtig gut mit.

Wie ist die Szene dort?

Die Enwicklung hängt zwar im Vergleich zu uns einige Jahre hinterher, aber Hip-Hop ist bei den jungen Leute beliebt. Gerade im Libanon hört man den politischen Rappern zu, weil sie Dinge offen ansprechen und den Staat kritisieren.

Reimst du bei den Auslandskonzerten auch auf Deutsch?

Ja, wobei ich oft den Eindruck habe, das die Zuhörer meine Nachrichten auch so verstehen.

Gibt es Parallelen zwischen dir und den dortigen Rappern?

Ich sehe mich als Botschafter für Respekt, Toleranz und Spaß am Wissen. Die Kollegen, die ich traf, treten für Meinungsfreiheit und Werte ein, mit denen ich mich auch identifiziere.

Im Ausland unterstützt dich das Goethe-Institut. Läuft es in Thüringen auch so gut?

Bis auf die Sparkassen-Kulturstiftung fand ich bisher leider kaum Förderer. Da besteht noch Nachholbedarf.

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