Katharina König hat Post aus Dresden bekommen

Staatsanwaltschaft Dresden leitet ein Vorermittlungsverfahren gegen Katharina König wegen Landfriedensbruch ein, hat bisher offenbar aber noch keine belastbaren Hinweise

Katharina König bei der Razzia

Katharina König bei der Razzia

Foto: zgt

Jena. Die Post kam am Sonnabend Mittag. Post an Katharina König, die Tochter von Stadtjugendpfarrer Lothar König, vom Amtsgericht Dresden. Die Behörde hatte bekanntlich einen richterlichen Beschluss zur Durchsuchung der Wohnung ihres Vaters angeordnet, die am Mittwoch ab 6 Uhr der Dresdner Staatsschutz vollstreckte. Nunmehr setzte sie Katharina König in Kenntnis, dass auch gegen sie im Rahmen eines sogenannten Vorermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch, begangen am 19. Februar 2011 in Dresden, ermittelt wird. Aus dem Schriftsatz geht hervor, dass der Beschluss der Staatsanwaltschaft dazu am selben Tage, da die Dresdner Beamten in Jena zu Gange waren, ausgestellt wurde. Die Begründung für das Verfahren sei so ähnlich wie die gegen Lothar König, erklärte Katharina König, auch hier spiele der Lautsprecherwagen der Jungen Gemeinde Stadtmitte, der am Mittwoch beschlagnahmt worden war, eine Rolle. Ein konkreter Vorwurf gegen sie werde jedoch nicht erhoben. Sie hat sich kundig gemacht: Nach den Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren, Anlage E Nr. 6.2, gelte: "Ziel (eines solchen Verfahrens-d.V.) ist allein die Klärung, ob ein Anfangsverdacht besteht." Vorermittlungsverfahren bedeute, dass geprüft wird, ob überhaupt ein hinreichender Verdacht besteht und ob in rechtlicher Hinsicht überhaupt eine verfolgbare Straftat vorliegen kann. "Das heißt auch in meinem Fall: Man hat bisher nichts, was sich in strafrechtlichem Sinne verwerten ließ, möchte nun aber sehen, ob sich doch etwas finden könnte", erklärte Katharina König. Der Staatsanwaltschaft Dresden sei eine solche Prüfung selbstverständlich unbenommen. Allerdings werde damit der Eindruck erweckt, "missliebige und kritische Personen mit Verfahren einzuschüchtern und somit weiterhin antifaschistischen Protest zu kriminalisieren". Politisch heikel sei ein Verfahren gegen sie in der Tat, denn gegebenenfalls sei ihre Immunität als Abgeordnete aufzuheben. "Wir rechnen jetzt jederzeit damit", sagte sie, "dass wieder Besuch aus Dresden kommt."

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