Ohne Mut und Tempo: FC Carl Zeiss Jena unterliegt Braunschweig 0:2

Jena  3. Liga: Der FC Carl Zeiss Jena verliert am Dienstagabend gegen Spitzenreiter Braunschweig mit 0:2 und rutscht damit ans Tabellenende.

Nick Proschwitz #33 (Eintracht Braunschweig) im Zweikampf mit Marius Groesch #15 (FC Carl Zeiss Jena)

Nick Proschwitz #33 (Eintracht Braunschweig) im Zweikampf mit Marius Groesch #15 (FC Carl Zeiss Jena)

Foto: Sascha Fromm

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In der Halbzeitpause wurden die Rasensprenger eingeschaltet, um das Spielfeld zu pflegen. Aber die erste kalte Dusche gab es für den FC Carl Zeiss schon vorher. Nach 29 Minuten nämlich erzielte Eintracht Braunschweig die verdiente Führung, von der sich die Jenaer Kicker nicht mehr erholten und mit dem 0:2 (0:1) gegen den Drittliga-Spitzenreiter auch im dritten Auftritt dieser Saison ohne Punkte blieben. Weil Großaspach zur gleichen Zeit mit dem 3:0 in Würzburg den ersten Sieg holte, rutschten die Thüringer als einzige noch punktlose Mannschaft nun sogar ans Tabellenende.

FCC-Trainer Lukas Kwasniok stellte im zweiten Heimspiel der Saison gleich auf drei Positionen um. Während Kapitän Rene Eckardt seine Zerrung des Hüftbeugers überwunden hat und nach seinem ersten Saisontor für die Jenaer beim 1:2-Auftakt gegen Ingolstadt diesmal wieder spielte, durften auch Marius Grösch und Kilian Pagliuca von Beginn an ran.

Aber nur die erste Viertelstunde agierten die Gastgeber so, als könnten sie die Niedersachsen ernsthaft in Gefahr bringen. Ein 25-Meter-Freistoß von Nico Hammann allerdings landete sicher in den Armen von Braunschweigs Torhüter Jasmin Fejzic (12.). Das war es dann vorerst mit dem Jenaer Offengeist.

Dagegen sorgte bei den Gästen der Ex-Jenaer Marcel Bär immer wieder für Unruhe. Erst versuchte er es aus spitzem Winkel (18.), dann gab Daniele Gabriele den Ball im Mittelfeld preis, so dass Bär zumindest schon einmal das Außennetz traf (21.).

Unter diesen Umständen war der Gegentreffer nur eine Frage der Zeit. Braunschweigs Kapitän Benjamin Kessel zog mit einem straffen Schuss zum 1:0 ab und hatte tatsächlich Glück (29.), weil Jannis Kübler mit der Schuhspitze die Kugel noch abfälschte. Als Gabriele drei Minuten später den Ball zurück zu Torhüter Jo Coppens schob, statt mutig auf den Ausgleich zu drängen, war auch die Geduld vieler Anhänger unter den 7114 Zuschauern am Ende. Jene Aktion nämlich quittierten sie mit einem Pfeifkonzert. Die Überlegenheit der Eintracht in der ersten Hälfte ließ sich auch in der Statistik beim Eckenverhältnis (7:1) ablesen.

Weil Jena nicht nur der Mut in der Offensive fehlte, sondern zudem das Tempo, kam Braunschweig auch dank eines schnellen Umschaltspiels zu weiteren Chancen und hätte beim Pfostenknaller (42.) fast den zweiten Treffer erzielt. Auch in der zweiten Hälfte mussten die Jenaer das Glück ziemlich oft in Anspruch nehmen. Als zum Beispiel Braunschweigs Marc Pfitzner nur seinen Fuß hinhalten musste, bewahrte der linke Pfosten die Thüringer zunächst vor dem zweiten Gegentor (56.). Zwei Eckbälle vermittelten wenig später doch noch so etwas wie Offensivbemühungen, aber Braunschweig hielt den Ball routiniert vom eigenen Tor fern.

Immerhin fasste sich Nico Hammann ein Herz, als er aus 24 Metern abzog (74.) und so etwas eine Torchance produzierte. Aber der Ball landete nur am Torgestänge. Aber das war nur das berühmte Strohfeuer. Der gerade erst eingewechselte Orhan Ademir machte alle Jenaer Träume von einem Punktgewinn mit dem 0:2 (81.) zunichte und sorgte dafür, dass die ersten Zuschauer enttäuscht die Arena verließen.

OTZ-Zeugnis

  • Coppens 3,0
  • Kircher 4,0
  • Grösch 4,0
  • Sarr 4,0
  • Kübler 4,0
  • Käuper 4,5
  • Hammann 4,0
  • Eckardt 4,0
  • Pagliuca 4,5
  • Gabriele 4,5
  • M. Skenderovic 4,5
  • Donkor (ab 38.) 4,0
  • Schau (ab 44.) 4,5
  • Günther Schmidt (ab 78.) ---

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