Geflügelpest: Veterinäramt Nordhausen richtet Hotline ein

Nordhausen  Landratsamt Nordhausen weist ausdrücklich darauf hin, dass in der gesamten Region eine Stallpflicht für Geflügel besteht.

Das Landratsamt in Nordhausen weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass in der gesamten Region eine Stallpflicht für Geflügel besteht. Unser Foto zeigt ein Sperrschild zwischen Werther und Wipperdorf.

Das Landratsamt in Nordhausen weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass in der gesamten Region eine Stallpflicht für Geflügel besteht. Unser Foto zeigt ein Sperrschild zwischen Werther und Wipperdorf.

Foto: Marco Kneise

Nicht nur im drei Kilometer großen Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet (zehn Kilometer), sondern im gesamten Landkreis Nordhausen gilt jetzt nach dem Ausbruch der Geflügelpest in Wipperdorf die Stallpflicht für alle Bestände mit gehaltenen Vögeln. Darauf weist noch einmal das Landratsamt ausdrücklich hin.

Geflügelhalter, die über keinen geschlossenen Stall verfügen, müssen wenigstens für eine Vorrichtung sorgen, „die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss“. Der Kontakt zwischen dem Geflügel und Wildvögeln sollte unbedingt verhindert werden. Die Züchter müssen Futter und Tränken so aufstellen, dass Wildvögel keinen Zugang haben. Sie sollten nur Personen in den Bestand lassen, die diesen unbedingt aufsuchen müssen.

Das Veterinäramt empfiehlt zudem, dass die Geflügelhalter eine Schutzkleidung tragen und vor Betreten des Stalls stets Hände sowie Schuhe desinfizieren sollten. Das sei angebracht: Denn die Geflügelpest ist eine hochansteckende Viruskrankheit. Und der Mensch kann durch nicht gereinigte Kleidung oder Hände das Virus verbreiten.

Hobbyzüchter, die bisher ihrer Meldepflicht noch nicht nachgekommen sind, müssen die Haltung von Geflügel unverzüglich beim Fachbereich Veterinärwesen anzeigen, fordert das Landratsamt.
Wer an einer Stelle mehrere tote Wildvögel findet, kann dies dem Veterinäramt melden. Die Kreisverwaltung hat unter der Nummer 03631 / 911 9116 eine Hotline eingerichtet.