Strom ist nicht gleich Strom

Wie selbstverständlich das ist: Stecker rein, schon wird der Akku aufgeladen. Und mit einem Klick am Schalter geht das Licht an. Strom ist die unsichtbare Basis unseres Wohlstands.

In Nordhausen steigen ab Januar 2020 die Strompreise.

In Nordhausen steigen ab Januar 2020 die Strompreise.

Foto: Sascha Willms

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Welches Unternehmen einem die unsichtbare Energie liefert, kann seit 1998 jeder selbst entscheiden. Denn seit der Marktliberalisierung stehen die Anbieter in Deutschland untereinander in Wettbewerb. Die Energieversorgung Nordhausen (EVN) mag noch Platzhirsch sein in der Rolandstadt – Monopolist ist das Unternehmen nicht.

Wenn es nun an der Preisschraube dreht, riskiert es, Kunden an günstigere Anbieter zu verlieren. Der Mechanismus garantiert, dass kein Stromanbieter in seinen Forderungen überzieht, maßlos agiert zugunsten der eigenen Bilanz.

Klar, die EVN ist ein Wirtschaftsunternehmen und kein gemeinnütziger Verein. Auch dieses Unternehmen strebt nach Gewinn. Das spielt in der Preiskalkulation ebenso eine Rolle wie die Kosten für den Stromeinkauf und die Höhe von Steuern und Umlagen.

Doch kann man sich im Falle der EVN sicher sein, dass das Gros der Gewinne hier bleibt, schließlich sind die Nordhäuser Stadtwerke Mehrheitsgesellschafter. Beide kommunale Unternehmen wären gut beraten, konkrete Zahlen auf den Tisch zu legen – nur so wird jedem bewusst, weshalb es doch nicht nur eine Preisentscheidung sein sollte, von wem man Strom bezieht.

Nicht zuletzt lohnt der Blick auf den Strommix: Der EVN-Strom ist mit einem Ökostromanteil von 55 Prozent schon heute ein Drittel grüner als im Bundesschnitt.

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