Zweiter Justus-Jonas-Preis für gleich zwei Preisträger

Nordhausen.  Der Südharzer Kirchenkreis vergab am Montagabend in Nordhausen zu Beginn des neuen Kirchenjahres zum zweiten Mal den Justus-Jonas-Preis.

In der Nordhäuser Jugendkirche wurde am Montagabend der Justus-Jonas-Preis vergeben. Die Laudatorin Margit Klodt überreichte einen der Preise an die Organisatoren des Bielener Familienkirchen-Projekts.

In der Nordhäuser Jugendkirche wurde am Montagabend der Justus-Jonas-Preis vergeben. Die Laudatorin Margit Klodt überreichte einen der Preise an die Organisatoren des Bielener Familienkirchen-Projekts.

Foto: Peter Cott / TA

Der zweite Justus-Jonas-Preis geht auch gleich an zwei Preisträger: an den singenden 1. FC Südharz, wie Viola Kremzow ihren Frauen-Chor scherzhaft nennt, und an die Familienkirche in Bielen. Am Montagabend würdigte der Südharzer Kirchenkreis damit die Organisatoren des Musikensembles, das Frauen aus allen vier Kirchkreisregionen vereint. Er vernetze so bis dahin völlig fremde Frauen aus unterschiedlichen Orten. Geehrt wurde zudem das seit 2018 bestehende Bielener Projekt, das Familien mit Kindern bis sechs Jahren christlichen Glauben altersgerecht und erlebnisbetont vermittelt. Hier sei jeder beteiligt, keiner nur Zuschauer, hieß es in der Laudatio.

Mit diesem Höhepunkt im Programm beging der Kirchenkreis an einem besinnlichen Abend den Beginn des neuen Kirchenjahres und lud zum Neujahrsempfang. Superintendent Andreas Schwarze nutzte diese Andacht in der Jugendkirche, um noch einmal den besinnlichen Charakter des Advents zu unterstreichen.

Gerichtet ist der Justus-Jonas-Preis an alle Gemeinden des Kirchenkreises. Vergeben wird die mit 1500 Euro dotierte Würdigung anstelle des über 15 Jahre ausgelobten Ökumenepreises. Diese neue Form war voriges Jahr erstmals verliehen worden, damals weckten die Bestrebungen um die Pilgerkirche in Elende die Gunst der Jury. Die Würdigung ehrt Ideen und Initiativen, die in besonderer Weise unter den Überschriften Freundschaft und Weitergabe des Evangeliums aus christlicher Motivation in die Welt hineinwirken, erläuterte Andreas Schwarze. Man ehre also Initiativen, die die Zukunft und Gegenwart gestalten.

Einen historischen Denkanstoß für den Abend setzte dagegen Gisela Hartmann. Die Bündnisgrüne und langjährige Park-Hohenrode-Förderin sprach unter dem Titel „Staunen – Danken – Weitergehen“ von ihrer persönlichen Sicht auf den Wendeherbst, in dem Mitstreiter und sie in der Jugendkirche oft für einen gewaltlosen Verlauf der friedlichen Revolution gebetet hatten. Und von hier seien schließlich auch die ersten Nordhäuser Widerständler geschlossen gestartet, um gegen die DDR aufzubegehren.

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