Ein Haus in Lichterketten eingewickelt

Walschleben.  Das Weihnachtshaus in Walschleben ist kein Geheimtipp mehr. An die 7000 Besucher hat Mario Leicht 2018 gezählt. Am 30.11. wird angeleuchtet.

Nicht nur Mario Leicht ist schon voll im Weihnachtsfieber. Hier zeigt er ein Gesteck, das seine Frau Petra gebastelt hat. Es wird das Tor des Hauses schmücken.

Nicht nur Mario Leicht ist schon voll im Weihnachtsfieber. Hier zeigt er ein Gesteck, das seine Frau Petra gebastelt hat. Es wird das Tor des Hauses schmücken.

Foto: Annett Kletzke

Für Mario Leicht fängt schon im Oktober der Weihnachtszauber an. „Dann werde ich immer mächtig nervös und meine Frau sagt, du bist nicht mehr zu gebrauchen“, erzählt der Walschlebener. Tatsächlich ist er seit gut vier Wochen dabei, sein Haus in der Bahnhofstraße 6 in das „Walschlebener Weihnachtshaus“ zu verwandeln. Zum Weihnachtsmarkt der Gemeinde am 30. November startet für ihn die Saison mit dem bereits traditionellen Anleuchten. 145.000 Lichtpunkte und damit noch einmal 15.000 mehr als im vorigen Jahr sollen für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen.

Drei Tage auf dem Dach

Eine 400 Meter lange Lichterkette hat er bereits quer über die Straße gespannt. Aufwendig war es auch, die insgesamt vier Kilometer langen Lichterketten und die ein Kilometer langen Lichterschläuche am Haus zu befestigen. „Drei Tage bin ich auf dem Dach herumgekraxelt“, sagt Leicht und erzählt, dass ihm in diesem Jahr ein zehnköpfiger Helfertrupp zur Seite stand. „Das hat mir drei bis vier Tage Arbeit eingespart, sonst wäre es zeitlich wirklich eng geworden.“ Auch wenn schon ein Großteil der Dekoration angebracht ist, hat der 54-Jährige noch voll zu tun. So müsse noch eine Hecke mit Geschenken geschmückt, die Fenster zu Kalendertürchen umgestaltet, die sechs Meter lange Gartenbahn aufgestellt, ein großer Stern an das Eingangstor montiert werden, und und und. Mario Leicht hat alles im Blick und ist selbst voller Vorfreude.

„Ohne Spaß würde ich das nicht tun. Andere sammeln Briefmarken. Ich beschäftige mich mit Weihnachtsdeko“, erklärt er seine Motivation, die ihn nun schon das 12. Jahr beflügelt. Sein Sohn hatte damals den Stein ins Rollen gebracht. Für ihn hatte der gelernte Elektriker, der heute sein Geld mit der Baufinanzierung verdient, eine Lichterkette installiert. Seitdem kam jedes Jahr etwas mehr hinzu. Mittlerweile nimmt er sich sogar im Sommer zwei Wochen Zeit, um Gestelle zu löten, spezielle Vorrichtungen zu bauen oder um im Internet Ausschau nach neuen Überraschungen zu halten. Aufblasbare Schneekugeln zum Beispiel sollen dieses Jahr für Begeisterung sorgen.

An die 200 Besucher pro Tag

Gespannt ist der Walschlebener, wie viele Gäste in diesem Jahr sein Weihnachtshaus ansteuern werden. Allein 2018 waren es an die 7000 Besucher. „An den Wochenenden steppt hier der Bär, doch auch in der Woche haben wir pro Tag an die 200 Gäste gezählt. Das ist schon verrückt“, sagt er. Die Besucher kommen dabei zum Großteil aus der Umgebung, aber auch aus Hamburg, München oder Hildesheim hat Mario Leicht schon Gäste begrüßen können.

Das beliebte Suchspiel für Kinder wird es dieses Jahr natürlich wieder geben. Mit kleinen Preisen und 40 Teddybären hat sich Mario Leicht schon eingedeckt. Während die Kinder auf Entdeckungsreise gehen, können die Eltern die Lichterpracht bei einem Glas Glühwein genießen. Jeden Abend werden er und seine Frau Petra Leicht zum Verweilen einladen. Auch für eine Stärkung mit Bratwürsten, Brätel oder Rippchen wird gesorgt werden. Waffeln mit fünf verschiedenen Soßen ist für kleine Naschkatzen ein neues Angebot.

Straßensperrung für mehr Entspannung

Neu ist in diesem Jahr auch eine Straßensperrung. So soll in der Adventszeit immer freitags, samstags und sonntags die Bahnhofstraße für den Verkehr gesperrt werden. „Ich warte eigentlich jeden Tag auf die Genehmigung“, sagt er und ist froh, dass sich Besucher dann unbesorgt dem Lichterzauber hingeben können.

Einen Höhepunkt kündigt Mario Leicht für den 3. Advent an. Dann werden „Die Lindenkehlchen“ Weihnachtslieder singen und er in ein Weihnachtsmannkostüm schlüpfen. Obwohl es zur Premiere im vergangenen Jahr geregnet hat, kamen an die 500 Leute.

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