Zwei Prachtexemplare stimmen auf Weihnachten ein

Sömmerda.  Alles andere als rupfig: Sömmerda hat seit Montag zwei prächtige Weihnachtsbäume, die gefallen.

Am Montag schwebte gegen 10 Uhr eine stattliche Blaufichte an den angestammten Platz vor dem Sömmerdaer Rathaus.

Am Montag schwebte gegen 10 Uhr eine stattliche Blaufichte an den angestammten Platz vor dem Sömmerdaer Rathaus.

Foto: Ina Renke

Den besten Zuschauerplatz hatte am Montagmorgen wohl Antonia Germanus hinter den Fenstern des Immobilien-Büros im Haus Schwan – warm und trocken mit Blick auf die Szenerie vor dem Rathaus. Bei Schmuddelwetter stellte das bewährte Team von Tannen-Wulf, städtischem Betriebshof und Umweltdienst den Weihnachtsbaum auf. „Ein schöner Baum, er gefällt mir“, anerkannte die Büro-Mitarbeiterin wie später so mancher Passant.

Zwei Bäume vom Gartenberg

Kurz nach halb acht hatten die Männer auf dem Sömmerdaer Gartenberg die gut zwölf Meter hohe Blaufichte im Vorgarten von Familie Finger-Linsenbarth abgesägt und danach in den Container des Umweltdienstes gehievt. Die folgenden Arbeiten gingen Hand in Hand. Den Baum per Autokran aus dem Container an seinen Platz heben, war für Umweltdienstler Timo Schmidt kein Problem. „Seit 15 Jahren bin ich beim Baumaufstellen dabei. Der diesjährige ist mit gut 2,5 Tonnen ein schwerer Brocken“, meinte er mit Blick auf die stattliche Blaufichte. Sie habe in den letzten Wochen noch mal gut Wasser gezogen, wusste Baum-Experte Bastian Wulf. Sein Mitarbeiter Mirek Figura, Perfektionist an der Kettensäge, brachte den Stammdurchmesser auf die passende Größe für die 1,5 Meter tiefe Bodenhülse vor dem Rathaus.

Mit Keilen im Boden fest verankert, stand der Baum punkt 10 Uhr. Zeit für die Männer, Wärme in Form eines Kaffees zu tanken. Da führte der dienstliche Weg Baumspender René Finger in die Stadtverwaltung. Als Weihnachtsbaum erfülle die Fichte einen guten Zweck. Mit den Töchtern Alma und Marla werde er den Baum im Lichterglanz noch einmal anschauen.

Station Nummer zwei war für das Weihnachtsbaum-Team nochmals der Gartenberg, wo es eine rund zehn Meter hohe Nordmanntanne für den Böblinger Platz zu fällen galt. Auch bei diesem Tannenbaum ging alles fix, so dass bereits eine Stunde später der gut gewachsene Baum den Platz im Stadtteil Neue Zeit zierte.

Vorauswahl bereits letztes Jahr

Dass die zwei Bäume auf dem Markt und dem Böblinger Platz rechtzeitig zum Advent im Lichterglanz erstrahlen, dafür sorgt die Firma Beleuchtungs- und Elektroanlagen Schümann aus Sömmerda, die die Lichter anbringt. Mitarbeiter des Unternehmens haben bereits die Weihnachtsbeleuchtung am Rathaus platziert. Bereits im vergangenen Jahr haben die Mitarbeiterinnen der Abteilung Gewerbe des Rechts- und Ordnungsamtes die Bäume aus mehreren Angeboten ausgewählt. Eine erste Vorauswahl treffen sie anhand der mit den Angeboten mitgeschickten Fotos. Neben dem Aussehen des Baumes ist unter anderem der Standort ein weiteres Auswahl-Kriterium. Steht der Baum beispielsweise in einem Vorgarten, kommt man zum Abtransport leichter an ihn heran, heißt es in einer Information der Stadtverwaltung zum Prozedere. In Kürze wird die Beleuchtung an den Bäumen angebracht.

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