„Der Cranach-Altar“ erscheint im April in Knabes Tourist Verlag

Weimar  Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde gibt das Sachbuch von Elisabeth Asshoff zur Landesausstellung heraus     

Der Altar prägt auch den Einband. Foto: Tourist Verlag

Der Altar prägt auch den Einband. Foto: Tourist Verlag

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Knapp zwei Monate nach der Übernahme durch den Weimarer Verleger Steffen Knabe bringt der Tourist-Verlag Weimar seinen Erstling auf den Markt. „Der Weimarer Cranach-Altar. Ein ernestinisches Bekenntnis zur Reformation“ soll es heißen.

Das Büchlein lehnt sich an seinen Vorgänger aus dem Cranach-Jahr an. Sein Inhalt stammt wieder um aus der Feder von Elisabeth Asshoff. Die frühere Latein- und Oberstufen-Lehrerin beschreibt und interpretiert die Bilderfülle des Altars. Die Bibelszenen stehen für Luthers Grundgedanken der Reformation. Ein Schwerpunkt dabei: die Symbolik der Pflanzen.

Die langjährige Schulleiterin eines Gymnasiums übernahm nach ihrer Pensionierung im Jahr 2009 zunächst Lehraufträge im Fach Latein an den Universitäten Trier und Erfurt. Mehr und mehr wurden ihr in den vergangenen sechs Jahren aber der Weimarer Cranach-Altar und seine Botschaft zum Lebensschwerpunkt. Sie arbeitete auch an der im Jahr 2014 vorgenommenen Rekonstruktion der Predelleninschrift mit.

Herausgeber des Büchleins ist die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Weimar, um die sich die Autorin damit ehrenamtlich verdient macht. Erscheinen soll das Werk begleitend zur Thüringer Landesausstellung 2016 „Die Ernestiner. Eine Dynastie prägt Europa“, die vom 24. April bis zum Goethegeburtstag im Stadtschloss und im Neuen Museum zu sehen sein wird.

„Der Cranach-Altar“ wird ein Sachbuch mit touristischem Hintergrund, das durchaus Nachfolger erhalten könnte. Übersetzungen sind denkbar und Fortsetzungen, die dann stärker auf das Umfeld und auf die Kirche selbst beziehen.

Unterscheiden wird sich das Taschenbuch von seinem Vorgänger nicht nur inhaltlich. Auch das Format und die Anmutung sind neu. Statt mit Hartcover erscheint das Büchlein in fadengehefteter Klappen-Broschur. Der Einband ist aufklappbar und gibt innen den Blick auf dreiflügelige Altarbild frei. Für eine hochwertige Wirkung wurde Werkdrückpapier ausgewählt, ähnlich jenem, das Knabes Kinder- und Jugendbücher auszeichnet. Die Altar-Bilder sind überarbeitet und zum Teil durch neue von Frank Schönfeld ergänzt worden.

Neben dem Kirchenladen soll „Der Cranach-Altar“ in Knabes Verlagsbuchhandlung, aber auch im deutschlandweiten Vertrieb des Verlages zum Taschenbuchpreis von 7,95 Euro zu erhalten sein. Die Auflage wurde deshalb um ein Viertel erhöht.

Mit dem Tourist Verlag hatte Steffen Knabe zu Jahresbeginn einen Markennamen erworben, der zuletzt auf Ansichtskarten spezialisiert war, obwohl er bei seiner Gründung zu DDR-Zeiten als Monopolist für Reise- und Touristik-Literatur galt. Schneller als er erwarten konnte, setzt Steffen Knabe nun seinen vielsagenden Satz vom Februar in die Realität um: „Es muss ja nicht bei Ansichtskarten bleiben.“

Zuletzt hatte der Weimarer die Leipziger Buchmesse genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen. Er traf sich in Leipzig mit Autoren, Lesern und mit Kollegen. Nicht zuletzt informierte er sich an Ständen anderer Verlage über Trends und Moden.