Rücktrittsforderungen gegen Thüringer Feuerwehrchef abgelehnt

Erfurt.  Der Landesvorsitzende des Thüringer Feuerwehrverbands, Lars Oschmann, bleibt im Amt. Rücktrittsforderungen waren laut geworden, weil Oschmann sein Amt im Wahlkampf instrumentalisiert haben soll.

Bei der Thüringer Feuerwehr rumort es. Nach einem bösen Brief an Innenminister Georg Maier steht der Chef des Thüringer Feuerwehrverbands, Lars Oschmann, selbst in der Kritik. Jetzt wurde ihm der Rücken gestärkt.

Bei der Thüringer Feuerwehr rumort es. Nach einem bösen Brief an Innenminister Georg Maier steht der Chef des Thüringer Feuerwehrverbands, Lars Oschmann, selbst in der Kritik. Jetzt wurde ihm der Rücken gestärkt.

Foto: Sascha Fromm (Archivfoto)

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Der Streit im Thüringer Feuerwehrverband ist vorerst beigelegt. Rücktrittsforderungen gegen den Vorsitzenden Lars Oschmann haben die Vertreter der Kreisfeuerwehrverbände am Donnerstagabend mehrheitlich abgelehnt.

33 Vertreter aus 21 Kreis- und Stadtfeuerwehrverbänden hatten an der Sitzung teilgenommen. Vor allem der Kreisfeuerwehrverband Gotha wollte die Absetzung des Vorsitzenden. Dessen Vorsitzender Klaus Steffen nahm allerdings an der Krisensitzung nicht teil, er schickte einen Vertreter.

Auslöser für die Kritik war ein fünfseitiger Brief, den Oschmann vor der Landtagswahl an Innenminister Georg Maier (SPD) versendet hatte und der an der Basis als „Generalabrechnung“ mit dem Minister empfunden wurde. Oschmann musste sich seither den Vorwurf gefallen lassen, sein Amt im Feuerwehrverband politisch zu instrumentalisieren.

Für unglückliches Vorgehen entschuldigt

Der Vorsitzende, er kandidierte für die CDU zur Landtagswahl, bestritt dies stets. In der Sitzung soll er sich nach Informationen dieser Zeitung, die mehrere Teilnehmer auf Anfrage bestätigten, für sein unglückliches Vorgehen entschuldigt haben. In der offiziellen Verbandsmitteilung heißt es dazu lediglich: „Potential sieht das Gremium in der Verbesserung der zeitnahen Kommunikation des Vorstandes.“Für Nachfragen waren Verbandsvertreter am Freitag nicht erreichbar.

Nach Informationen dieser Zeitung haben mehrere Teilnehmer eine neue Satzung gefordert. Darin soll unter anderem deutlich gemacht werden, dass ab vier Wochen vor Wahlen keine Auftritt von Feuerwehrleuten mit Politikern mehr möglich sein sollen.

Ebenfalls sollen sich Teilnehmer dafür ausgesprochen haben, wieder Regionalrepräsentanten für den Feuerwehrverband einzuführen. Seit es die nicht mehr gibt, wird der Verband als zu „Erfurt-zentriert“ wahrgenommen. Bis zu einer Klausurtagung im Januar soll ein Entwurf vorliegen. Im April 2020 wählt der Verband seinen Vorstand neu. Lars Oschmann kandidiert dabei nicht wieder als Präsident, was er schon vor einem Jahr öffentlich machte.

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