Corona-Liveblog: Neuer Corona-Ausbruch in Pflegeheim - Landkreis Greiz fordert Geld für mehr Tests

Im Landkreis Sonneberg kam es in einem Pflegeheim erneut zu einem Corona-Ausbruch. - Der Landkreis Greiz will seine Corona-Tests ausweiten und fordert Geld vom Land.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Foto: Jens Büttner / dpa

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29. Mai

18.50 Uhr: Corona-Teststrecke auf Geraer Hofwiesenparkplatz wird abgebaut

Die Corona-Teststrecke auf dem Geraer Hofwiesenparkplatz wird am Pfingstwochenende zurückgebaut. Das teilte die Stadtverwaltung am späten Freitagnachmittag in einem Schreiben mit. Der Versorgungsauftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen sei aber weiterhin sichergestellt, wird betont.

18.30 Uhr: Weiterer Coronafall im Saale-Orla-Kreis

Einen minimalen Anstieg der Corona-Fallzahlen meldet der Saale-Orla-Kreis vor dem Pfingstwochenende. Nach zwei bestätigten Neuinfektionen am Mittwoch erreichte das Gesundheitsamt am Freitag die Information über einen dritten Positivbefund der Woche, der das Team um Amtsarzt Torsten Bossert aber nur auf dem Papier beschäftigt.

Denn positiv getestet worden sei eine Frau, die in einer medizinischen Einrichtung jenseits der Kreisgrenzen angestellt ist und sich offenbar dort ansteckte. Sie sei zwar im Orlatal gemeldet, Kontaktpersonen wurden jedoch im Saale-Orla-Kreis nicht ermittelt.

15.40 Uhr: Neuer Corona-Ausbruch in Pflegeheim im Landkreis Sonneberg

Im Landkreis Sonneberg ist es innerhalb eines Tages zu 19 Corona-Neuinfektionen gekommen. Die Zahl der Infizierten stieg bis Freitag (0.00 Uhr) auf 244, wie das Landratsamt mitteilte. Grund sei ein Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim im nördlichen Teil des Landkreises. Hier haben sich den Angaben zufolge 15 hochbetagte Bewohner eines Trakts und mehrere Pflegekräfte angesteckt.

14.10 Uhr: Landkreis Greiz will Corona-Tests ausweiten und fordert Geld vom Land

Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) hat das Land aufgefordert, den Weg für die Ausweitung von Corona-Tests freizumachen und entsprechende Kosten zu übernehmen. Damit das Infektionsgeschehen nicht neu aufflamme, sei es dringend nötig, auch Kontaktpersonen von Infizierten zu testen, wenn sie noch keine Symptome zeigten, sagte Schweinsburg am Freitag. Das habe ihr Landkreis - bisher einer der Corona-Schwerpunkte bundesweit - diese Woche starten wollen, doch weigerten sich das Land und die Krankenkassen, die Kosten für die Tests zu tragen, kritisierte sie.

13.51 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Ilm-Kreis

Mit Stand vom 29. Mai sind dem Gesundheitsamt 136 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion im Ilm-Kreis bekannt. 124 davon gelten als genesen, vier sind verstorben. Acht bestätigte Fälle und deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden ein bestätigter Fall und ein Verdachtsfall isoliert behandelt. Eine intensivmedizinische Behandlung ist nicht notwendig. Das Ergebnis des Abstriches beim Verdachtsfall steht noch aus.

12.48 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Kyffhäuserkreis

Momentan gibt es nur eine an Corona erkrankte Person im Kyffhäuserkreis. Die Zahl der bisher Infizierten liegt laut Angaben der Kreisverwaltung unverändert bei 45 Personen. Dementsprechend gelten 44 Menschen als genesen. Sieben Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. An Covid-19 ist im Landkreis niemand gestorben. Aktuell befindet sich kein Patient in stationärer Behandlung.

12.47 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Eichsfeld

In den vergangenen 24 Stunden gab es laut Kreisverwaltung im Landkreis Eichsfeld keine bestätigten neuen Covid-19-Fälle. Die Zahl der aktuell noch Infizierten liege bei 25 Personen. Kella sei derzeit mit neun infizierten Personen besonders betroffen, Heiligenstadt habe fünf Fälle.

12.46 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Landkreis Gotha

Im Landkreis Gotha sind keine neuen positiv getesteten Personen (analog RKI) dazu gekommen. So beträgt die Gesamtzahl weiterhin 300 Personen. Davon sind 34 Personen erkrankt, fünf weniger als Donnerstag. Vier Personen werden noch stationär in den Kliniken des Landkreises behandelt. Inzwischen genesen sind 236 (+ 5). 30 Personen sind an Covid-19 verstorben.

11.45 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit gegen Ramelows Lockerungspläne

Die große Mehrheit der Bundesbürger lehnt einer Umfrage zufolge die Corona-Lockerungspläne des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) ab. Im ZDF-Politbarometer vom Freitag sprachen sich 72 Prozent dagegen aus. Ein Viertel der Befragten unterstützt den Vorstoß. Ramelow hatte sich in den vergangenen Tagen für eine neue Strategie ausgesprochen, wonach es keine vom Land einheitlich verordneten Corona-Beschränkungen mehr geben sollte.

11.43 Uhr: Drei weitere Bewohner in Altenburger Pflegeheim mit Coronavirus infiziert

Im Pflegeheim Magdalenenstift in Altenburg sind drei Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden, das teilt das Landratsamt in Altenburg mit. Damit steigt die Zahl der infizierten Personen in diesem Pflegeheim auf fünf. Das Gesundheitsamt des Kreises hat unter anderem veranlasst, die betroffenen Bewohner in einem separaten Wohnbereich - die momentan nicht genutzten Räume der Tagespflege dienen als Quarantäne-Quartiere - zu isolieren. Mit den drei jeweils über 80-jährigen Senioren zogen auch zwei Mitarbeiter in Quarantäne. Sie sind laut Landratsamt mit der nötigen Schutzausrüstung ausgestattet. "Sie bleiben wie die positiv getesteten Pflegeheim-Bewohner nun für zwei Wochen in der Isolation, das heißt sie verlassen den Bereich nicht und übernachten auch dort", verdeutlicht Sprecher Jörg Reuter.

10.51 Uhr: Ab 15. Juni mindestens acht Stunden Betreuung in Kitas und Grundschulen

In Thüringen werden weitere Corona-Lockerungen in Kitas und Schulen vorbereitet. Ab 15. Juni soll sowohl in Kindertageseinrichtungen als auch in Grundschulen nach Informationen unserer Zeitung ein tägliches Betreuungsangebot für alle Kinder im Umfang von mindestens acht Stunden vorgehalten werden. Damit wird es kein Wechselmodell mehr geben. Auch Regelungen beziehungsweise Empfehlungen zur Raumgröße für Kitas werde es dann nicht mehr geben, hieß es. An der festen Gruppenzuordnung soll aber aus Gründen der Kontaktreduzierung vorerst festgehalten werden. Darüber hinaus ist geplant, Assistenzkräfte als Fachpersonal zuzulassen.

10.33 Uhr: Landkreis Nordhausen seit 14 Tagen ohne Neuinfektion

Der Landkreis Nordhausen hat seit 14 Tagen keinen neuen Corona-Infektionsfall mehr verzeichnet. Das ist die längste Zeitspanne seit Ausbruch der Corona-Pandemie. „Für unsere Region ist das ein sehr gutes Signal“, unterstreicht Landrat Matthias Jendricke (SPD). Nächste Woche werde man daher im Pandemie-Krisenstab besprechen, die aktuelle Stabsstruktur zurückzufahren. Momentan ist ein sechsköpfiges Team 24 Stunden rund um die Uhr erreichbar, das nun personell wie zeitlich reduziert werden soll.

10.17 Uhr: Lehrerverband und GEW über Tests für Risikogruppen: "Lehrer sind keine Versuchskaninchen"

Die von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ins Spiel gebrachten Corona-Tests als Voraussetzungen für einen künftigen Regelbetrieb in Schulen und Kindergärten werden skeptisch beäugt. "Es läuft gerade darauf hinaus, dass man den Lehrern sagt: Habt euch nicht so, ihr könnt euch ja testen lassen", meint der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes (TLV), Rolf Busch. Die Verkäuferin müsse ja auch arbeiten, werde gerne als Argument bemüht. "Aber die hat wenigstens eine Plexiglasscheibe und ist nicht über mehrere Stunden in einem Raum mit 25 Kindern ohne Abstandsgebot", so Busch.

8.53 Uhr: Eltern in Thüringen berichten über Erfahrungen mit Homeschooling

Für die meisten Eltern und Lehrer ist es Neuland: Corona-bedingt bleiben viele Schüler zuhause, Unterricht findet im Wohn- oder Kinderzimmer statt. Laut einer Studie der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) sitzen bis zu 85 Prozent der Heranwachsenden länger vor Computer-Bildschirmen. Auch Online-Lernplattformen werden deutlich häufiger genutzt als sonst. "Die Betreuung des Lernalltags zu Hause kann für alle Beteiligten nervenaufreibend sein", sagt Psychologin Franziska Klemm. Mails der Lehrer an ihre Schüler mit immer neuen Lerninhalten für Mathe, Bio oder Deutsch würden nicht von allen problemlos bewältigt. Wie kommen Eltern und Lehrer mit der unfreiwilligen Rolle zurecht? Wir haben nachgefragt.

8.26 Uhr: Ramelow bei Lanz: Keine Polizei mehr, die an Haustür klopft

Bei "Markus Lanz" bekam der Thüringer Ministerpräsident Donnerstagabend die nötige Zeit, zu erklären, warum genau er die Corona-Maßnahmen lockern will: Krisenstäbe, die in seinem Land beim Innenministerium angesiedelt sind, sollen aufgelöst, dafür die Gesundheitsämter gestärkt werden. "Ich will einfach nicht mehr, dass die Polizei an die Haustür klopft, um zu überprüfen, wer zu Besuch ist oder wie viele."

8.10 Uhr: Eisenacher Gastwirte sind unzufrieden mit ihrem Versicherungsschutz

Mehrere Gastronomen in der Wartburgstadt haben sich gegen die Betriebsschließung versichern lassen. Doch die angebotene Entschädigungshöhe deckt nicht mal annähernd die Ausgaben. Die betrage zu Teil nur 15 Prozent des Rohertrags für 30 Schließungstage. Es herrscht Verärgerung bei den Gstronomen. Viele Versicherer wehren Ansprüche auch ab, weil in den betreffenden Gaststätten kein Mitarbeiter eine Infektionskrankheit hatte, die zu einer Betriebsschließung zwang. Zudem wird mit dem Hinweis auf die Möglichkeit des Außer-Haus-Verkaufes eine umfängliche Entschädigung verwehrt.

28. Mai

21.10 Uhr: Ramelow zum Umgang mit Corona: Angst ist kein guter Ratgeber

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will beim Umgang mit der Corona-Pandemie keine Ängste schüren. "Jetzt vor einer zweiten Welle zu warnen, die dann gar nicht kommt – das fände ich schwierig", sagte der Linken-Politiker dem "Spiegel". "Und dann zu sagen: Es könnte sein, dass die dritte kommt, während die Hälfte der Landkreise null Infektionen hat – das würde mir doch niemand mehr glauben." Was jetzt passiere, mache etwas mit der Gesellschaft. "Und da müssen wir alle aufpassen, dass wir nicht permanent mit dem Faktor Angst arbeiten, weil Angst kein guter Ratgeber ist", sagte Ramelow.

Er wundere sich, "wie es mancher Verschwörungsunsinn bis in den eigenen Freundeskreis schafft". Eine Erklärung sei, dass es nie zuvor solche Beschränkungen gegeben habe. "Die Zumutung, diesen Lockdown aushalten zu müssen, ist riesengroß." Ihn mache es aber fassungslos, bei manchen Demonstrationen den Davidstern zu sehen. "Diesen Antisemitismus, der da gezeigt wird, finde ich abstoßend." Vor dem Protest etwa von Beschäftigten der Reisebüros oder der Reisebusunternehmen habe er dagegen höchsten Respekt.

20.10 Uhr: Trotz Corona-Fall keine Einschränkung in Dialysezentrum in Mühlhausen

Eine Routineuntersuchung in einer Dialysepraxis in Mühlhausen ermittelte eine Patientin als mit Covid-19 infiziert. Die Frau war zuvor in einem Krankenhaus stationär behandelt worden. Die Frau, bei der ein Test positiv und ein anderer negativ ausfiel, sei ohne Symptome einer Infektion gewesen. Jene Mitarbeiter, die direkten Kontakt zur Patientin hatten, seien in Quarantäne; alle Mitarbeiter der Praxis werden getestet. Laut Michael Scholl, angestellter Arzt im Medizinischen Versorgungszentrum Nephro-Care Mühlhausen gehe der Betrieb aber normal weiter.

18.50 Uhr: Entscheidung zu milliardenschwerem Corona-Paket am 5. Juni

Der Landtag will am 5. Juni über das milliardenschwere Thüringer Corona-Hilfspaket für Wirtschaft, Bürger und Kommunen entscheiden. Dafür sei eine Sondersitzung einberufen worden, teilte die Landtagsverwaltung am Donnerstag in Erfurt mit. Vor einer Verabschiedung des Hilfspakets, das mit einer Reihe gesetzlicher Regelungen verbunden ist, müssen die Abgeordneten noch einige Detailfragen klären, sagten Mitglieder des Haushaltsausschusses. Das Gremium wolle sich deshalb am 4. Juni nochmals für letzte Entscheidungen treffen.

Das Finanzpaket hat ein Volumen von etwa 1,2 Milliarden Euro und wird aus Geldern des Bundes und des Landes finanziert. An Detailregelungen, beispielsweise nach welchen Regeln 185 Millionen Euro Soforthilfe für notleidende Kommunen verteilt werden, würde derzeit noch gefeilt, sagte die SPD-Abgeordnete Diana Lehmann auf Anfrage. SPD-Fraktionschef Matthias Hey plädierte dafür, dabei nicht nur die Städte und Gemeinden mit ihren Gewerbesteuerausfällen, sondern auch die Landkreise zu bedenken. Seine Fraktion setze sich auch für gesonderte Hilfen für Kur- und Erholungsorte ein, sagte Hey.

18.30 Uhr: Keine Neuinfektionen im Landkreis Greiz

Am Donnerstag gab es seitens des Landratsamtes Greiz keine Meldung bezüglich neuer Infektionsfälle. Somit liegt die Zahl der im Landkreis Greiz auf das Corona-Virus positiv getesteten Personen weiterhin bei 619.

17.20 Uhr: Jena ist Coronafrei

In Jena gibt es seit heute keine dem Gesundheitsamt bekannten Corona-Fälle mehr. Darüber informierten heute Stabsleiter Benjamin Koppe und Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche. Die letzte Person, die an COVID-19 erkrankt war, konnte nach einem negativen Test heute aus der Quarantäne entlassen werden. In Jena wurden seit dem 14. März 159 Corona-Fälle gemeldet. Drei Menschen sind gestorben und 156 wieder genesen. Die bislang letzte Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus wurde am 12. Mai gemeldet.

16.50 Uhr: Thüringer Oberbürgermeister gegen Sonderweg bei Lockerungen

Die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte in Thüringen haben den Freistaat vor einem Sonderweg bei weitergehenden Lockerungen gewarnt. Vor allem bei den Kontaktbeschränkungen könne nicht auf eine klare Festlegung verzichtet werden, hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung der Stadtoberhäupter von Gera, Jena, Weimar, Eisenach, Erfurt und Suhl.

16 Uhr: Verdi: Anspruch auf Notbetreuung muss erhalten bleiben

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat das Ende der Notbetreuung von Kindern kritisiert, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Laut Thüringer Corona-Verordnung müssen alle Kindertagesstätten bis Mitte Juni auf eingeschränkten Regelbetrieb umstellen; damit endet das Angebot von Notbetreuung. Dadurch bekämen Beschäftigte etwa im Gesundheits- und Sozialwesen Probleme, monierte Gewerkschaftssekretär Philipp Motzke am Donnerstag. Denn viele Tagesstätten würden die Betreuungszeit reduzieren oder die Kinder nur im Zwei-Wochen-Rhythmus betreuen.

"Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen versuchen nun, die Betreuung für ihre Kinder irgendwie zu organisieren. Bisher war dies kein Problem", erklärte Motzke. "Das Fachpersonal in den Bereichen wird benötigt, auch gerade jetzt, wo die Krankenhäuser wieder in den Regelbetrieb übergehen. Es droht eine Versorgungslücke." Betroffen seien auch Alleinerziehende. Verdi forderte, die Verordnung zu ändern und weiterhin einen Anspruch auf Notbetreuung zu gewährleisten.

15.30 Uhr: Schülerin an Suhler Grundschule positiv getestet

In einer Suhler Grundschule ist ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut dem MDR habe das Gesundheitsamt bereits alle Kontaktpersonen identifiziert. Darunter seien 17 Kinder, zwei Erzieherinnen und eine Lehrerin. Sie sollen noch am Donnerstag getestet werden, hieß es vom MDR. Wo sich das Mädchen angesteckt hat, sei noch unklar.

15.20 Uhr: Sechs Neuinfektionen im Landkreis Gotha

Innerhalb von 24 Stunden ist die Gesamtzahl der bislang positiv getesteten Personen analog des Robert-Koch-Institutes um weitere sechs Personen auf 300 Personen im Landkreis Gotha angestiegen. Davon erkrankt sind 39 Personen an Covid-19, das sind drei Menschen weniger als am Mittwoch. 9 Personen (- 2) werden stationär behandelt. Genesen sind 231 Personen (+ 9), verstorben sind 30 Personen.

15 Uhr: Noch ein aktiver Coronafall im Kyffhäuserkreis

Die Gesamtzahl der seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie infizierten Menschen liegt im Kyffhäuserkreis nach Informationen des Landratsamtes weiter stabil bei 45. Als gesund gelten weiter 44 Menschen, womit es im Landkreis nur noch eine an Covid-19 erkrankte Person gibt. Lediglich 5 Kontaktpersonen befinden sich noch in häuslicher Quarantäne. Stationär behandelt werden muss derzeit kein Erkrankter und auch einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es bisher im Landkreis nicht.

14.35 Uhr: Knapp ein Drittel der Thüringer gehört zur Corona-Risikogruppe

Etwa jeder dritte Thüringer gehört zur Corona-Risikogruppe. Das geht aus der ersten Sonderveröffentlichung des Statistischen Landesamtes zur Corona-Pandemie hervor. Bei der Zahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie ist Thüringen das Land mit dem höchsten Anteil in Ostdeutschland.

14.31 Uhr: Geringer Anstieg der Neuinfektionen in Thüringen

Die Corona-Infektionen in Thüringen steigen weiterhin nur gering an. So wurden innerhalb von 24 Stunden 31 neue Fälle verzeichnet, wie die Staatskanzlei am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 2941 Menschen im Freistaat mit dem Virus infiziert. Schätzungen zufolge gelten inzwischen 2550 Thüringer als genesen.

Derzeit müssen nach wie vor 90 Erkrankte auf Intensivstationen behandelt werden. In 13 Landkreisen und kreisfreien Städten gab es in den letzten 24 Stunden keine Neuinfektionen.

14.18 Uhr: Corona-Lage im Altenburger Land

Im Altenburger Land sind aktuell 70 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. 51 davon sind wieder genesen. Derzeit werden fünf Menschen stationär behandelt, niemand liegt auf der Intensivstation. Seit Ausbruch der Pandemie starben drei Menschen aus dem Landkreis an Covid-19, teilt das Landratsamt Altenburger Land mit.

13.44 Uhr: Corona-Krise sorgt für Umsatz-Einbruch im Gastgewerbe

Die Corona-Krise hat das Thüringer Gastgewerbe innerhalb weniger Tage wirtschaftlich abstürzen lassen. Im März sank der Umsatz in Hotels und Pensionen sowie Restaurants und Kneipen real um 51,5 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Der Rückgang fiel dramatisch aus, obwohl die Einschränkungen in der Gastronomie erst in der zweiten Märzhälfte zum Tragen kamen, sagte der Präsident des Landesamtes, Holger Poppenhäger. Der Einbruch im April werde damit noch deutlicher erwartet. Das Landesamt legte erstmals eine Datenauswertung zur Corona-Krise vor, der weitere folgen sollen.

Insgesamt verbuchte Thüringens Gastgewerbe, das Arbeitgeber für einige zehntausend Menschen ist, im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von 16,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Davon waren Hoteliers noch stärker betroffen als Gastronomen.

13.40 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Eichsfeld

In den vergangenen 24 Stunden gab es im Landkreis Eichsfeld eine Neuinfektion. Aktuell sind 25 Eichsfelder erkrankt. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemieausbruch steigt auf 153. Zwei Patienten werden stationär behandelt.

13.19 Uhr: DB fährt im Nahverkehr wieder 100 Prozent - Mehr Hygienemaßnahmen

Ab dem Pfingstwochenende fährt die Deutsche Bahn ihr Angebot im Nahverkehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wieder auf das volle Angebot hoch. Die S-Bahn Mitteldeutschland und der RE 18 (Halle - Jena) kehren ab 1. Juni zum Normalfahrplan zurück, wie die Bahn am Donnerstag in Leipzig mitteilte. Auf den übrigen Linien in Sachsen-Anhalt gilt den Angaben zufolge ab dem 30. Mai der reguläre Fahrplan, in Thüringen ab dem 2. Juni.

13.15 Uhr: Landwirtschaftsmesse „Grüne Tage Thüringen“ abgesagt

Die Landwirtschaftsmesse „Grüne Tage Thüringen“ wird wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant vom 18. bis 20. September 2020 stattfinden. Wie die Messe Erfurt mitteilte, konzentrieren sich die Organisatoren bereits jetzt auf den Termin vom 23. bis 25. September 2022. Alle zwei Jahre präsentiert sich die Agrarbranche und lockt Tausende Fachbesucher und Endverbraucher an. Auf 46.000 Quadratmetern haben sich bei der letzten Veranstaltung über 300 Aussteller präsentiert.

13.03 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Ilm-Kreis

Mit Stand vom 28. Mai sind dem Gesundheitsamt 135 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion im Ilm-Kreis bekannt. 123 davon gelten als genesen, vier sind verstorben. Somit befinden sich acht bestätigte Fälle und deren Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken wird ein bestätigter Fall isoliert behandelt. Eine intensivmedizinische Behandlung ist nicht notwendig.

12.37 Uhr: Geistliche danken Diakonie-Mitarbeitern für Einsatz

Die Leitenden Geistlichen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Landeskirche Anhalts haben Mitarbeitenden der Diakonie Mitteldeutschland für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie gedankt. In einem Brief schreiben der Landesbischof der EKM, Friedrich Kramer, und der anhaltische Kirchenpräsident Joachim Liebig: "Je länger die Krise dauert, umso mehr wachsen der große Respekt vor dem, was Ihnen zugemutet wird und was Sie leisten. Dankbar wendet sich unser Blick zu Ihnen in den diakonischen Einrichtungen und Werken in den Kirchen Mitteldeutschlands, zu allen, die haupt- oder ehrenamtlich mitarbeiten. Sie erfüllen gerade in diesen Tagen und Wochen, was der Kirche Jesu Christ so am Herzen liegen muss - die tätige Nächstenliebe."

12.10 Uhr: Neue "Tagesthemen"-Reihe: Wie hat Thüringer Dorf die Corona-Krise durchlebt?

Die "Tagesthemen" zeigen künftig mehr Reportagen aus den einzelnen Regionen Deutschlands. Am Freitagabend (29. Mai) startet die Rubrik "Tagesthemen mittendrin". "Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga wird über ein Dorf in Thüringen berichten. Bollstedt habe 1000 Einwohner, dafür aber allein neun Vereine. "Die haben da schon alle Preise abgeräumt, weil der Zusammenhalt exemplarisch steht für das Funktionieren einer Gesellschaft", sagt Miosga der Deutschen Presse-Agentur. "Natürlich hat das Virus nun auch hier alles gesprengt, und jetzt interessiert uns, wie die Bollstedter ihr Lebensmodell reparieren."

10.48 Uhr: Zahl der Corona-Fälle steigt auf 619 im Kreis Greiz

Der Landkreis Greiz verzeichnet aktuell 619 Coronafälle (Stand 27. Mai, 16 Uhr). Das waren vier mehr als am Tag zuvor.

10.42 Uhr: Thüringer Kommunalpolitiker wenden sich gegen geplante Lockerungen

Kommunalpolitiker aus der fränkisch-südthüringischen Region haben sich in einem offenen Brief gegen die Corona-Lockerungspläne der Thüringer Landesregierung gewandt. Eine komplette Aufhebung der Corona-Beschränkungen sei in einem Grenzgebiet wie diesem fatal, hieß es in dem am Donnerstag verbreiteten Schreiben an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

10.16 Uhr: Lockerung der Corona-Regeln - Der aktuelle Stand in den Bundesländern

Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden. Hier der aktuelle Stand (Donnerstag) der Lockerungen in den Ländern bei einigen ausgewählten Lebensbereichen.

10.01 Uhr: Ab Mitte Juni wieder Regelbetrieb in Eisenachs Kitas

Hunderte Eltern stellt die Corona-Krise vor neue Herausforderungen in der Kinderbetreuung. Doch jetzt ist Land in Sicht. Ab 15. Juni soll es in allen 20 Kindertagesstätten in der Stadt Eisenach wieder einen Regelbetrieb geben. Das gaben Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) und Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister (SPD) nach einem Gespräch mit allen freien Kita-Trägern am Mittwochabend bekannt.

9.50 Uhr: Jenaer Unternehmen verbucht Plus in Corona-Krise

Die Wirtschaft leidet unter der Corona-Krise. Doch dem Jenaer Unternehmen Constancy ist es gelungen, in den vergangenen Wochen den Umsatz deutlich zu steigern. Zudem will die Firma durch Digitalisierung den Thüringer Einzelhändlern helfen und damit durch Onlinehandel den Handel vor Ort stärken.

09.33 Uhr: Schule im Landkreis Gotha zeigt, wie sie das Lernen mit digitaler Technik ermöglicht

Euphorisch ließe sich sagen, dass man am Beispiel der Regelschule in Warza durchbuchstabieren kann, wie frühzeitige Orientierung auf digitales Lernen in der Corona-Krise ihre Nagelprobe bestehen kann. Aber Schulleiter Peter Lange sagt das so nicht, er will kein selbstgefälliger Besserwisser sein. Und als eine der wenigen Pilotschulen in Thüringen, mit Fördergeld ausgestattet, würde jeder Vergleich hinken. Zumal er weiß, mit welchen Stolpersteinen der Weg gepflastert sein kann, sie sind ihn hier nur eher gegangen, als viele andere. Hier gibt es einen Einblick in den digitalen Schulalltag an der Nessetalschule.

8.45 Uhr: Berliner Senat berät Corona-Lockerungen - Regelungen wie in Thüringen abgelehnt

Der Berliner Senat berät am Donnerstag auf einer Sondersitzung über weitere Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Geplant ist unter anderem, die Versammlungsfreiheit wieder in ihrer ursprünglichen Form zu gewährleisten und die Obergrenze von derzeit 100 Teilnehmern bei Demonstrationen zu streichen. Das soll voraussichtlich ab 4. Juni greifen, wobei weiterhin Abstandsgebote gelten sollen.

Regierungschef Michael Müller (SPD) und andere Senatoren hatten in den vergangenen Tagen deutlich gemacht, dass sie bei Lockerungen weiterhin auf bedachtsames, schrittweises Vorgehen setzen, das von der Entwicklung der Infektionszahlen abhängig sei. Weitgehende Lockerungsstrategien wie in Thüringen, das in Zukunft auf dezentrale statt landesweite Regelungen setzen will, lehnen sie ab.

8.43 Uhr: Erste Daten zu Auswirkungen der Corona-Krise in Thüringen

Thüringens Statistiker haben Daten und Zahlen zusammengetragen, die Auskunft über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Thüringer Wirtschaft geben. Sie werden am Donnerstag, 10.30 Uhr, vom Präsidenten des Statistischen Landesamtes, Holger Poppenhäger, in Erfurt vorgelegt. Sie geben erstmals einen Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage und nicht nur zu Teilbereichen.

8.40 Uhr: Landeselternsprecher: Situation für Eltern bleibt angespannt

Der Landeselternsprecher Roul Rommeiß rechnet mit längerfristigen Einschränkungen im Schulbetrieb und hat weitere Vorbereitungen dafür gefordert. "Wir sollten die Zeit jetzt nutzen, um mehr Konzepte zu erarbeiten und bestehende Konzepte weiterzuentwickeln, damit der besondere Schulbetrieb organisiert werde kann", sagte Rommeiß der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse damit rechnen, dass die Organisation des Schulbetriebes für eine längere Zeit schwierig werde. Bei den Eltern sei die Situation angespannt, sagte Rommeiß. "Das wird auch so lange so bleiben bis wir wieder einen normalen Schulbetrieb haben."

7.54 Uhr: TFV-Vorstand hält an Beschluss zur Saisonfortsetzung fest

Die Fußball-Saison in Thüringen wird sowohl bei den Männern als auch im Nachwuchs weitergeführt. Das ist das Ergebnis einer Vorstandssitzung des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) am Mittwochabend.

7.40 Uhr: Leere Wartezimmer: Ärzte in Thüringen wegen Corona in Kurzarbeit

Mit Beginn der Corona-Krise haben sich in Thüringen die Arztpraxen spürbar geleert: "Den genauen Umfang können wir allerdings nicht beziffern", sagt ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KV). Ab Mitte März hätten immer mehr Patienten aus Angst vor einer Infektion im Wartezimmer auf den Arztbesuch verzichtet. Doch die Zahl persönlicher Arzt-Patienten-Kontakte habe auch wegen der Sonderregelung zur Krankschreibung per Telefon und - sobald die Finanzierung dafür geregelt war - durch mehr Videokonsultationen abgenommen. Noch bis Mitte März waren Videosprechstunden hinsichtlich Fallzahl und Leistungsmenge begrenzt.

7.23 Uhr: DRK will kollektives Corona-Gedächtnis für Thüringen schaffen

Das Deutsche Rote Kreuz will das kollektive Corona-Gedächtnis für Thüringen aufbauen. Der Landesverband ruft alle Thüringer auf, ihre persönliche Corona-Geschichte aufzuschreiben. Die besten wird eine Jury für ein Buch auswählen.

7.03 Uhr: Studie in Thüringen könnte entscheidende Antworten liefern

Corona gibt unzählige Rätsel auf. Immerhin wissen die Forscher, was sie nicht wissen: Warum reagieren die einen so und die anderen so auf das Virus? Wie hoch ist die Dunkelziffer von Infizierten, die davon nichts mitbekommen? Was leistet die Abwehr des Immunsystems, wer ist immun und wie lange, welche Zellen leisten Sars-CoV-2 Paroli?

Antworten erhoffen sich Thüringer Wissenschaftler von der Studie in Neustadt. Zwei Wochen stand der 1000-Einwohner-Ort Ende März unter Quarantäne. Am Ende waren 49 Infektionen bekannt, zwei Infizierte starben. Es ist nicht die erste Untersuchung zum Virus, aber eine, die entscheidende Fortschritte für das Verstehen der Pandemie bringen könnte.

27. Mai

18.10 Uhr: Zwei größere Erfurter Bäckereien in Insolvenz

Mit wirtschaftlichen Problemen haben derzeit zwei der größeren Bäckerei-Unternehmen in Erfurt zu kämpfen. Während der Familienbetrieb Bäckerei Rüger vor wenigen Tagen in ein Insolvenzverfahren gehen musste, ist nun erneut auch Sternenbäck in Schwierigkeiten. Das sind die Hintergründe.

17.45 Uhr: Kyffhäuserkreis bleibt stabil

Die Gesamtzahl der seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie infizierten Menschen im Kyffhäuserkreise liegt nach Informationen des Landratsamtes seit mehr als einer Woche stabil bei 45. Da im Vergleich zum Dienstag zwei weitere Personen als gesund gelten, stieg die Zahl der Genesenen auf 44, somit gibt es im Landkreis nur noch eine am Covid-19 erkrankte Person. Auch gebe es keine Patienten mehr in stationärer Behandlung. Die Anzahl der Kontaktpersonen in Quarantäne liegt aktuell bei 7. Trotz der sinkenden Zahlen, sei es auch weiterhin wichtig, dem Virus keinen Nährboden zu geben und sich an die vorgegebenen Hygiene- und Abstandsregeln, die Maskenpflicht und die gültigen Kontaktbeschränkungen zu halten, hieß es seitens des Landratsamtes. Dies sollte auch am Pfingst-Wochenende (insbesondere auch dann, wenn jemand in andere Bundesländer verreist) beherzigt werden, damit keine neuen Gefährdungslagen entstehen.

17.15 Uhr: Merkel kritisiert Ramelows Vorpreschen bei Lockerungen

Kanzlerin Merkel und Berlins Oberbürgermeister Müller kritisieren bei einer Zusammenkunft der Ost-Regierungschefs Thüringens Regierungschef Ramelow wegen seiner zunächst geplanten Lockerungen. Die Vorschriften etwa zum Abstandhalten und zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in bestimmten Situationen müssten überall gelten, erklärte die Kanzlerin.

17 Uhr: Freibäder in Jena öffnen - diese Regeln gelten

Die Stadt Jena öffnet pünktlich zum Kindertag ihre beiden Freibäder. Wegen der Corona-Maßnahmen gibt es bei Ticketkauf, Duschen, Toiletten und am Kiosk aber einiges zu beachten.

16.44 Uhr: Sozialministerium widerspricht Rotlicht-Behauptung des AfD-Abgeordneten aus Hirschberg

„Bordelle dürfen öffnen, Kindergärten müssen warten“, diese Meldung verbreitete das Hirschberger AfD-Landtagsmitglied Uwe Thrum am 9. Mai in den sozialen Netzwerken. Die Resonanz im Internet war entsprechend wutschnaubend. Denn schließlich wären das „seltsame Prioritäten bei Rot-Rot-Grün“, wie Thrum selbst feststellte. Doch wie steht es um den Wahrheitsgehalt dieser Information, die auch von anderen AfD-Kreisen im Freistaat verbreitet worden ist? Beispiele, wo Landkreise oder kreisfreie Städte Bordelle noch vor den Kindergärten wieder geöffnet haben sollen, bleibt Thrum allerdings schuldig. Und Ministerpräsident Ramelow widerspricht ihm gleich selbst.

16.30 Uhr: Holter verwirft Pläne zur Verlängerung des Schulhalbjahres

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hat Pläne verworfen, das Schulhalbjahr für die elften Klassen an Gymnasien zu verlängern. "Die Schulen haben nach dem Wiederanlaufen des Präsenzunterrichts sehr klar eingeschätzt, dass der Stoff unterrichtet und auch die Leistungspunkte der 11. Klasse bis zum Schuljahresende gut, wenn auch unter Hochdruck, erreicht werden können", erklärte Holter. Bei einer Umfrage der Schulämter hätten rund drei Viertel der Schulen eine Ausdehnung des Halbjahres abgelehnt. "Das ist ein klares Signal für mich, diesen Plan nicht weiter zu verfolgen", erklärte Holter.

16.15 Uhr: Ohne Mundschutz im Stadtrat: Juristen sehen keinen Verstoß von Muhsal

Ein Auftritt von Wiebke Muhsal im Jenaer Stadtrat sorgte vor wenigen Tagen für Wirbel: Die AfD-Frau nahm ohne einen Mund- und Nasenschutz an der Sitzung teil und führte dabei ein ärztliches Attest an. Offenbar hat sie damit nicht gegen die Hygiene-Regeln des Stadtrates verstoßen. Nach Informationen dieser Redaktion hält der Fachdienst Recht das Tragen eines Mundschutzes für nicht zumutbar, wenn ein ärztliches Attest vorliege.

16.10 Uhr: AfD-Fraktion fordert Regelbetrieb in Schulen und Kitas ab Mitte Juni

Die anvisierte Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen und Kindergärten geht der Thüringer AfD-Fraktion nicht schnell genug. "Spätestens bis Mitte Juni muss es Eltern wieder möglich sein, ihre Kinder in Betreuung zu geben, so dass sie ihrer Arbeit in gewohnter Weise nachgehen können", erklärte der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Denny Jankowski. Gesundheitsvorsorge sei nicht die einzige Fürsorgepflicht der Regierung. Es sei inakzeptabel, Eltern eine Doppelbelastung aufzubürden, erklärte der AfD-Politiker. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte am Dienstag eine Rückkehr in den Regelbetrieb an Schulen und Kindergärten nach den Sommerferien in Aussicht gestellt.

16 Uhr: Drei Neuinfektionen im Ilm-Kreis

Mit Stand vom 27. Mai 2020 sind dem Gesundheitsamt des Ilm-Kreises 133 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt und damit drei mehr als am Vortag. 123 davon gelten als genesen, vier sind verstorben. Somit befinden sich sechs bestätigte Fälle und deren Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken wird ein bestätigter Fall isoliert behandelt. Eine intensivmedizinische Behandlung ist nicht notwendig.

15.45 Uhr: Keine aktiven Corona-Fälle mehr im Weimarer Land

Aktuell ohne einen einzigen an Covid-19 Erkrankten ist der Kreis Weimarer Land mit Stand vom Mittwochnachmittag. War die Zahl der Erkrankten in den vergangenen Wochen relativ stabil geblieben, kam vom Gesundheitsamt nun die frohe Kunde, dass derzeit kein Aktivkranker gemeldet ist.

15.30 Uhr: Neuer Corona-Fall in Erfurt

Am Mittwoch ist die Zahl der Corona-Infektionen in der Landeshauptstadt auf 137 (plus 1) gestiegen. Davon sind 133 genesen, zwei Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

15 Uhr: Drei neue Corona-Fälle im Wartburgkreis

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist im Wartburgkreis von Dienstag auf Mittwoch um drei auf insgesamt 70 seit Beginn der Pandemie gestiegen. In der Stadt Eisenach bleibt die Fallzahl unverändert bei 29. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona liegt unverändert bei drei in der Stadt Eisenach und zwei im Wartburgkreis.

14.40 Uhr: Je eine Neuinfektion im Saale-Holzland- und im Unstrut-Hainich-Kreis

Ein neuer Fall einer Corona-Infektion ist dem Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreises heute gemeldet worden. Im Unstrut-Hainich-Kreis sind derzeit noch drei Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das ist eine Person mehr als am Dienstag. Zwei Patienten werden stationär betreut, ein Infizierter befindet sich zu Hause in Quarantäne. Insgesamt gilt die Quarantäne für fünf Personen.

14.30 Uhr: Eine Neuinfektion im Eichsfeld

Eine Neuinfektionen vermeldet das Gesundheitsamt des Landkreises Eichsfeld am Mittwoch. Derzeit seien somit 24 Eichsfelder mit dem Coronavirus infiziert, 119 gelten als genesen. Momentan werden noch zwei Patienten stationär behandelt. Die Gesamtzahl der Fälle seit Ausbruch der Pandemie liegt nun bei 152. Neun Menschen sind verstorben.

14.06 Uhr: Ramelow morgen Abend bei Markus Lanz im ZDF

Wie die Staatskanzlei twitterte, wird Thüringens Ministerpräsident am Donnerstagabend bei der Talkshow "Markus Lanz" zu Gast sein. Dabei wird er sich wohl auch zum Corona-Vorstoß in Thüringen äußern. "Herausforderungen der Corona-Krise für die Politik" lautet das Thema der Sendung um 23.15 Uhr.

12.58 Uhr: Stipendium für künstlerische Auseinandersetzung mit Corona-Pandemie

Mit einem Sonderstipendienprogramm will die Kulturstiftung Thüringen Kunstschaffende dazu ermutigen, sich in ihren Arbeiten der Corona-Zeit anzunehmen. „Das Stipendium ist offen für unterschiedliche Ideen und Formate und ich freue mich über die Bewerbungen“, teilte Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) dazu am Mittwoch mit.

Insgesamt stehen für das Programm 30 Stipendien in Höhe von jeweils 3000 Euro zur Verfügung. Stipendiaten sollen sich laut Mitteilung in ihrer künstlerischen Arbeit etwa mit den durch die Pandemie veränderten individuellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie deren Bewältigung auseinandersetzen. Freischaffende Künstler mit Hauptwohnsitz in Thüringen können sich ab dem 1. Juni online über die Website der Kulturstiftung bewerben. Bis zum 1. August werde eine Fachjury die Bewerbungen prüfen und anschließend bekanntgegeben, wer die Förderung erhält.

Das Programm heißt „Resilienzen“ und ist benannt nach einem Begriff aus der Psychologie. „Resilienz beschreibt die psychische Fähigkeit von Menschen, in herausfordernden Lebenssituationen und Krisen Widerstandskräfte zu entwickeln, um sie überstehen zu können“, hieß es in der Mitteilung.

12.23 Uhr: Freibäder in Jena vor Saisonstart

Vom kommenden Montag an können sich Freibadfans im Jenaer Südbad abkühlen. Im Ostbad ist das Freibad-Vergnügen voraussichtlich ab dem 15. Juni möglich. All das geschieht wegen der Corona-Pandemie mit besonderen Regeln. Zum Beispiel müssen die Tickets tagesaktuell vorab online gekauft werden. Auch die Duschräume bleiben geschlossen.

12.15 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall im Kreis Gotha

Die Zahl der Verstorbenen an Covid-19 ist im Landkreis Gotha auf nunmehr 30 Personen angestiegen. Laut Robert-Koch-Institut Berlin liegt die Gesamtzahl der bislang positiv getesteten Personen bei 294, das sind zehn Personen mehr als am Dienstag. Davon sind 42 Personen an der Lungenkrankheit erkrankt, zwei Personen mehr als am Vortag. Elf Personen werden stationär behandelt. Inzwischen genesen sind 222 Personen.

12 Uhr: Thüringens Innenminister: Demokratie steht unter Druck

Der Chef der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), hat vor Versuchen von Extremisten gewarnt, die Gesellschaft zu unterwandern. Gerade bei den Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen versuchten Rechtsextremisten „in die Gesellschaft vorzudringen“, sagte Maier am Mittwoch dem TV-Sender Phoenix. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und BKA-Präsident Holger Münch werden zusammen mit Maier, der in Thüringen Innenminister ist, am Mittwoch Zahlen zur Entwicklung der Kriminalität und von politisch motivierten Straftaten im Jahr 2019 vorstellen.

Maier sagte mit Blick auf das vergangene Jahr, dass die Demokratie unter Druck stehe und erinnerte an die Anschläge von Kassel und Halle. „Was gerade stattfindet, ist auch ein Angriff auf unsere Demokratie und der kommt natürlich von rechts, von Rechtsextremisten“, sagte Maier.

11.50 Uhr: Zwei Neuinfektionen im Saale-Orla-Kreis

Am Mittwoch sind zwei Neuinfektionen im Saale-Orla-Kreis gemeldet worden, damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis auf insgesamt 148. Betroffen sind nach Angaben des Landratsamtes zwei Frauen aus dem Oberland. Eine habe sich bei einer Covid-19-Erkrankten im familiären Umfeld angesteckt, der andere Fall hänge mit einer medizinischen Einrichtung in Oberfranken zusammen. Die Corona-Zwischenbilanz des Landrats fällt dennoch positiv aus.

11.13 Uhr: Mehrere Thüringer Kliniken fahren Betrieb wieder sukzessive hoch

Neben der Beibehaltung von Corona-Schutzmaßnahmen und der Bereitstellung mehrerer Zimmer für Corona-Patienten, beginnen einige Kliniken in Thüringen wieder mit dem Regel- oder Akutbetrieb und führen Operationen durch, die pandemiebedingt zunächst verschoben wurden.

Im Apoldaer Robert-Koch-Krankenhaus werden gerade sukzessive OPs nachgeolt und man gehe in den Akutbetrieb zurück, heißt es aus der Klinik. Maßnahmen zur Corona-Prophylaxe bleiben aber unverändert bestehen. Auch das SRH Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda fährt wieder seinen Regelbetrieb auf 70 Prozent hoch, am Besuchsstopp halte man aber auch hier fest. Ähnlich handhabt man es auch in den Kliniken im Südharz. In Nordhausen laufe der OP-Betrieb wieder normal, könne aber jederzeit wieder zurückgefahren werden. Auch in Bleicherode wird der reguläre Alltag wieder hochgefahren.

Krankenhäuser in Thüringen drängen auf regulären Betrieb

9.47 Uhr: Hohe Infektionszahlen: Kreis Greiz und Heinsberg stigmatisiert

Der Kreis Greiz ist durch die hohe Zahl der Corona-Infizierten in die überregionalen Schlagzeilen geraten. Der Burgenlandkreis hatte sogar eine Reisewarnung ausgesprochen. Die Greizer fühlen sich stigmatisiert. Wir sprachen mit Stephan Pusch (CDU). Er ist Landrat im Kreis Heinsberg, der gleich zu Beginn der Corona-Krise überregional im Gespräch war.

7.30 Uhr: Corona-Krise bringt Saale-Orla-Kreis in Finanzprobleme

Der Saale-Orla-Kreis steht wegen Einnahmeausfällen und höheren Ausgaben in Zusammenhang mit der Corona-Krise vor riesigen finanziellen Problemen. In einem halben Jahr könnte dem Landkreis das Geld ausgehen, sagt Landrat Thomas Fügmann (CDU).

6.25 Uhr: Thüringen verlässt den Krisenmodus

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bleibt bei seiner viel kritisierten Linie, die Corona-Beschränkungen perspektivisch weitgehend aufzuheben. Allerdings soll auch in Thüringen weiter dort eine Maskenpflicht gelten, wo sich Menschen wie im öffentlichen Nahverkehr zu nahe kommen. Auch der Mindestabstand von anderthalb Metern soll immer noch gelten.

Man wolle aus dem „Krisenmodus in den Regelmodus übergehen“, sagte Ramelow am Dienstag im Anschluss an eine Kabinettssitzung.

6 Uhr: Merkel spricht mit Ost-Regierungschefs über Corona-Pandemie

Inmitten der Debatte um deutliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch mit den sechs ostdeutschen Regierungschefs. Bei der Videokonferenz soll es unter anderem um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und um die Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Osten gehen. Thema dürften aber auch Bestrebungen einiger Länder sein, die Corona-Auflagen deutlich zu lockern und mehr mit Geboten als mit Verboten zu arbeiten.

Alle Blog-Einträge zum Coronavirus und seinen Folgen für Thüringen

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