Corona-Liveblog: Jena ist coronafrei - Oberbürgermeister gegen Sonderweg bei Lockerungen

In Jena gibt es seit heute keine dem Gesundheitsamt bekannten Corona-Fälle mehr. Die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte in Thüringen haben den Freistaat vor einem Sonderweg bei weitergehenden Lockerungen gewarnt.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.

Foto: Jens Büttner / dpa

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28. Mai

21.10 Uhr: Ramelow zum Umgang mit Corona: Angst ist kein guter Ratgeber

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will beim Umgang mit der Corona-Pandemie keine Ängste schüren. "Jetzt vor einer zweiten Welle zu warnen, die dann gar nicht kommt – das fände ich schwierig", sagte der Linken-Politiker dem "Spiegel". "Und dann zu sagen: Es könnte sein, dass die dritte kommt, während die Hälfte der Landkreise null Infektionen hat – das würde mir doch niemand mehr glauben." Was jetzt passiere, mache etwas mit der Gesellschaft. "Und da müssen wir alle aufpassen, dass wir nicht permanent mit dem Faktor Angst arbeiten, weil Angst kein guter Ratgeber ist", sagte Ramelow.

Er wundere sich, "wie es mancher Verschwörungsunsinn bis in den eigenen Freundeskreis schafft". Eine Erklärung sei, dass es nie zuvor solche Beschränkungen gegeben habe. "Die Zumutung, diesen Lockdown aushalten zu müssen, ist riesengroß." Ihn mache es aber fassungslos, bei manchen Demonstrationen den Davidstern zu sehen. "Diesen Antisemitismus, der da gezeigt wird, finde ich abstoßend." Vor dem Protest etwa von Beschäftigten der Reisebüros oder der Reisebusunternehmen habe er dagegen höchsten Respekt.

20.10 Uhr: Trotz Corona-Fall keine Einschränkung in Dialysezentrum in Mühlhausen

Eine Routineuntersuchung in einer Dialysepraxis in Mühlhausen ermittelte eine Patientin als mit Covid-19 infiziert. Die Frau war zuvor in einem Krankenhaus stationär behandelt worden. Die Frau, bei der ein Test positiv und ein anderer negativ ausfiel, sei ohne Symptome einer Infektion gewesen. Jene Mitarbeiter, die direkten Kontakt zur Patientin hatten, seien in Quarantäne; alle Mitarbeiter der Praxis werden getestet. Laut Michael Scholl, angestellter Arzt im Medizinischen Versorgungszentrum Nephro-Care Mühlhausen gehe der Betrieb aber normal weiter.

18.50 Uhr: Entscheidung zu milliardenschwerem Corona-Paket am 5. Juni

Der Landtag will am 5. Juni über das milliardenschwere Thüringer Corona-Hilfspaket für Wirtschaft, Bürger und Kommunen entscheiden. Dafür sei eine Sondersitzung einberufen worden, teilte die Landtagsverwaltung am Donnerstag in Erfurt mit. Vor einer Verabschiedung des Hilfspakets, das mit einer Reihe gesetzlicher Regelungen verbunden ist, müssen die Abgeordneten noch einige Detailfragen klären, sagten Mitglieder des Haushaltsausschusses. Das Gremium wolle sich deshalb am 4. Juni nochmals für letzte Entscheidungen treffen.

Das Finanzpaket hat ein Volumen von etwa 1,2 Milliarden Euro und wird aus Geldern des Bundes und des Landes finanziert. An Detailregelungen, beispielsweise nach welchen Regeln 185 Millionen Euro Soforthilfe für notleidende Kommunen verteilt werden, würde derzeit noch gefeilt, sagte die SPD-Abgeordnete Diana Lehmann auf Anfrage. SPD-Fraktionschef Matthias Hey plädierte dafür, dabei nicht nur die Städte und Gemeinden mit ihren Gewerbesteuerausfällen, sondern auch die Landkreise zu bedenken. Seine Fraktion setze sich auch für gesonderte Hilfen für Kur- und Erholungsorte ein, sagte Hey.

18.30 Uhr: Keine Neuinfektionen im Landkreis Greiz

Am Donnerstag gab es seitens des Landratsamtes Greiz keine Meldung bezüglich neuer Infektionsfälle. Somit liegt die Zahl der im Landkreis Greiz auf das Corona-Virus positiv getesteten Personen weiterhin bei 619.

17.20 Uhr: Jena ist Coronafrei

In Jena gibt es seit heute keine dem Gesundheitsamt bekannten Corona-Fälle mehr. Darüber informierten heute Stabsleiter Benjamin Koppe und Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche. Die letzte Person, die an COVID-19 erkrankt war, konnte nach einem negativen Test heute aus der Quarantäne entlassen werden. In Jena wurden seit dem 14. März 159 Corona-Fälle gemeldet. Drei Menschen sind gestorben und 156 wieder genesen. Die bislang letzte Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus wurde am 12. Mai gemeldet.

16.50 Uhr: Thüringer Oberbürgermeister gegen Sonderweg bei Lockerungen

Die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte in Thüringen haben den Freistaat vor einem Sonderweg bei weitergehenden Lockerungen gewarnt. Vor allem bei den Kontaktbeschränkungen könne nicht auf eine klare Festlegung verzichtet werden, hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung der Stadtoberhäupter von Gera, Jena, Weimar, Eisenach, Erfurt und Suhl.

16 Uhr: Verdi: Anspruch auf Notbetreuung muss erhalten bleiben

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat das Ende der Notbetreuung von Kindern kritisiert, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Laut Thüringer Corona-Verordnung müssen alle Kindertagesstätten bis Mitte Juni auf eingeschränkten Regelbetrieb umstellen; damit endet das Angebot von Notbetreuung. Dadurch bekämen Beschäftigte etwa im Gesundheits- und Sozialwesen Probleme, monierte Gewerkschaftssekretär Philipp Motzke am Donnerstag. Denn viele Tagesstätten würden die Betreuungszeit reduzieren oder die Kinder nur im Zwei-Wochen-Rhythmus betreuen.

"Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen versuchen nun, die Betreuung für ihre Kinder irgendwie zu organisieren. Bisher war dies kein Problem", erklärte Motzke. "Das Fachpersonal in den Bereichen wird benötigt, auch gerade jetzt, wo die Krankenhäuser wieder in den Regelbetrieb übergehen. Es droht eine Versorgungslücke." Betroffen seien auch Alleinerziehende. Verdi forderte, die Verordnung zu ändern und weiterhin einen Anspruch auf Notbetreuung zu gewährleisten.

15.30 Uhr: Schülerin an Suhler Grundschule positiv getestet

In einer Suhler Grundschule ist ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut dem MDR habe das Gesundheitsamt bereits alle Kontaktpersonen identifiziert. Darunter seien 17 Kinder, zwei Erzieherinnen und eine Lehrerin. Sie sollen noch am Donnerstag getestet werden, hieß es vom MDR. Wo sich das Mädchen angesteckt hat, sei noch unklar.

15.20 Uhr: Sechs Neuinfektionen im Landkreis Gotha

Innerhalb von 24 Stunden ist die Gesamtzahl der bislang positiv getesteten Personen analog des Robert-Koch-Institutes um weitere sechs Personen auf 300 Personen im Landkreis Gotha angestiegen. Davon erkrankt sind 39 Personen an Covid-19, das sind drei Menschen weniger als am Mittwoch. 9 Personen (- 2) werden stationär behandelt. Genesen sind 231 Personen (+ 9), verstorben sind 30 Personen.

15 Uhr: Noch ein aktiver Coronafall im Kyffhäuserkreis

Die Gesamtzahl der seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie infizierten Menschen liegt im Kyffhäuserkreis nach Informationen des Landratsamtes weiter stabil bei 45. Als gesund gelten weiter 44 Menschen, womit es im Landkreis nur noch eine an Covid-19 erkrankte Person gibt. Lediglich 5 Kontaktpersonen befinden sich noch in häuslicher Quarantäne. Stationär behandelt werden muss derzeit kein Erkrankter und auch einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es bisher im Landkreis nicht.

14.35 Uhr: Knapp ein Drittel der Thüringer gehört zur Corona-Risikogruppe

Etwa jeder dritte Thüringer gehört zur Corona-Risikogruppe. Das geht aus der ersten Sonderveröffentlichung des Statistischen Landesamtes zur Corona-Pandemie hervor. Bei der Zahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie ist Thüringen das Land mit dem höchsten Anteil in Ostdeutschland.

14.31 Uhr: Geringer Anstieg der Neuinfektionen in Thüringen

Die Corona-Infektionen in Thüringen steigen weiterhin nur gering an. So wurden innerhalb von 24 Stunden 31 neue Fälle verzeichnet, wie die Staatskanzlei am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 2941 Menschen im Freistaat mit dem Virus infiziert. Schätzungen zufolge gelten inzwischen 2550 Thüringer als genesen.

Derzeit müssen nach wie vor 90 Erkrankte auf Intensivstationen behandelt werden. In 13 Landkreisen und kreisfreien Städten gab es in den letzten 24 Stunden keine Neuinfektionen.

14.18 Uhr: Corona-Lage im Altenburger Land

Im Altenburger Land sind aktuell 70 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. 51 davon sind wieder genesen. Derzeit werden fünf Menschen stationär behandelt, niemand liegt auf der Intensivstation. Seit Ausbruch der Pandemie starben drei Menschen aus dem Landkreis an Covid-19, teilt das Landratsamt Altenburger Land mit.

13.44 Uhr: Corona-Krise sorgt für Umsatz-Einbruch im Gastgewerbe

Die Corona-Krise hat das Thüringer Gastgewerbe innerhalb weniger Tage wirtschaftlich abstürzen lassen. Im März sank der Umsatz in Hotels und Pensionen sowie Restaurants und Kneipen real um 51,5 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Der Rückgang fiel dramatisch aus, obwohl die Einschränkungen in der Gastronomie erst in der zweiten Märzhälfte zum Tragen kamen, sagte der Präsident des Landesamtes, Holger Poppenhäger. Der Einbruch im April werde damit noch deutlicher erwartet. Das Landesamt legte erstmals eine Datenauswertung zur Corona-Krise vor, der weitere folgen sollen.

Insgesamt verbuchte Thüringens Gastgewerbe, das Arbeitgeber für einige zehntausend Menschen ist, im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von 16,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Davon waren Hoteliers noch stärker betroffen als Gastronomen.

13.40 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Eichsfeld

In den vergangenen 24 Stunden gab es im Landkreis Eichsfeld eine Neuinfektion. Aktuell sind 25 Eichsfelder erkrankt. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemieausbruch steigt auf 153. Zwei Patienten werden stationär behandelt.

13.19 Uhr: DB fährt im Nahverkehr wieder 100 Prozent - Mehr Hygienemaßnahmen

Ab dem Pfingstwochenende fährt die Deutsche Bahn ihr Angebot im Nahverkehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wieder auf das volle Angebot hoch. Die S-Bahn Mitteldeutschland und der RE 18 (Halle - Jena) kehren ab 1. Juni zum Normalfahrplan zurück, wie die Bahn am Donnerstag in Leipzig mitteilte. Auf den übrigen Linien in Sachsen-Anhalt gilt den Angaben zufolge ab dem 30. Mai der reguläre Fahrplan, in Thüringen ab dem 2. Juni.

13.15 Uhr: Landwirtschaftsmesse „Grüne Tage Thüringen“ abgesagt

Die Landwirtschaftsmesse „Grüne Tage Thüringen“ wird wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant vom 18. bis 20. September 2020 stattfinden. Wie die Messe Erfurt mitteilte, konzentrieren sich die Organisatoren bereits jetzt auf den Termin vom 23. bis 25. September 2022. Alle zwei Jahre präsentiert sich die Agrarbranche und lockt Tausende Fachbesucher und Endverbraucher an. Auf 46.000 Quadratmetern haben sich bei der letzten Veranstaltung über 300 Aussteller präsentiert.

13.03 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Ilm-Kreis

Mit Stand vom 28. Mai sind dem Gesundheitsamt 135 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion im Ilm-Kreis bekannt. 123 davon gelten als genesen, vier sind verstorben. Somit befinden sich acht bestätigte Fälle und deren Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken wird ein bestätigter Fall isoliert behandelt. Eine intensivmedizinische Behandlung ist nicht notwendig.

12.37 Uhr: Geistliche danken Diakonie-Mitarbeitern für Einsatz

Die Leitenden Geistlichen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Landeskirche Anhalts haben Mitarbeitenden der Diakonie Mitteldeutschland für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie gedankt. In einem Brief schreiben der Landesbischof der EKM, Friedrich Kramer, und der anhaltische Kirchenpräsident Joachim Liebig: "Je länger die Krise dauert, umso mehr wachsen der große Respekt vor dem, was Ihnen zugemutet wird und was Sie leisten. Dankbar wendet sich unser Blick zu Ihnen in den diakonischen Einrichtungen und Werken in den Kirchen Mitteldeutschlands, zu allen, die haupt- oder ehrenamtlich mitarbeiten. Sie erfüllen gerade in diesen Tagen und Wochen, was der Kirche Jesu Christ so am Herzen liegen muss - die tätige Nächstenliebe."

12.10 Uhr: Neue "Tagesthemen"-Reihe: Wie hat Thüringer Dorf die Corona-Krise durchlebt?

Die "Tagesthemen" zeigen künftig mehr Reportagen aus den einzelnen Regionen Deutschlands. Am Freitagabend (29. Mai) startet die Rubrik "Tagesthemen mittendrin". "Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga wird über ein Dorf in Thüringen berichten. Bollstedt habe 1000 Einwohner, dafür aber allein neun Vereine. "Die haben da schon alle Preise abgeräumt, weil der Zusammenhalt exemplarisch steht für das Funktionieren einer Gesellschaft", sagt Miosga der Deutschen Presse-Agentur. "Natürlich hat das Virus nun auch hier alles gesprengt, und jetzt interessiert uns, wie die Bollstedter ihr Lebensmodell reparieren."

10.48 Uhr: Zahl der Corona-Fälle steigt auf 619 im Kreis Greiz

Der Landkreis Greiz verzeichnet aktuell 619 Coronafälle (Stand 27. Mai, 16 Uhr). Das waren vier mehr als am Tag zuvor.

10.42 Uhr: Thüringer Kommunalpolitiker wenden sich gegen geplante Lockerungen

Kommunalpolitiker aus der fränkisch-südthüringischen Region haben sich in einem offenen Brief gegen die Corona-Lockerungspläne der Thüringer Landesregierung gewandt. Eine komplette Aufhebung der Corona-Beschränkungen sei in einem Grenzgebiet wie diesem fatal, hieß es in dem am Donnerstag verbreiteten Schreiben an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

10.16 Uhr: Lockerung der Corona-Regeln - Der aktuelle Stand in den Bundesländern

Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden. Hier der aktuelle Stand (Donnerstag) der Lockerungen in den Ländern bei einigen ausgewählten Lebensbereichen.

10.01 Uhr: Ab Mitte Juni wieder Regelbetrieb in Eisenachs Kitas

Hunderte Eltern stellt die Corona-Krise vor neue Herausforderungen in der Kinderbetreuung. Doch jetzt ist Land in Sicht. Ab 15. Juni soll es in allen 20 Kindertagesstätten in der Stadt Eisenach wieder einen Regelbetrieb geben. Das gaben Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) und Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister (SPD) nach einem Gespräch mit allen freien Kita-Trägern am Mittwochabend bekannt.

9.50 Uhr: Jenaer Unternehmen verbucht Plus in Corona-Krise

Die Wirtschaft leidet unter der Corona-Krise. Doch dem Jenaer Unternehmen Constancy ist es gelungen, in den vergangenen Wochen den Umsatz deutlich zu steigern. Zudem will die Firma durch Digitalisierung den Thüringer Einzelhändlern helfen und damit durch Onlinehandel den Handel vor Ort stärken.

09.33 Uhr: Schule im Landkreis Gotha zeigt, wie sie das Lernen mit digitaler Technik ermöglicht

Euphorisch ließe sich sagen, dass man am Beispiel der Regelschule in Warza durchbuchstabieren kann, wie frühzeitige Orientierung auf digitales Lernen in der Corona-Krise ihre Nagelprobe bestehen kann. Aber Schulleiter Peter Lange sagt das so nicht, er will kein selbstgefälliger Besserwisser sein. Und als eine der wenigen Pilotschulen in Thüringen, mit Fördergeld ausgestattet, würde jeder Vergleich hinken. Zumal er weiß, mit welchen Stolpersteinen der Weg gepflastert sein kann, sie sind ihn hier nur eher gegangen, als viele andere. Hier gibt es einen Einblick in den digitalen Schulalltag an der Nessetalschule.

8.45 Uhr: Berliner Senat berät Corona-Lockerungen - Regelungen wie in Thüringen abgelehnt

Der Berliner Senat berät am Donnerstag auf einer Sondersitzung über weitere Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Geplant ist unter anderem, die Versammlungsfreiheit wieder in ihrer ursprünglichen Form zu gewährleisten und die Obergrenze von derzeit 100 Teilnehmern bei Demonstrationen zu streichen. Das soll voraussichtlich ab 4. Juni greifen, wobei weiterhin Abstandsgebote gelten sollen.

Regierungschef Michael Müller (SPD) und andere Senatoren hatten in den vergangenen Tagen deutlich gemacht, dass sie bei Lockerungen weiterhin auf bedachtsames, schrittweises Vorgehen setzen, das von der Entwicklung der Infektionszahlen abhängig sei. Weitgehende Lockerungsstrategien wie in Thüringen, das in Zukunft auf dezentrale statt landesweite Regelungen setzen will, lehnen sie ab.

8.43 Uhr: Erste Daten zu Auswirkungen der Corona-Krise in Thüringen

Thüringens Statistiker haben Daten und Zahlen zusammengetragen, die Auskunft über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Thüringer Wirtschaft geben. Sie werden am Donnerstag, 10.30 Uhr, vom Präsidenten des Statistischen Landesamtes, Holger Poppenhäger, in Erfurt vorgelegt. Sie geben erstmals einen Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage und nicht nur zu Teilbereichen.

8.40 Uhr: Landeselternsprecher: Situation für Eltern bleibt angespannt

Der Landeselternsprecher Roul Rommeiß rechnet mit längerfristigen Einschränkungen im Schulbetrieb und hat weitere Vorbereitungen dafür gefordert. "Wir sollten die Zeit jetzt nutzen, um mehr Konzepte zu erarbeiten und bestehende Konzepte weiterzuentwickeln, damit der besondere Schulbetrieb organisiert werde kann", sagte Rommeiß der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse damit rechnen, dass die Organisation des Schulbetriebes für eine längere Zeit schwierig werde. Bei den Eltern sei die Situation angespannt, sagte Rommeiß. "Das wird auch so lange so bleiben bis wir wieder einen normalen Schulbetrieb haben."

7.54 Uhr: TFV-Vorstand hält an Beschluss zur Saisonfortsetzung fest

Die Fußball-Saison in Thüringen wird sowohl bei den Männern als auch im Nachwuchs weitergeführt. Das ist das Ergebnis einer Vorstandssitzung des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) am Mittwochabend.

7.40 Uhr: Leere Wartezimmer: Ärzte in Thüringen wegen Corona in Kurzarbeit

Mit Beginn der Corona-Krise haben sich in Thüringen die Arztpraxen spürbar geleert: "Den genauen Umfang können wir allerdings nicht beziffern", sagt ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KV). Ab Mitte März hätten immer mehr Patienten aus Angst vor einer Infektion im Wartezimmer auf den Arztbesuch verzichtet. Doch die Zahl persönlicher Arzt-Patienten-Kontakte habe auch wegen der Sonderregelung zur Krankschreibung per Telefon und - sobald die Finanzierung dafür geregelt war - durch mehr Videokonsultationen abgenommen. Noch bis Mitte März waren Videosprechstunden hinsichtlich Fallzahl und Leistungsmenge begrenzt.

7.23 Uhr: DRK will kollektives Corona-Gedächtnis für Thüringen schaffen

Das Deutsche Rote Kreuz will das kollektive Corona-Gedächtnis für Thüringen aufbauen. Der Landesverband ruft alle Thüringer auf, ihre persönliche Corona-Geschichte aufzuschreiben. Die besten wird eine Jury für ein Buch auswählen.

7.03 Uhr: Studie in Thüringen könnte entscheidende Antworten liefern

Corona gibt unzählige Rätsel auf. Immerhin wissen die Forscher, was sie nicht wissen: Warum reagieren die einen so und die anderen so auf das Virus? Wie hoch ist die Dunkelziffer von Infizierten, die davon nichts mitbekommen? Was leistet die Abwehr des Immunsystems, wer ist immun und wie lange, welche Zellen leisten Sars-CoV-2 Paroli?

Antworten erhoffen sich Thüringer Wissenschaftler von der Studie in Neustadt. Zwei Wochen stand der 1000-Einwohner-Ort Ende März unter Quarantäne. Am Ende waren 49 Infektionen bekannt, zwei Infizierte starben. Es ist nicht die erste Untersuchung zum Virus, aber eine, die entscheidende Fortschritte für das Verstehen der Pandemie bringen könnte.

27. Mai

18.10 Uhr: Zwei größere Erfurter Bäckereien in Insolvenz

Mit wirtschaftlichen Problemen haben derzeit zwei der größeren Bäckerei-Unternehmen in Erfurt zu kämpfen. Während der Familienbetrieb Bäckerei Rüger vor wenigen Tagen in ein Insolvenzverfahren gehen musste, ist nun erneut auch Sternenbäck in Schwierigkeiten. Das sind die Hintergründe.

17.45 Uhr: Kyffhäuserkreis bleibt stabil

Die Gesamtzahl der seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie infizierten Menschen im Kyffhäuserkreise liegt nach Informationen des Landratsamtes seit mehr als einer Woche stabil bei 45. Da im Vergleich zum Dienstag zwei weitere Personen als gesund gelten, stieg die Zahl der Genesenen auf 44, somit gibt es im Landkreis nur noch eine am Covid-19 erkrankte Person. Auch gebe es keine Patienten mehr in stationärer Behandlung. Die Anzahl der Kontaktpersonen in Quarantäne liegt aktuell bei 7. Trotz der sinkenden Zahlen, sei es auch weiterhin wichtig, dem Virus keinen Nährboden zu geben und sich an die vorgegebenen Hygiene- und Abstandsregeln, die Maskenpflicht und die gültigen Kontaktbeschränkungen zu halten, hieß es seitens des Landratsamtes. Dies sollte auch am Pfingst-Wochenende (insbesondere auch dann, wenn jemand in andere Bundesländer verreist) beherzigt werden, damit keine neuen Gefährdungslagen entstehen.

17.15 Uhr: Merkel kritisiert Ramelows Vorpreschen bei Lockerungen

Kanzlerin Merkel und Berlins Oberbürgermeister Müller kritisieren bei einer Zusammenkunft der Ost-Regierungschefs Thüringens Regierungschef Ramelow wegen seiner zunächst geplanten Lockerungen. Die Vorschriften etwa zum Abstandhalten und zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in bestimmten Situationen müssten überall gelten, erklärte die Kanzlerin.

17 Uhr: Freibäder in Jena öffnen - diese Regeln gelten

Die Stadt Jena öffnet pünktlich zum Kindertag ihre beiden Freibäder. Wegen der Corona-Maßnahmen gibt es bei Ticketkauf, Duschen, Toiletten und am Kiosk aber einiges zu beachten.

16.44 Uhr: Sozialministerium widerspricht Rotlicht-Behauptung des AfD-Abgeordneten aus Hirschberg

„Bordelle dürfen öffnen, Kindergärten müssen warten“, diese Meldung verbreitete das Hirschberger AfD-Landtagsmitglied Uwe Thrum am 9. Mai in den sozialen Netzwerken. Die Resonanz im Internet war entsprechend wutschnaubend. Denn schließlich wären das „seltsame Prioritäten bei Rot-Rot-Grün“, wie Thrum selbst feststellte. Doch wie steht es um den Wahrheitsgehalt dieser Information, die auch von anderen AfD-Kreisen im Freistaat verbreitet worden ist? Beispiele, wo Landkreise oder kreisfreie Städte Bordelle noch vor den Kindergärten wieder geöffnet haben sollen, bleibt Thrum allerdings schuldig. Und Ministerpräsident Ramelow widerspricht ihm gleich selbst.

16.30 Uhr: Holter verwirft Pläne zur Verlängerung des Schulhalbjahres

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hat Pläne verworfen, das Schulhalbjahr für die elften Klassen an Gymnasien zu verlängern. "Die Schulen haben nach dem Wiederanlaufen des Präsenzunterrichts sehr klar eingeschätzt, dass der Stoff unterrichtet und auch die Leistungspunkte der 11. Klasse bis zum Schuljahresende gut, wenn auch unter Hochdruck, erreicht werden können", erklärte Holter. Bei einer Umfrage der Schulämter hätten rund drei Viertel der Schulen eine Ausdehnung des Halbjahres abgelehnt. "Das ist ein klares Signal für mich, diesen Plan nicht weiter zu verfolgen", erklärte Holter.

16.15 Uhr: Ohne Mundschutz im Stadtrat: Juristen sehen keinen Verstoß von Muhsal

Ein Auftritt von Wiebke Muhsal im Jenaer Stadtrat sorgte vor wenigen Tagen für Wirbel: Die AfD-Frau nahm ohne einen Mund- und Nasenschutz an der Sitzung teil und führte dabei ein ärztliches Attest an. Offenbar hat sie damit nicht gegen die Hygiene-Regeln des Stadtrates verstoßen. Nach Informationen dieser Redaktion hält der Fachdienst Recht das Tragen eines Mundschutzes für nicht zumutbar, wenn ein ärztliches Attest vorliege.

16.10 Uhr: AfD-Fraktion fordert Regelbetrieb in Schulen und Kitas ab Mitte Juni

Die anvisierte Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen und Kindergärten geht der Thüringer AfD-Fraktion nicht schnell genug. "Spätestens bis Mitte Juni muss es Eltern wieder möglich sein, ihre Kinder in Betreuung zu geben, so dass sie ihrer Arbeit in gewohnter Weise nachgehen können", erklärte der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Denny Jankowski. Gesundheitsvorsorge sei nicht die einzige Fürsorgepflicht der Regierung. Es sei inakzeptabel, Eltern eine Doppelbelastung aufzubürden, erklärte der AfD-Politiker. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte am Dienstag eine Rückkehr in den Regelbetrieb an Schulen und Kindergärten nach den Sommerferien in Aussicht gestellt.

16 Uhr: Drei Neuinfektionen im Ilm-Kreis

Mit Stand vom 27. Mai 2020 sind dem Gesundheitsamt des Ilm-Kreises 133 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt und damit drei mehr als am Vortag. 123 davon gelten als genesen, vier sind verstorben. Somit befinden sich sechs bestätigte Fälle und deren Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken wird ein bestätigter Fall isoliert behandelt. Eine intensivmedizinische Behandlung ist nicht notwendig.

15.45 Uhr: Keine aktiven Corona-Fälle mehr im Weimarer Land

Aktuell ohne einen einzigen an Covid-19 Erkrankten ist der Kreis Weimarer Land mit Stand vom Mittwochnachmittag. War die Zahl der Erkrankten in den vergangenen Wochen relativ stabil geblieben, kam vom Gesundheitsamt nun die frohe Kunde, dass derzeit kein Aktivkranker gemeldet ist.

15.30 Uhr: Neuer Corona-Fall in Erfurt

Am Mittwoch ist die Zahl der Corona-Infektionen in der Landeshauptstadt auf 137 (plus 1) gestiegen. Davon sind 133 genesen, zwei Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

15 Uhr: Drei neue Corona-Fälle im Wartburgkreis

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist im Wartburgkreis von Dienstag auf Mittwoch um drei auf insgesamt 70 seit Beginn der Pandemie gestiegen. In der Stadt Eisenach bleibt die Fallzahl unverändert bei 29. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona liegt unverändert bei drei in der Stadt Eisenach und zwei im Wartburgkreis.

14.40 Uhr: Je eine Neuinfektion im Saale-Holzland- und im Unstrut-Hainich-Kreis

Ein neuer Fall einer Corona-Infektion ist dem Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreises heute gemeldet worden. Im Unstrut-Hainich-Kreis sind derzeit noch drei Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das ist eine Person mehr als am Dienstag. Zwei Patienten werden stationär betreut, ein Infizierter befindet sich zu Hause in Quarantäne. Insgesamt gilt die Quarantäne für fünf Personen.

14.30 Uhr: Eine Neuinfektion im Eichsfeld

Eine Neuinfektionen vermeldet das Gesundheitsamt des Landkreises Eichsfeld am Mittwoch. Derzeit seien somit 24 Eichsfelder mit dem Coronavirus infiziert, 119 gelten als genesen. Momentan werden noch zwei Patienten stationär behandelt. Die Gesamtzahl der Fälle seit Ausbruch der Pandemie liegt nun bei 152. Neun Menschen sind verstorben.

14.06 Uhr: Ramelow morgen Abend bei Markus Lanz im ZDF

Wie die Staatskanzlei twitterte, wird Thüringens Ministerpräsident am Donnerstagabend bei der Talkshow "Markus Lanz" zu Gast sein. Dabei wird er sich wohl auch zum Corona-Vorstoß in Thüringen äußern. "Herausforderungen der Corona-Krise für die Politik" lautet das Thema der Sendung um 23.15 Uhr.

12.58 Uhr: Stipendium für künstlerische Auseinandersetzung mit Corona-Pandemie

Mit einem Sonderstipendienprogramm will die Kulturstiftung Thüringen Kunstschaffende dazu ermutigen, sich in ihren Arbeiten der Corona-Zeit anzunehmen. „Das Stipendium ist offen für unterschiedliche Ideen und Formate und ich freue mich über die Bewerbungen“, teilte Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) dazu am Mittwoch mit.

Insgesamt stehen für das Programm 30 Stipendien in Höhe von jeweils 3000 Euro zur Verfügung. Stipendiaten sollen sich laut Mitteilung in ihrer künstlerischen Arbeit etwa mit den durch die Pandemie veränderten individuellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie deren Bewältigung auseinandersetzen. Freischaffende Künstler mit Hauptwohnsitz in Thüringen können sich ab dem 1. Juni online über die Website der Kulturstiftung bewerben. Bis zum 1. August werde eine Fachjury die Bewerbungen prüfen und anschließend bekanntgegeben, wer die Förderung erhält.

Das Programm heißt „Resilienzen“ und ist benannt nach einem Begriff aus der Psychologie. „Resilienz beschreibt die psychische Fähigkeit von Menschen, in herausfordernden Lebenssituationen und Krisen Widerstandskräfte zu entwickeln, um sie überstehen zu können“, hieß es in der Mitteilung.

12.23 Uhr: Freibäder in Jena vor Saisonstart

Vom kommenden Montag an können sich Freibadfans im Jenaer Südbad abkühlen. Im Ostbad ist das Freibad-Vergnügen voraussichtlich ab dem 15. Juni möglich. All das geschieht wegen der Corona-Pandemie mit besonderen Regeln. Zum Beispiel müssen die Tickets tagesaktuell vorab online gekauft werden. Auch die Duschräume bleiben geschlossen.

12.15 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall im Kreis Gotha

Die Zahl der Verstorbenen an Covid-19 ist im Landkreis Gotha auf nunmehr 30 Personen angestiegen. Laut Robert-Koch-Institut Berlin liegt die Gesamtzahl der bislang positiv getesteten Personen bei 294, das sind zehn Personen mehr als am Dienstag. Davon sind 42 Personen an der Lungenkrankheit erkrankt, zwei Personen mehr als am Vortag. Elf Personen werden stationär behandelt. Inzwischen genesen sind 222 Personen.

12 Uhr: Thüringens Innenminister: Demokratie steht unter Druck

Der Chef der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), hat vor Versuchen von Extremisten gewarnt, die Gesellschaft zu unterwandern. Gerade bei den Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen versuchten Rechtsextremisten „in die Gesellschaft vorzudringen“, sagte Maier am Mittwoch dem TV-Sender Phoenix. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und BKA-Präsident Holger Münch werden zusammen mit Maier, der in Thüringen Innenminister ist, am Mittwoch Zahlen zur Entwicklung der Kriminalität und von politisch motivierten Straftaten im Jahr 2019 vorstellen.

Maier sagte mit Blick auf das vergangene Jahr, dass die Demokratie unter Druck stehe und erinnerte an die Anschläge von Kassel und Halle. „Was gerade stattfindet, ist auch ein Angriff auf unsere Demokratie und der kommt natürlich von rechts, von Rechtsextremisten“, sagte Maier.

11.50 Uhr: Zwei Neuinfektionen im Saale-Orla-Kreis

Am Mittwoch sind zwei Neuinfektionen im Saale-Orla-Kreis gemeldet worden, damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis auf insgesamt 148. Betroffen sind nach Angaben des Landratsamtes zwei Frauen aus dem Oberland. Eine habe sich bei einer Covid-19-Erkrankten im familiären Umfeld angesteckt, der andere Fall hänge mit einer medizinischen Einrichtung in Oberfranken zusammen. Die Corona-Zwischenbilanz des Landrats fällt dennoch positiv aus.

11.13 Uhr: Mehrere Thüringer Kliniken fahren Betrieb wieder sukzessive hoch

Neben der Beibehaltung von Corona-Schutzmaßnahmen und der Bereitstellung mehrerer Zimmer für Corona-Patienten, beginnen einige Kliniken in Thüringen wieder mit dem Regel- oder Akutbetrieb und führen Operationen durch, die pandemiebedingt zunächst verschoben wurden.

Im Apoldaer Robert-Koch-Krankenhaus werden gerade sukzessive OPs nachgeolt und man gehe in den Akutbetrieb zurück, heißt es aus der Klinik. Maßnahmen zur Corona-Prophylaxe bleiben aber unverändert bestehen. Auch das SRH Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda fährt wieder seinen Regelbetrieb auf 70 Prozent hoch, am Besuchsstopp halte man aber auch hier fest. Ähnlich handhabt man es auch in den Kliniken im Südharz. In Nordhausen laufe der OP-Betrieb wieder normal, könne aber jederzeit wieder zurückgefahren werden. Auch in Bleicherode wird der reguläre Alltag wieder hochgefahren.

Krankenhäuser in Thüringen drängen auf regulären Betrieb

9.47 Uhr: Hohe Infektionszahlen: Kreis Greiz und Heinsberg stigmatisiert

Der Kreis Greiz ist durch die hohe Zahl der Corona-Infizierten in die überregionalen Schlagzeilen geraten. Der Burgenlandkreis hatte sogar eine Reisewarnung ausgesprochen. Die Greizer fühlen sich stigmatisiert. Wir sprachen mit Stephan Pusch (CDU). Er ist Landrat im Kreis Heinsberg, der gleich zu Beginn der Corona-Krise überregional im Gespräch war.

7.30 Uhr: Corona-Krise bringt Saale-Orla-Kreis in Finanzprobleme

Der Saale-Orla-Kreis steht wegen Einnahmeausfällen und höheren Ausgaben in Zusammenhang mit der Corona-Krise vor riesigen finanziellen Problemen. In einem halben Jahr könnte dem Landkreis das Geld ausgehen, sagt Landrat Thomas Fügmann (CDU).

6.25 Uhr: Thüringen verlässt den Krisenmodus

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bleibt bei seiner viel kritisierten Linie, die Corona-Beschränkungen perspektivisch weitgehend aufzuheben. Allerdings soll auch in Thüringen weiter dort eine Maskenpflicht gelten, wo sich Menschen wie im öffentlichen Nahverkehr zu nahe kommen. Auch der Mindestabstand von anderthalb Metern soll immer noch gelten.

Man wolle aus dem „Krisenmodus in den Regelmodus übergehen“, sagte Ramelow am Dienstag im Anschluss an eine Kabinettssitzung.

6 Uhr: Merkel spricht mit Ost-Regierungschefs über Corona-Pandemie

Inmitten der Debatte um deutliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch mit den sechs ostdeutschen Regierungschefs. Bei der Videokonferenz soll es unter anderem um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und um die Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Osten gehen. Thema dürften aber auch Bestrebungen einiger Länder sein, die Corona-Auflagen deutlich zu lockern und mehr mit Geboten als mit Verboten zu arbeiten.

26. Mai

21.52 Uhr: Sechs neue Corona-Infektionen in Gera

In Gera sind nach Angaben der Stadt vom Dienstag nun 226 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dabei gab es seit Montag sechs neue Fälle. Wieder gesund sind davon 166 Personen. Elf Menschen sind im Zusammenhang mit einer Erkrankungen gestorben. In Quarantäne befinden derzeit 174 Menschen.

19.56 Uhr: Thüringen will bei Kontaktbeschränkungen eventuell Sonderweg gehen

Thüringen hält sich bei neuen Kontaktbeschränkungen einen Sonderweg offen. Das Land habe Vorschlägen des Bundes am Dienstag zugestimmt, gleichzeitig aber eine Protokollerklärung abgegeben, die ein Abweichen ermögliche, sagte Staatssekretär Malte Krückels am Dienstag auf Anfrage in Erfurt. Hintergrund ist ein Treffen von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Chefs oder Vertretern der Staatskanzleien der Länder.

19.19 Uhr: Infektionszahl in Sonneberg steigt weiter

Während sich im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt das Infektionsgeschehen seit etwa einer Woche komplett beruhigt hat, entwickelt sich der benachbarte Kreis Sonneberg weiter zu einem der Covid-19-Hotspots in Deutschland. Nachdem am Montag sechs weitere Fälle bekannt worden, hat sich die Zahl der mit dem Virus SarsCoV-2 infizierten Bewohner des Landkreises, der nur gut halb so viele Einwohner wie Saalfeld-Rudolstadt hat, auf 216 erhöht.

19.15 Uhr: Unionspolitiker fordern Absenkung des Mindestlohns

Einige Wirtschaftspolitiker der Union im Bundestag haben wegen der Corona-Krise die Absenkung des Mindestlohns gefordert - oder zumindest eine Erhöhung im kommenden Jahr auszusetzen. Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Energie hatte der Mindestlohnkommission ein Schreiben mit ihrer Forderung unterbreitet. Thüringens SPD-Landesvorsitzender Wolfgang Tiefensee hat die Diskussion kritisiert. "Viele Geringverdiener, beispielsweise bei Reinigungsdiensten oder in der Nahrungsmittelproduktion, arbeiten in Branchen, die sich in den letzten Wochen als wichtige Stützen unserer Gesellschaft gezeigt haben. Von diesen Menschen Verzicht zu verlangen ist schlicht unanständig", teilte Tiefensee am Dienstag mit.

17.51 Uhr: 75 Patienten in Hildburghausen getestet - 53 negative Ergebnisse

Das Landratsamt Hildburghausen hat einen Zwischenstand zur am Montag gestarteten umfangreichen Abstrichaktion am Regiomed-Klinikum Hildburghausen mit. Demnach lagen am Dienstag von allen 75 Patienten 53 negative Testergebnisse vor. In 22 Fälle stünden Ergebnisse noch aus. Bei den bislang 383 getesteten Mitarbeitenden habe es 191 negative Befunde gegeben, sowie sieben positive. Die Zahl der zunächst bekannten infizierten Mitarbeitende ist damit um einen Fall gestiegen, hieß es. Andere Ergebnisse stünden noch aus. Insgesamt sollen 456 Beschäftigte getestet werden. Hintergrund ist, dass zuvor bei einer neuen Patientin das Coronavirus nachgewiesen wurde.

17.10 Uhr: Kein Corona-Schutz im Saalfelder „Hacienda Mexicana“?

Das Restaurant „Hacienda Mexicana“ im Saalfelder Ortsteil Wöhlsdorf zählt zur Reichsbürgerszene. Nun wird geprüft, ob dort gegen Corona-Auflagen verstoßen wurde. Ausgangspunkt der nun erfolgenden Prüfung durch das Landratsamt ist ein Video auf der Online-Videoplattform „Youtube“, in dem das „Hacienda Mexicana“ als „das erste Gemeinwohlrestaurant ohne Corona-Beschränkungen“ bezeichnet wird. .

16.20 Uhr: Weiterhin keine Neuinfektionen im Kyffhäuserkreis

Es gibt weiterhin keine neuen Corona-Infektionen im Kyffhäuserkreis. Die Gesamtzahl der bisher Infizierten liegt seit über einer Woche unverändert bei 45. In den letzten 24 Stunden sind zwei Erkrankte genesen. Insgesamt sind laut Angaben der Kreisverwaltung noch drei Infizierte im Landkreis zu verzeichnen. Demnach liegt die Anzahl der Genesenen bei 42. Derzeit befindet sich niemand in stationärer Behandlung. Todesfälle verzeichnet die Kreisverwaltung keine. In Quarantäne befinden sich aktuell acht Kontaktpersonen.

16.15 Uhr: Kritik aus dem Landkreis Gotha an Ramelows Vorstoß

Auf Kritik stößt der Vorstoß von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bei Landrat und Bürgermeistern, ab 6. Juni die landesweiten Corona-Gebote aufzuheben. Er halte es für sinnvoll, dass beispielsweise in Gaststätten Abstände eingehalten werden, sagt Landrat Onno Eckert (SPD). Aber werde das auch in der Breite umgesetzt, wenn kein verbindliches Gebot dies fordere, fragt er sich. Die Bürgermeister Michael Brychcy (CDU) und Knut Kreuch (SPD) sehen das ebenfalls kritisch.

15.45 Uhr: Krankenhaus Apolda kehrt in den Akutbetrieb zurück

Wegen der Corona-Pandemie und zur Vermeidung von Ansteckungen hatte auch das Robert-Koch-Krankenhaus Apolda in den vergangenen Wochen verschiebbare Operationen zurückgestellt. Diese werden laut Chefarzt Dr. Martin Huber nun sukzessive nachgeholt. Planbare Gelenkersatzoperationen hätten zum Beispiel zuletzt nicht stattgefunden. Wenn medizinisch vertretbar, habe man vorerst etwa auch auf Operationen an der Schilddrüse verzichtet. In der Bauchirurgie etwa habe es eine Reduzierung der Operationen um rund 40 Prozent gegeben. Notfälle oder Tumore seien stets ohne Zeitverzug behandelt worden. Von bisher zehn Intensivbetten mit maschineller Beatmung bleiben zwei im Standby-Modus, also weiter für Covid-19-Fälle reserviert.

15.21 Uhr: Weiterer Todesfall im Kreis Gotha

Der Kreis Gotha meldet einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit sind es nun 29 Verstorbene. Die Zahl der Infizierten liegt unverändert bei 284, davon sind 215 wieder gesund. Aktiv infiziert sind noch 40 Menschen, vier weniger als gestern.

15 Uhr: Noch drei aktive Coronafälle im Ilm-Kreis

Mit Stand vom 26. Mai sind dem Gesundheitsamt unverändert 130 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion im Ilm-Kreis bekannt. 123 davon gelten als genesen. Vier Erkrankte verstarben. Somit befinden sich noch drei Patienten und deren Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden drei Verdachtsfälle isoliert behandelt. Eine intensivmedizinische Behandlung ist nicht notwendig. Die Ergebnisse der Abstriche stehen noch aus. Entsprechend der Entwicklung gibt das Landratsamt an Feiertagen und Wochenenden keine Fallzahlen mehr heraus.

14.40 Uhr: Ramelow: Normaler Schulbetrieb nach Ferien wieder möglich

Das Land wolle schrittweise aus dem „Krisenmodus in den Regelmodus übergehen“, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Erfurt. Die Rückkehr zu einem regulären Schulbetrieb soll nach den Sommerferien wieder möglich sein, erklärte Ramelow weiter bei der Pressekonferenz. Dafür müssten aber die Voraussetzungen stimmen. Alle Menschen, die in Schulen oder Kindergärten arbeiten, sollten seiner Meinung nach ein Recht auf Corona-Tests haben.

14.30 Uhr: Weiterhin keine Neuinfektion in Sömmerda

Im Gesundheitsamt Sömmerda wurde keine Neuinfektion mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet. Mit heutigem Stand gibt es im Landkreis seit dem Ausbruch der Pandemie 38 Menschen, bei denen die Infektion mit dem Corona-Virus durch ein positives Abstrich-Ergebnis bestätigt worden ist. 37 Covid-19-Patienten sind genesen, ein Mensch verstarb.

Vor diesem Hintergrund wird das im Bürgerzentrum „Bertha von Suttner“ Sömmerda eingerichtete Infektionszentrum zum 31. Mai geschlossen, informierte gestern das Landratsamt. Bürger mit akuten Erkältungssymptomen oder einem Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung wenden sich für einen Termin zum Abstrich ab dem 1. Juni an ihren Hausarzt.

14.23 Uhr: Zwei Neuinfektionen im Wartburgkreis

Das Landratsamt meldet zwei weitere und somit insgesamt 67 nachgewiesene Corona-Infektionen im Wartburgkreis. Die Zahl in Eisenach blieb dahingegen stabil bei 29. Als genesen gelten in der gesamten Wartburgregion 60 Personen. Bisher verstarben fünf Menschen aufgrund von Covid-19.

13.50 Uhr: Streit um Mundschutzpflicht eskaliert in Thüringer Supermärkten

In mehreren Supermärkten in Thüringen kam es wegen der Mundschutzpflicht zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Ein Mann wurde verhaftet. Auf die Mundschutzpflicht angesprochen, reagierten die Betroffenen oft aggressiv.

13.10 Uhr: Zwei positive Corona-Fälle in Altenburger Pflegeheim

Im Pflegeheim Magdalenenstift in Altenburg gibt es zwei positive Coronavirusfälle, meldet das Landratsamt. Nachdem bei einer Mitarbeiterin das Virus diagnostiziert wurde, ordnete das Gesundheitsamt Tests bei allen Heimbewohnern und Pflegekräften an. Dabei wurde eine weitere Mitarbeiterin positiv auf das Virus getestet. Alle anderen der insgesamt 58 veranlassten Abstriche waren negativ. Die beiden positiv auf das Virus getesteten Mitarbeiterinnen stehen unter Quarantäne.

11.30 Uhr: Vierter Tag ohne neue Infektionen im Eichsfeld

Am vierten Tag in Folge kann das Landratsamt im Eichsfeld mit einer positiven Nachricht aufwarten. Auch am Dienstag gab es keine Neuinfektion mit dem Corona-Virus. Genesen sind in den letzten 24 Stunden zwei weitere Personen. Aktuell gibt es demnach noch 23 Infizierte im Landkreis Eichsfeld.

11.15 Uhr: Corona-Krise zerstört Lebenstraum in Zeulenroda-Triebes

Erst im vergangenen August hatte Bianca Claus zusammen mit ihrem Partner die Zellreder Suppenbar auf dem Markt in Zeulenroda-Triebes eröffnet. Der Plan: Neben günstigen Speisen, am Freitag und Samstag kleine Snacks sowie Cocktails anbieten. Dazu Veranstaltungen und Familienfeiern. „Wir waren zwar noch in der Findungsphase, aber es lief zuletzt immer besser“, sagt Bianca Claus.

11 Uhr: Thüringen beruft Corona-Beirat

Nach einigem Hin und Her hat sich das Kabinett auf die Zusammensetzung des wissenschaftlichen Gremiums geeinigt, das die Landesregierung während der Corona-Pandemie beraten soll. Das sind die Beiratsmitglieder und ihre Fachgebiete.

10 Uhr: FC Carl Zeiss Jena darf im Exil ins Mannschaftstraining starten

Auch die zweite Corona-Testreihe beim FC Carl Zeiss Jena war komplett negativ. Somit darf der Drittligist am heutigen Dienstag erstmals seit dem 13. März Mannschaftstraining absolvieren Die Jenaer trainieren im Exil in Leipzig, weil in Thüringen Mannschaftstraining bis 5. Juni verboten ist, und bereiten sich dort auf das Spiel am Sonntag gegen den Chemnitzer FC vor. Wo das Spiel gegen Chemnitz stattfindet, ist derzeit in der Klärung.

8.50 Uhr: Erfurter Bürgermeisterin kündigt Lockerungen vor dem 6. Juni an

Erfurts Schwimmhallen sollen zumindest für den Reha- und Vereinssport bald wieder öffnen dürfen. „Nach dem Gerichtsbeschluss, der Fitnessstudios in Thüringen die Öffnung erlaubt, ist es nicht mehr haltbar, Schwimmhallen komplett zu schließen“, sagt Bürgermeisterin Anke Hofmann-Domke (Linke). Sie kündigt zugleich weitere Lockerungen an, die noch vor dem Auslaufen der aktuellen Corona-Verordnung des Landes am 5. Juni in Kraft treten.

Alle Lockerungen sollen unter Einhaltung der aktuellen Vorgaben erfolgen. Sollte das Land tatsächlich die Abstandsregeln oder das Gebot zum Mund-Nase-Schutz in Geschäften, Restaurants und im ÖPNV lockern wollen, werde die Stadt das durch eine eigene Allgemeinverfügung für das Stadtgebiet verhindern.

8.30 Uhr: Weimars OB Peter Kleine gegen Ramelows Vorstoß - notfalls eigene Gegenmaßnahmen

„Die vom Ministerpräsidenten angekündigte umfassende Aufhebung der Corona-Beschränkungen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht nachvollziehbar“, sagt Peter Kleine im Interview. Die angekündigten Aufhebungen würden zu noch größerer Unsicherheit und Unübersichtlichkeit führen, wenn sie durchgesetzt werden. Kleine will zur Not mit eigenen Maßnahmen reagieren, um Schaden von Weimar abzuwenden. Die Grünen im Stadtrat forderten gleichzeitig die Aufstockung von Teilzeitverträgen sowie die Einbeziehung von Erziehern und Referendaren.

8 Uhr: Jenaer Infektionsmediziner warnt vor zweiter Welle

Mathias Pletz vom Uniklinikum Jena hält eine zweite Infektionswelle für sehr realistisch. Im Sommer verliert das Virus an Aktivität, findet aber im Spätherbst und Winter wieder bessere Bedingungen vor. Das sind die Gründe.

7.30 Uhr: Ramelows Wandlung vom Corona-Paulus zum Saulus

Nach seinem Vorpreschen in Sachen Lockerungen der Corona-Beschränkungen fühlt sich Ministerpräsident Bodo Ramelow missverstanden. Aber alle gestern abgegebenen Erklärungen helfen wenig: Die Koalitionspartner von SPD und Grünen fühlen sich – wie so oft in den vergangenen Monaten - vom Ministerpräsidenten übergangen. Eine Analyse.

7 Uhr: Bayern droht Thüringen wegen Lockerungen Gegenmaßnahmen an

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann droht Thüringen mit Gegenmaßnahmen zu den in Aussicht gestellten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. "Die Vorschläge von Ministerpräsident Ramelow sind unverantwortlich", sagte der CSU-Politiker dieser Redaktion. Man werde die weitere Entwicklung in Thüringen sehr genau im Blick haben, "um in Bayern im Zweifel gegenzusteuern".

Herrmann sagte weiter: "Wir werden sicher nicht tatenlos zusehen, wie Ramelow große Erfolge im Kampf gegen das hochgefährliche Corona-Virus sorglos zunichte macht." Ramelow setze "alles bei der Corona-Bekämpfung bis jetzt Erreichte aufs Spiel und riskiert eine Verschlimmerung der Infektionslage". Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Ankündigung von weitreichenden allgemeinen Lockerungen als "fatales Signal" kritisiert.

Am Wochenende hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) angekündigt, den allgemeinen Lockdown beenden und künftig auf landesweite Corona-Schutzvorschriften verzichten zu wollen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln soll es beim Mund-Nasen-Schutz bleiben.

6 Uhr: Von „nicht nachvollziehbar“ bis „richtiger Weg“: Reaktionen auf Ramelows Vorpreschen

Bodo Ramelow hat das Ende landesweiter Corona-Regeln in Aussicht gestellt. Die Lockerungen werden von den Spitzen der Städte und Kommunen zum Teil hitzig kommentiert. Wir haben Stimmen von Thüringer Landräten und Bürgermeistern gesammelt.

25. Mai

23 Uhr: Knapp 2000 Menschen beteiligen sich an Demonstrationen in Thüringen

In Thüringen gab es am Montagabend 40 Versammlungen im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise. Laut Polizei sei die überwiegende Anzahl der Versammlungen zuvor angemeldet gewesen. Die Gesamtteilnehmerzahl beziffert die Thüringer Polizei auf etwas mehr als 2000 Personen.

20 Uhr: Menschenkette gegen "Spaziergänger" in Pößneck

Am Montagabend nahmen in Pößneck etwa 18 Menschen an einer als Kundgebung angemeldeten Menschenkette teil, die von den Kreisverbänden der Grünen und Linken im Saale-Orla-Kreis und dem Deutschen Gewerkschaftsbund initiiert wurde, um ein Zeichen gegen die sogenannten "Spaziergänge" in Pößneck zu setzen. Die Initiatoren wollten so darauf aufmerksam machen, dass die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie nur solidarisch bewältigt werden können.

18 Uhr: Ramelow stellt sich bei "ARD extra" den Fragen zu Corona-Lockerungen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) stellt sich am Montag in der ARD live den Fragen zu seinen geplanten Corona-Lockerungen. Dabei ist auch sein Kritiker, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CDU). Die Sendung wird in der ARD um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

16.40 Uhr: Ramelow rudert bei Corona-Lockerungen für Thüringen zurück

Nach massiver Kritik auch aus den eigenen Reihen rudert Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bei den angekündigten Corona-Lockerungen zurück. Noch am Freitag hatte Ramelow dieser Zeitung gesagt, er werde dem Kabinett vorschlagen, keine Vorschriften mehr zu erlassen, sondern nur noch Empfehlungen auszusprechen. Damit hätte es ab 6. Juni unter anderem keine Mindestabstands- und Maskenpflicht mehr gegeben.

16.30 Uhr: Ein weiterer Corona-Toter im Kreis Gotha

Im Kreis Gotha stagniert die Zahl der bislang positiv getesteten Personen (analog RKI). Montagmittag lag sie wie am Vortag bei 284, teilt das Landratsamt mit. Davon sind aktuell 44 Personen erkrankt, 15 von ihnen in stationärer Behandlung. 212 gelten als genesen. Die Zahl der Verstorbenen stieg von 27 am Sonntag auf nun 28.

16.10 Uhr: Kreis Weimarer Land korrigiert Zahl der Infizierten

Wegen eines Übermittlungsfehlers wurde dem Gesundheitsamt des Kreises am Freitag fälschlicherweise eine Neuerkrankung mit 14 Kontaktpersonen gemeldet. Die vermutete Person sei aber gar nicht an Covid-19 erkrankt, habe der Laborbefund ergeben, teilte der Kreis heute mit. Folge: Auch die vermeintlichen 14 Kontaktpersonen seien wieder aus der Quarantäne heraus. So gibt es derzeit 73 nachgewiesene Infektionen und 68 Genesene.

15.05 Uhr: Kanzleramt will Kontaktbeschränkungen leicht verändert bis 5. Juli verlängern

Das Bundeskanzleramt will die Corona-Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verlängern, dabei aber auch weitere Lockerungen ermöglichen. „Bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen“ und beim „Aufenthalt im öffentlichen Raum“ sollen sich künftig bis zu zehn Menschen - oder die Angehörigen zweier Hausstände - treffen dürfen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte angekündigt, danach auf die Auflagen verzichten zu wollen und diese allenfalls regional anzuwenden, wenn das Infektionsgeschehen es erfordere. Zuletzt gab Ramelow aber an, dass es auch weiterhin eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften geben solle (afp).

Innenminister Georg Maier (SPD) lehnt eine Aufhebung aller landesweiten Vorgaben für Corona-Regeln ab. Der Paradigmenwechsel, den Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) jetzt propagiere, sei zwar grundsätzlich richtig, sagte Maier der dpa. „Aber nicht so.“ So hätten er und auch die anderen SPD-Landesminister von dem Vorschlag zuerst aus Zeitung oder Radio erfahren. Auch hätten Ramelows Ankündigungen die Akzeptanz vieler Menschen für die bestehenden Regeln untergraben. „Es ist das Gegenteil dessen eingetreten, was er wahrscheinlich wollte“, sagte Maier. „Das, was jetzt rüber gekommen ist, ist kontraproduktiv, um es vorsichtig zu formulieren.“ Er gehe deshalb davon aus, dass das Kabinett zwar am Dienstag über den weiteren Thüringer Weg in der Corona-Krise beraten, aber keinen Beschluss fassen werde.

14.50 Uhr: Polizei löst Corona-Party im Eichsfeld auf

Anwohner meldeten eine Party, an der angeblich bis zu 40 Jugendliche teilgenommen haben sollen. Als die Polizei auftauchte, flüchteten mehrere Feierwütigen. Vor Ort konnten die Beamten vorerst nur die jugendliche Bewohnerin antreffen. Ihre Eltern waren nicht zuhause. Wenig später stellten die Beamten jedoch noch etwa zehn Jugendliche fest, die sich im Haus und im Garten aufhielten. Einige Gäste waren offenbar bei Eintreffen der Beamten geflüchtet.

14.30 Uhr: Noch fünf aktive Coronafälle im Kyffhäuserkreis

Seit über einer Woche gibt es im Kyffhäuserkreis keine neuen Infektionen an Corona. Laut Angaben der Kreisverwaltung liegt die Zahl der Infizierten unverändert bei 45. Ein Patient befindet sich derzeit in stationärer Behandlung. Verstorben ist am Coronavirus niemand im Landkreis. 56 Kontaktpersonen sind zur Zeit in Quarantäne. 40 Personen gelten inzwischen als genesen.

14.10 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Thüringen nur einstellig gestiegen

In Thüringen sind zum Start in die neue Woche nur wenige neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Innerhalb der letzten 24 Stunden sind sechs Fälle dazugekommen, wie aus einer Übersicht der Staatskanzlei vom Montag hervorgeht. Damit wurden in Thüringen seit Beginn der Corona-Pandemie 2871 Infizierte registriert, schätzungsweise 2480 davon gelten inzwischen als genesen. 152 Menschen starben seither mit oder an einer solchen Infektion.

Die landesweite Infektionsrate lag am Montag bei 5,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. In neun Kreisen und kreisfreien Städten lag die Quote bei null; der höchste Wert wurde für den Kreis Sonneberg in Südthüringen mit 35,6 ausgewiesen.

14.01 Uhr: Kritik: Eingeschränkter Betrieb in Kitas und Schulen belastet Eltern

Für viele Eltern bedeutet die Corona-Krise eine Zusatzbelastung, da sie nicht wie bisher ihre Kinder zur Schule und zur Betreuung schicken konnten. Auch die schrittweise Öffnung von Einrichtungen nütze den meisten berufstätigen Eltern kaum, bemängeln Paritätischer Wohlfahrtsverband und Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen (dpa).

13.55 Uhr: Ein neuer Corona-Fall im Saale-Holzland-Kreis

Dem Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreises ist am Montag ein neuer Corona-Fall bekannt geworden. Es handele sich um eine Frau, die in einer medizinischen Einrichtung außerhalb des Landkreises arbeitet, teilte das Landratsamt am Mittag mit.

Damit sind aktuell vier Infektionsfälle im Landkreis aktiv, 66 gelten als beendet. Es befinden sich derzeit noch 34 Personen in Quarantäne. Für 925 Menschen im Landkreis endete die Quarantänezeit bereits.

13.40 Uhr Aktuell noch vier Personen im Kreis Nordhausen erkrankt

Seit zehn Tagen hat der Landkreis Nordhausen keine neue Corona-Infektion mehr verzeichnet. „. Wir hatten diese Situation vor Wochen schon einmal und zwischenzeitlich haben sich dann nur vereinzelte Infektionen ergeben, die meist mit einer beruflichen Tätigkeit im Nachbarlandkreis zusammenhingen“, erklärt Landrat Matthias Jendricke (SPD) am Montagnachmittag. Von den 60 bekannten Infektionsfällen gelten inzwischen 53 Personen als genesen, drei sind verstorben. Aktuell sind nur noch vier Personen im Kreis Nordhausen erkrankt.

12.25 Uhr: Jenas Amtsärztin über die aktuelle Arbeit und die Angst vor der zweiten Welle

Als der Höhepunkt erreicht worden war, galt es nach einem einzigen Infektionsfall 300 Kontaktpersonen zu ermitteln. Der Jenaer Fachdienst Gesundheit hat sich längst als Leitstelle in der Corona-Krise behauptet. Die Fallzahlen gehen in Jena zurück, die Arbeit bleibt. Jetzt sind es vor allem Hygienekonzepte, die das Team um Jenas Amtsärztin Enikö Bán beschäftigen. Und zum Stress kommt die Angst vor einer zweiten Welle. Zum Interview mit der Amtsärztin.

12.00 Uhr Massive Kritik der Kommunen an Ramelows Corona-Vorstoß

Die Pläne von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zum Ende der landesweiten Corona-Regelungen stoßen bei Thüringens Kommunen auf massive Kritik. “Das ist brandgefährlich“, sagte der Präsident des Gemeinde- und Städtebundes, Michael Brychcy, am Montag. „Ich habe keine Lust, dass wir uns zweieinhalb Monate gequält haben und jetzt alles aufs Spiel setzen.“ Alle Kritikpunkte im Einzelnen.

10.40 Uhr: Auch Sachsen kündigt Wende bei Corona-Einschränkungen an

Nach Thüringen hat auch Sachsen eine grundlegende Änderung beim Umgang mit Einschränkungen in der Corona-Krise angekündigt. "Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibt, planen wir für die Zeit ab dem 6. Juni in der nächsten Corona-Schutzverordnung einen Paradigmenwechsel", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Montag in Dresden. "Statt wie jetzt generell Beschränkungen zu erlassen und davon viele Ausnahmen für das zu benennen, was wieder möglich ist, wird dann generell alles freigegeben und nur noch das Wenige an Ausnahmen benannt, was noch nicht möglich sein wird", erklärte Köpping. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte am Wochenende angekündigt, die allgemeinen Corona-Schutzmaßnahmen vom 6. Juni an aufzuheben.

9.20 Uhr: Fête de la musique entfällt im Juni in Erfurt, Ersatzveranstaltung im Herbst

Einen kleinen Lichtblick für die Fans der Straßenmusik in Erfurts Gassen gibt nun Organisatorin Franziska Teichert, die eine Ersatzveranstaltung im Herbst plant. Das genaue „Wann“ und „Wie“ werde noch überlegt, im Gespräch ist das erste oder zweite Septemberwochenende. So ganz auf Musik müssen Fête-Fans am 21. Juni dennoch nicht verzichten, denn in beteiligten Clubs soll es dennoch Musik geben, die per Stream auf Computer und Smartphones kommen soll. Sämtliche Thüringer Fête-Städte schließen sich dem an.

Welche großen Veranstaltungen in Thüringen ausfallen und welche stattfinden

8.40 Uhr: Sechs Klinik-Mitarbeiter infiziert - Tests bei mehr als 500 Personen

Sechs Mitarbeiter des Regiomed-Krankenhauses in Hildburghausen haben sich laut Informationen des MDR mit dem Coronavirus infiziert. Bei den Betroffenen handele es sich um Pfleger und Krankenschwestern der Klinik. So haben sich die Mitarbeiter wahrscheinlich angesteckt.

8.30 Uhr: Thüringer Tourismushochburg leidet

Oberhof leidet als Thüringer Tourismushochburg unter der Corona-Krise. Obwohl die Mehrzahl der Hotels, Restaurants und Geschäfte in Oberhof wieder geöffnet hat, spricht Bürgermeister Thomas Schulz (parteilos) von einem „immensen Schaden“ als Folge der Corona-Krise für seine 1600-Einwohner-Gemeinde. „Wir leben schließlich fast zu einhundert Prozent vom Tourismus“, sagt er. So würden aktuell rund 300.000 Euro an Einnahmen durch die Kurtaxe fehlen. Hier lesen Sie, was das für die Biathlon-WM 2023 bedeuten kann.

8 Uhr: Flughafen Erfurt-Weimar rüstet sich für Neustart

Am Flughafen Erfurt-Weimar könnten ab Mitte Juni wieder Passagierflugzeuge starten. „Wir wären dafür sofort bereit“, sagt Geschäftsführer Uwe Kotzan. Das würde ebenso die Airlines und Reiseveranstalter betreffen, die bereits entsprechende Pläne ausgearbeitet haben. Voraussetzung für den touristischen Flugbetrieb sei allerdings, dass die vorerst bis 14. Juni gültigen Reisebeschränkungen aufgehoben würden. Alle Infos dazu hier.

7.24 Uhr: Ampelsystem im Gothaer Krankenhaus eingeführt

Das Helios Klinikum in Gotha fährt seit einer Woche stufenweise wieder seinen Regelbetrieb hoch. Als Orientierung für Besucher und Personal gibt es ein Farbkonzept, bei dem das Krankenhaus in drei farbige Bereiche aufgeteilt wutde. Ähnlich wie bei der Ampelregelung im Straßenverkehr sollen diese Bereiche zum Schutz der Patienten dienen.

24. Mai

21.30 Uhr: Heftige Kritik an rot-grünen Plänen zur Staatsverschuldung

Die Corona-Pandemie hat große Teile der Thüringer Wirtschaft schwer getroffen. Verlässlichkeit und Planbarkeit in den Landesfinanzen über einen Doppelhaushalt 2021-2022 festzuschreiben, wäre daher in der jetzigen Situation ein richtiger und wichtiger Schritt seitens der Landesregierung, meint der Ostthüringer Industrie und Handelskammer-Präsident Ralf Bauer gegenüber dieser Zeitung. Gleichzeitig lehnt er die im Konzeptpapier von Staatsminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) und Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) vorgestellten Ideen einer langfristigen umfangreichen Staatsverschuldung für einen gleichzeitig nochmals verstärkten staatlich gelenkten ökologischen Wandel ab.

20 Uhr: Spielerinnen des FF USV kritisieren DFB scharf

Jetzt befinden sich auch die Spielerinnen des FF USV Jena im Angriffsmodus in Richtung Deutscher Fußball-Bund (DFB). Wie die Drittliga-Kicker des FC Carl Zeiss Jena, mit dem der FF USV fusionieren möchte, kritisieren auch die Bundesliga-Fußballerinnen den Spielplan, den der DFB für die Saison-Fortsetzung vorgelegt hat. Drei englische Woche stehen demnach ab 7. Juni für die Mannschaft von Trainer Chris Heck an. Bis dahin sind nach drei Monaten Pause für die USV-Spielerinnen gerade einmal drei Wochen Kleingruppen-Training möglich, weil Mannschaftstraining in Jena bis zum 5. Juni nicht erlaubt ist. Auf diese mangelhafte Vorbereitungsmöglichkeit machen über zehn Spielerinnen der Saalestädter in den sozialen Medien aufmerksam.

19.30 Uhr: Eichsfelder Polizeichef beklagt zunehmend aggressives Verhalten

„So langsam nimmt das gesellschaftliche Leben wieder Fahrt auf. Das ist gut, das ist schön für uns alle“, sagt der Eichsfelder Polizeichef Dietmar Kaiser. Allerdings, so erzählt er, berichten ihm die Kollegen des Streifendienstes, die Ermittler und die Kontaktbereichsbeamten, dass sich Tag für Tag mehr die vergangenen zwei Monate bemerkbar machen. „Sie machen sich bemerkbar im Verhalten von immer mehr Bürgern gegenüber den Polizeibeamten“, präzisiert Kaiser.

19 Uhr: Südharz: Besuchsverbot in Kliniken bleibt bestehen

Die Krankenhäuser im Landkreis Nordhausen haben nach der Veröffentlichung der neuen Allgemeinverfügung des Landes Thüringen am 13. Mai umgehend darauf reagiert. Im Nordhäuser Südharz-Klinikum bleibt das Besucherverbot bis auf weiteres bestehen, informiert Markus Garzke, Referent der Geschäftsführung. Auch in anderen Krankenhäusern im Landkreis hat man ähnliche Regelungen.

18.30 Uhr: Fünf weitere Infizierte in der Wartburgregion

Fünf weitere Menschen in der Wartburgregion haben sich über das Wochenende mit dem Coronavirus infiziert. Damit, so die Zahlen des Gesundheitsamtes, beläuft sich die Zahl der Infizierten mit Stand Sonntag (24. Mai, 15 Uhr) auf 94. Davon sind 65 wohnhaft im Gebiet des Wartburgkreises (plus 5 im Vergleich zu Freitag) und 29 in der Stadt Eisenach (unverändert).

16.30 Uhr: Bundesweites Echo auf Thüringens Weg aus dem Lockdown

Im Ringen um den richtigen Weg in der Corona-Pandemie ist Thüringen vorgeprescht und hat weitreichende Lockerungen angekündigt. Auf die Entscheidung von Bodo Ramelow (Linke), in Thüringen vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten, gibt es bundesweit gemischte Reaktionen.

15 Uhr: Corona-Lockerungen werden zum Stresstest für Thüringer Koalition

Die Ankündigung weit gehender Corona-Lockerungen durch Regierungschef Bodo Ramelow (Linke), wird zum Stresstest für die Minderheitsregierung. Koalitionspartner SPD und Grüne wurden von ihm vorab nicht mit ins Vertrauen gezogen, bestätigten Vertreter beider Parteien dieser Zeitung. Vielmehr habe es sie eiskalt erwischt. Bereits am Dienstag soll das Kabinett den Plan beraten.

14.40 Uhr: Corona-Neuinfektionsrate in neun Landkreisen und Städten bei null

In neun Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten liegt die Corona-Neuinfektionsrate inzwischen bei null. Das sind die Städte Erfurt, Jena und Eisenach sowie die Kreise Kyffhäuser, Nordhausen, Saalfeld-Rudolstadt, Sömmerda, Weimarer Land und Unstrut-Hainich, wie aus einer Übersicht der Staatskanzlei vom Sonntag hervorgeht. Landesweit lag die Quote bei 5,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Mancherorts bleibt das Infektionsgeschehen aber brisant, wenngleich nirgendwo mehr die kritische Sieben-Tage-Infektionsrate von 50 Fällen je 100.000 Einwohner überschritten wurde.

14 Uhr: FC Carl Zeiss Jena sucht Ersatzstadion im Westen Deutschlands

Drittligist FC Carl Zeiss Jena geht nun ungewöhnliche Wege, um den Reiseaufwand in den kommenden Wochen zu minimieren. Der Verein hat andere Drittligisten im Westen Deutschlands angefragt, ob er in ihrem Stadion die Partie gegen den Chemnitzer FC absolvieren kann. Der Spielbetrieb in der dritten Liga soll nach der Corona-Zwangspause zu Pfingsten wieder starten.

13.40 Uhr: Zahl der Corona-Fälle im Kyffhäuserkreis seit einer Woche unverändert

Die Zahl der seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit dem mit dem Covid-19 infizierten Menschen im Landkreis ist seit sieben Tagen unverändert und liege nach wie vor bei 45, informierte Heinz-Ulrich Thiele, Sprecher des Landratsamtes. Fünf Personen seien aktuell noch an Covid-19 erkrankt, davon befinde sich eine in stationärer Behandlung. 40 Menschen gelten inzwischen als wieder genesen. Verringert habe sich die Anzahl der in Quarantäne befindlichen Kontaktpersonen. Diese lag am Samstag bei 66 Personen und sank am gestrigen Sonntag auf 64. Einen Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus gibt es im Kyffhäuserkreis nicht zu beklagen.

13.20 Uhr: Ein neuer Corona-Fall im Kreis Gotha

Am Sonntag ist die Zahl der derzeit an Corona erkrankten Personen von 46 auf 47 gestiegen. Stationär aufgenommen sind unverändert 16 Patienten. Die Zahl der Genesenen (210) und der Toten (27) bleibt gleich.

13 Uhr: Noch drei aktive Corona-Fälle im Saale-Holzland-Kreis

Es gibt auch an diesem Wochenende keinen neuen Corona-Fall im Saale-Holzland-Kreis. Derzeit sind noch 3 Fälle aktiv, 66 bereits beendet. 34 Personen befinden sich noch in Quarantäne, für 925 endete die Quarantänezeit bereits.

12.50 Uhr: Kritik an geplantem Verzicht auf allgemeine Corona-Beschränkungen

An der Ankündigung von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), auf allgemeine Corona-Beschränkungen in Thüringen verzichten zu wollen, wächst die Kritik. Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) dazu auf Twitter: "Mir scheint das ein Gang aufs Minenfeld." Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) dringt auf Vorgaben des Landes zu allgemeinen Hygiene- und Schutzstandards. Hier lesen Sie mehr.

10.10 Uhr: Ramelow begründet Ende allgemeiner Corona-Regeln

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat das geplante Ende der allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland mit der aktuellen Infektionslage begründet. "Wir haben im März auf der Grundlage von Schätzungen von 60 000 Infizierten entschieden – jetzt haben wir aktuell 245 Infizierte", sagte der Linke-Politiker zur Situation in Thüringen. "Der Erfolg gibt uns mit den harten Maßnahmen recht – zwingt uns nun aber auch zu realistischen Konsequenzen und zum Handeln. Und das heißt: Für Thüringen empfehle ich die Aufhebung der Maßnahmen." Nicht alle Politiker in Thüringen teilen diese Meinung.

10 Uhr: Keine Neuinfektionen im Kreis Gotha

Mit Stand von gesternabend, 23. April 2020, lautet die Gesamtzahl der auf Sars-Cov2 positiv getesteten Personen im Landkreis Gotha analog der Zählweise des Robert-Koch-Institutes bei 283. Das ist unverändert der Zahl vom Vortrag, Freitag dem 22. Mai. Elf weitere Personen sind genesen. Deren Zahl erhöhte sich damit von Freitag zu Samstag von 199 auf 210. 46 Personen sind am Samstag noch erkrankt, anstelle von 57 am Freitag, jedoch musste eine Person mehr stationär aufgenommen werden. Es sind damit 16 Personen in den beiden Krankenhäusern des Landkreises zusammen gerechnet. Die Zahl der Verstorbenen liegt den vierten Tag unverändert bei 27.

23. Mai

18.32 Uhr: Unmaskiert: Streit um Muhsals Auftritt im Jenaer Stadtrat

Der Auftritt von Wiebke Muhsal im Jenaer Stadtrat sorgt für Wirbel: Die AfD-Politikerin nahm ohne einen Mund- und Nasenschutz an der Sitzung teil und führte dabei ein ärztliches Attest an. FDP-Stadtrat Clemens Beckstein bezeichnete Muhsals Verhalten dennoch als „a-sozial im Wortsinne“. Die AfD wies die Vorwürfe zurück. Der Fachdienst Recht soll vor der nächsten Stadtratssitzung die rechtliche Lage klären.

17.43 Uhr: Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen in Thüringen

In Thüringen sind nach Angaben der Polizei am Samstag bei insgesamt 16 Versammlungen rund 850 Menschen wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen auf die Straße gegangen. Die größten Versammlungen gab es demnach in Erfurt, hier zählte die Polizei etwa 440 Teilnehmer bei sechs Versammlungen im gesamten Stadtgebiet. In Gera und Nordhausen kamen jeweils circa 120 Teilnehmer zusammen.

Rund 350 Menschen versammelten sich auf dem Erfurter Domplatz. Neben Schaulustigen demonstrierten mehrere Dutzend Menschen friedlich gegen Einschränkungen von Grundrechten im Zuge der Corona-Pandemie. Ein Polizeisprecher bezifferte ihre Zahl bei der angemeldeten Kundgebung auf etwa 40. Zudem hätten sich weitere Menschen in Gruppen auf dem Platz aufgehalten, die offensichtlich zu einem sogenannten Hygienespaziergang wollten. Doch habe die Stadt nur eine reine Standkundgebung erlaubt, hieß es. Entgegen mehrfacher Aufforderungen der Polizei, dieser Auflage Folge zu leisten, hätten kleinere Personengruppen versucht, einen solchen Hygienespaziergang durch die Innenstadt durchzuführen. Die Polizei griff mit einem massiven Aufgebot ein, es sei dabei zu Widerstandshandlungen gegenüber den eingesetzten Beamten gekommen.

Mit einem symbolischen Friedhof protestierte außerdem das Bündnis „Auf die Plätze“ in Erfurt gegen regelmäßig stattfindende Hygienedemos und Spaziergänge.

Zu einem nicht angemeldeten Spaziergang trafen sich am Samstag um 15.30 Uhr Bürger auf dem Marktplatz von Gera. Bereits zum 4. Mal kamen sie zusammen, um Kritik an der Regierung wegen der Corona-Maßnahmen zu üben. Laut Einsatzleiter der Polizei trafen sich etwa 120 Teilnehmer. Der Aufzug sei schließlich genehmigt worden, nachdem sich ein Versammlungsleiter erklärt habe. Kurz vor Beginn des Spaziergangs wurde zudem eine Eilversammlung gegen die Corona-Gegner angemeldet. An dieser beteiligten sich nur drei Leute. Beide Veranstaltungen verliefen friedlich nebeneinander.

In Nordhausen nahmen ebenfalls 120 Teilnehmer an einer genehmigten Versammlung teil. Diese wurde laut Polizei durch die Versammlungsleiterin beendet, nachdem es zu Differenzen mit den Teilnehmern hinsichtlich des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes kam.

Die übrigen kleineren Versammlungen in Thüringen verliefen unter geringer Teilnehmerzahl störungsfrei, so die Polizei.

16.23 Uhr: Kemmerich: Es darf kein Verordnungs-Flickenteppich entstehen

FDP-Fraktionschef Thomas Kemmerich hat vor einem Flickenteppich bei Corona-Verordnungen im Land gewarnt. „Die Freien Demokraten in Thüringen würden es begrüßen, wenn die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie tatsächlich beendet werden könnten“, erklärte er am Samstag. „Allerdings darf durch Maßnahmen der Landesregierung, die offensichtlich weder mit den anderen Bundesländern, noch mit den Thüringer Landkreisen und Kommunen abgestimmt wurden, kein Verordnungs-Flickenteppich entstehen.“ Die Menschen seien ohnehin stark verunsichert - da erwarteten sie von der Landesregierung einen klaren Blick für das Gebotene.

16 Uhr: Streit in der 3. Liga um FC Carl Zeiss Jena eskaliert

In der 3. Liga schwelt weiter der Streit um die Saisonfortsetzung. Der Deutsche Fußball-Bund macht dem FC Carl Zeiss Jena indirekt den Vorwurf, nicht schon früher in ein anderes Bundesland umgezogen zu sein, um Mannschaftstraining zu absolvieren. Dagegen wehrt sich der Geschäftsführer der Jenaer: Anmaßend und realitätsfern seien diese Aussagen. Unterdessen bringt der DFB erste Ersatzstadien fürs Heimspiel am Pfingstsonntag ins Gespräch.

14.47 Uhr: SPD-Fraktionschef dämpft Erwartungen zu Ende des Corona-Lockdowns

SPD-Fraktionschef Matthias Hey hat Erwartungen zu einem Ende der allgemeinen Corona-Beschränkungen in Thüringen gedämpft. „Es ist nicht so, dass wir jetzt das Schweden Deutschlands werden“, sagte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe etwa davon aus, dass auch ab 6. Juni Drittligaspiele im Fußball in Thüringen weiterhin genauso ohne Zuschauer stattfinden werden wie in anderen Bundesländern. Es gehe nicht darum, alle Beschränkungen aufzuheben, sondern sie regional so weit zurückzufahren, wie es das Infektionsgeschehen zulasse. Dazu sollen die Kommunen mehr Verantwortung erhalten, bräuchten von der Landesregierung aber klare Maßgaben und Hilfestellungen.

14.30 Uhr: Corona-Neuinfektionsrate in Erfurt und Jena bei null

In sechs Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten liegt die Corona-Neuinfektionsrate inzwischen bei null. Das sind Jena und Erfurt sowie die Kreise Nordhausen, Sömmerda, Weimarer Land und Unstrut-Hainich, wie aus einer Übersicht der Staatskanzlei vom Samstag hervorgeht. Landesweit lag die Quote bei 5,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Mancherorts bleibt allerdings das Infektionsgeschehen höchst brisant.

14 Uhr: Keine Neuerkrankungen im Saale-Holzland

Es gibt weiterhin keinen neuen Corona-Fall im Saale-Holzland-Kreis. Mit Stand Samstagmittag sind nur noch 3 Fälle aktiv, 66 sind beendet. 34 Personen befinden sich noch in Quarantäne, für 921 endete die Quarantänezeit bereits.

13.35 Uhr: Voigt: Ankündigung zu Ende der Corona-Beschränkung zügig umsetzen

CDU-Fraktionschef Mario Voigt hat die Regierung aufgefordert, ihre Ankündigung zum Ende der Corona-Beschränkungen rasch und eindeutig umzusetzen. „Die Bürger wollen Normalität und verhalten sich verantwortungsvoll“, sagte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings müsse das Land bei diesem Schritt Klarheit für die Kommunen schaffen. Das sei in der Vergangenheit oft nicht der Fall gewesen, monierte der Christdemokrat. Als Beispiel verwies er auf Corona-Lockerungen bei Kindergärten, die mit „lebensfremden Auflagen“ zu kämpfen hätten. Die Ankündigung müsse zügig umgesetzt werden, damit die Kommunen genug Zeit für die Vorbereitung hätten.

12 Uhr: Noch fünf Erkrankte im Kyffhäuserkreis

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Landkreis sei seit einer Woche stabil und liege nach wie vor bei 45, informierte Heinz-Ulrich Thiele, Sprecher des Landratsamtes. Fünf Personen seien aktuell noch an Covid-19 erkrankt, davon befindet sich eine in stationärer Behandlung. 40 Menschen gelten als wieder genesen. Einen Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus gibt es im Kyffhäuserkreis nicht zu beklagen. 66 Kontaktpersonen befinden sich derzeit noch in Quarantäne.

11.30 Uhr: Gesundheitsamt im Saale-Holzland-Kreis vor großen Aufgaben

Über Mangel an Aufgaben können sich die Mitarbeiter im Gesundheitsamt des Landkreises nicht beklagen – von AIDS-Tests über Gutachten bis zur Überwachung aller medizinischen und Gemeinschaftseinrichtungen reicht das Spektrum.. Seit Mitte März bringt die Corona-Pandemie viele zusätzliche Aufgaben. Was das für die gleichbleibend wenigen Mitarbeiter bedeutet, berichten Kathrin Nestler, Abteilungsleiterin für Soziales, Jugend und Gesundheit im Landratsamt des Saale-Holzland-Kreises, und Bettina Naumann, Ärztin im Amtsärztlichen Dienst.

11 Uhr: Corona-Krise lässt Hilfsbereitschaft wachsen

In der Corona-Krise zeigen zahlreiche Menschen ein großes Engagement für ihre Nachbarn oder auch für Mitmenschen, die sie nie zuvor gesehen haben. Die Bereitschaft, anderen zu helfen sei "sehr groß, und zwar spürbar höher als zuvor", sagte etwa die Sprecherin der Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Susanne Sobko. Ähnliches berichtete unter anderem der Direktor des Verbands der Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft , Frank Emrich. "Das Engagement unter Nachbarn kennt keine Altersgrenzen und funktioniert unabhängig von der familiären Situation", sagte er. Alle Ergebnisse der Umfrage gibt es hier.

10 Uhr: Zweifel an ausreichender Hygiene in den Erfurter Schulen

Ziel müsse doch sein, Kontakte zu reduzieren und das regelmäßige Händewaschen zu ermöglichen. In etlichen Schulen fließt nur kaltes Wasser aus normalen Drehhähnen – „da klemmt es doch schon bei den technischen Voraussetzungen“, sagt Kreiselternvertreter Armin Däuwel – und das nicht erst seit Corona-Zeiten. Wo die Hygiene schon vor Corona nicht funktioniert habe, könne dies heute erst recht nicht gelingen, ist der Kreiselternsprecher überzeugt. Auch die Schulreinigung fällt vielerorts mehr als dürftig aus. Hier lesen Sie mehr.

9.30 Uhr Leiter des Corona-Krisenstabes in Jena hält Freigabe für Fußball für rechtswidrig

Benjamin Koppe leitet den Krisenstab der Stadt Jena. Wir haben mit ihm über die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes zum Start der dritten Liga gesprochen. Er nimmt auch Stellung zu Vorwürfen, die Stadt wolle dem FC Carl Zeiss Jena und dem FF USV Jena zum Klassenerhalt verhelfen. Hier geht es zum Interview.

9 Uhr: Ramelow will ab 6. Juni Corona-Beschränkungen aufheben

Anfang des kommenden Monats sollen die Corona-Beschränkungen in Thüringen unter bestimmten Voraussetzungen beendet werden. „Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen“, sagt Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) im Gespräch mit dieser Zeitung.

22.Mai

16.45 Uhr: Thüringer CDU favorisiert sächsiches Modell bei Öffnungen der Kitas

Die Thüringer CDU will sich bei den Verhandlungen zum Mantelgesetz für eine komplette Öffnung der Kindergärten und Horte bei strikter Trennung der Gruppen nach sächsischem Modell einsetzen. Was dies bedeutet lesen sie hier.

15.30 Uhr: Elf Neuinfizierte im Landkreis Greiz

Das Landratsamt Greiz meldet am Freitagnachmittag für den 21. und 22. Mai elf Neuinfektionen. Mit nunmehr 30 Coronainfizierten in den letzten sieben Tagen bleibt der Landkreis dennoch unter der von der Bundesregierung vorgegebenen Grenze. Damit haben sich seit Ausbruch des Virus insgesamt 601 Menschen mit dem Coronavirus Infiziert, mit 215 Fällen in der Stadt Greiz die meisten.

14.45 Uhr: Thüringer Muslime mussten Lockdown und Ramadan unter einen Hut bekommen

Für rund 8000 Muslime in Thüringen endet an diesem Wochenende die Fastenzeit. Neben Gebeten ist in dieser Zeit das Miteinander besonders wichtig. Doch die Corona-Krise machte vieles schwieriger. Die gemeinsamen Abendessen nach Sonnenuntergang mussten ausfallen, die Kontaktbeschränkungen belasteten vor allem die Familien.

14 Uhr: Zahl der aktiven Coronafälle im Landkreis Gotha sinkt

Noch 15 stationär aufgenommene Erkrankte meldet der Landkreis Gotha am 22. Mai zur Corona-Krise. Sie werden in den beiden Krankenhäusern in Friedrichroda und in Gotha behandelt. Es sind 5 Erkrankte weniger als am 19. Mai. Insgesamt seien nun 57 statt 62 Personen erkrankt. Die Gesamtzahl der bislang positiv getesteten Personen (analog der Zählweise des Robert-Koch-Institutes) beträgt 283 Personen. Von den Infizierten seien inzwischen 199 Genesen. Eine weitere Person ist inzwischen Verstorben.

13.40 Uhr: Sieben Neuinfektionen im Eichsfeld

In den vergangenen 48 Stunden gab es im Landkreis Eichsfeld sieben Neuinfektionen. Die Häufung der Fälle ist auf eine Infektionskette in einem Mitarbeiterkreis des Eichsfeld-Klinikums zurückzuführen. Die direkte Patientenversorgung sei davon nicht betroffen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Eichsfeld ist entsprechend tätig und veranlasst notwendige Maßnahmen. Die Neuerkrankungen traten im Labor des Hauses auf, nach ersten Erkenntnissen sei die Infektionskette von außen hereingetragen worden, sei nicht von infektiösem Material ausgegangen, so der Ärztliche Direktor des Eichsfeld-Klinikums, Uwe Schotte. Die Gesamtzahl der Infizierten steigt auf 151 an, 117 Menschen sind genesen, 25 aktuell infiziert.

13.20 Uhr: Schülervertretung gegen Verlängerung des 11. Schuljahres wegen Corona

Die Landesschülervertretung hat sich gegen eine coronabedingte Verlängerung des aktuellen 11. Schuljahres in das kommende Schuljahr hinein ausgesprochen. Dieser Vorschlag des Thüringer Bildungsministeriums verschiebe das Problem nach hinten, erklärte die Vorsitzende Selma Konrad am Freitag. "Die ohnehin knappe und stressige Zeit in der 12. Klasse wird damit nur noch weiter verkürzt, wenn kein Risiko bei entsprechenden Bewerbungsterminen eingegangen werden soll", äußerte sie in einer Mitteilung.

Das Ministerium hatte die vorgeschlagene Verlängerung damit begründet, dass Schüler im zweiten Halbjahr des 11. Schuljahres bereits für die Abiturnote wichtige Leistungspunkte erbringen müssen. Wegen der Pandemie mit wochenlangen Schulschließungen sei dies in weiten Teilen nicht möglich. Auch die Schülervertretung sieht dieses Problem. Sie hält den Zeitraum der Schuljahresverlängerung nach den Sommerferien jedoch für ungünstig. Zudem sprach sie sich dagegen aus, die Abiturprüfungstermine des nächsten Jahres zu verschieben.

12.40 Uhr: Keine Neuinfektionen im Saale-Holzland-Kreis

Es gibt aktuell keinen neuen Corona-Fall im Saale-Holzland-Kreis. Sieben Fälle sind noch aktiv, 62 beendet. Mit Ablauf des heutigen Tages endet bei drei der sieben Infizierten die Quarantänezeit. 41 Personen befinden sich derzeit noch in Quarantäne. Für 914 endete die Quarantänezeit bereits.

11 Uhr: Alle Corona-Tests im Schleizer Krankenhaus sind negativ

Gute Nachrichten aus dem Schleizer Krankenhaus: Der befürchtete große Corona-Ausbruch ist ausgeblieben. Zu Beginn der Woche war eine medizinische Mitarbeiterin der Einrichtung an Covid-19 erkrankt. Da sie an den vorangegangenen Tagen ihrer Arbeit nachging und dabei Kontakt zu zahlreichen Kollegen und Patienten hatte, musste man von einer Vielzahl Ansteckungen ausgehen, was sich glücklicherweise nicht bestätigte.

Bei einem Massentest wurden am Dienstag alle Patienten und Angestellten des Krankenhauses abgestrichen und nun liegt das komplette Ergebnis vor: Alle 111 Corona-Tests fielen negativ aus.

10 Uhr: Reha-Kliniken nach Corona-Einschränkungen im Neustart-Modus

Die Thüringer Rehabilitationskliniken sehen nach den coronabedingten Einschränkungen wieder Licht am Horizont. "Die Akutkrankenhäuser fahren ihre Operationskapazitäten wieder hoch, das bedeutet auch wieder mehr Anschlussheilbehandlungen in den Reha-Kliniken", sagte Lydia Pasemann, die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Privatkliniken, in dem 11 der mehr als 30 Reha-Kliniken in Thüringen organisiert sind. Diese Behandlungen, die während der wochenlangen Einschränkungen nur in reduziertem Umfang möglich waren, seien ein wichtiges Standbein für die Häuser.

Zudem könnten nun auch die von Mitte März bis Anfang Mai komplett eingestellten Heilkuren wieder angeboten werden. Teilweise sind Pasemann zufolge aber noch nicht alle Therapieangebote in den Häusern wieder nutzbar, etwa Bewegungsbecken oder Thermen.

Wegen Abstandsregelungen und verschärfter Hygieneanforderungen, etwa das Tragen von Mundschutz, müsse das Therapieprogramm teils neu organisiert werden und sich der Klinikalltag neu einspielen, sagte der Verwaltungsleiter des Klinikzentrums Bad Sulza (Kreis Weimarer Land), Mark Förste. "Wir haben deshalb schrittweise mit eingeschränkter Kapazität angefangen."

21. Mai

18.00 Uhr: Polizei zieht positive Bilanz des Himmelfahrtstags

Der Himmelfahrtstag verlief nach Einschätzung der Thüringer Polizei zumindest bis zum frühen Abend ruhig. Auffällige Verstöße gegen Auflagen des Infektionsschutzes habe es nicht gegeben, teilt die Landeseinsatzzentrale auf Anfrage mit. Mehr lesen Sie hier.

17.50 Uhr: FC Carl Zeiss Jena will gegen DFB-Spielplan klagen

Der Deutsche Fußball-Bund will die Corona-Auszeit der dritten Liga schon am letzten Mai-Wochenende beenden. Der FC Carl Zeiss Jena darf absehbar frühestens Mitte nächster Woche Mannschaftstraining absolvieren, wenn der Verein ein Domizil außerhalb Thüringens findet. Alle Hintergründe in unserer aktuellen Zusammenfassung.

17.00 Uhr: SPD für Massentest von Kita-Mitarbeitern

Thüringer SPD-Abgeordnete sprechen sich für Corona-Massentests bei Kita-Mitarbeitern aus. Die Strategie könne eine flächendeckende Öffnung der Einrichtungen möglich machen. „Die aktuellen Infektionszahlen begründen nicht unbedingt einen restriktiven Weg“, so die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Cornelia Klisch. Nur in Kombination mit einer starken Ausnutzung der Testkapazitäten werde man sich spürbar in Richtung Normalbetrieb bewegen können. Strenge epidemiologische Überwachung müsse dabei Voraussetzung sein.

16.00 Uhr: Noch sieben aktive Corona-Fälle im Saale-Holzlad-Kreis

Dem Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreises ist am 21. Mai ein neuer Corona-Fall gemeldet worden. Es handelt sich um eine ältere Frau, die sich seit 11. Mai in einer medizinischen Einrichtung außerhalb des Landkreises befindet und am 20. Mai positiv auf Covid-19 getestet wurde. Aktuelle Kontakte zu Personen im Saale-Holzland-Kreis bestanden nicht. Damit sind im SHK 7 aktive Corona-Fälle registriert, 62 Fälle sind beendet. In Quarantäne befinden sich derzeit noch 40 Personen, für 914 endete die Quarantänezeit bereits.

14.55 Uhr: Infektionsrate im Kreis Sonneberg über kritischer Marke

Im Corona-Schwerpunkt, dem Kreis Sonneberg, lag die Sieben-Tage-Infektionsrate am Donnerstag mit 54,79 Fällen je 100.000 Einwohner über der kritischen Marke von 50. Das geht aus Angaben des Landratsamtes auf dessen Internetseite hervor. Im täglichen Bulletin der Staatskanzlei war der Sonneberger Wert deutlich niedriger, was aber laut Gesundheitsministerium auf zeitlichen Meldeverzug zurückzuführen ist.

14.40 Uhr: Situation im Landkreis Greiz stabilisiert sich

Im Landkreis Greiz hat sich die Corona-Situation weiter stabilisiert. Die Sieben-Tage-Neuinfektionsrate sank am Donnerstag auf 29,5 Fälle je 100.000 Einwohner ab und lag damit deutlich unter dem kritischen Wert von 50, wie die Staatskanzlei auf ihrer Internetseite mitteilte. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem ostthüringischen Landkreis 588 Coronavirus-Infektionen registriert, 45 von 151 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus in Thüringen entfallen auf den Landkreis Greiz.

13.05 Uhr: Corona macht es nötig: Intershop stellt Zukunftsideen virtuell vor

Bei Intershop in Jena gab es erstmals eine virtuelle Hauptversammlung. Der Vorstand berichtete über den Umbau der Gesellschaft und die Vorhaben. Die Aktionäre mussten auf eine gute Tradition verzichten - wie in unserem Report zu lesen ist.

12 Uhr: DFB legt Spielplan fest und droht Vereinen mit Umzug in fremde Stadien

Der Deutsche Fußball-Bund hat sich die Zähne an diversen Landesregierungen bei der Freigabe der dritten Liga ausgebissen und nun den Schwarzen Peter an die Vereine weitergespielt. Der Verband droht zugleich, dass sie auf eigene Kosten umziehen müssen.

Unterdessen warnt der Mannschaftsarzt des FC Carl Zeiss Jena vor Pflichtspielen ohne vorheriges ausreichendes Training.

11.20 Uhr: Mehr Krankmeldungen in Thüringen

Thüringen haben sich während der Corona-Krise deutlich mehr Menschen krank gemeldet als im Vergleichszeitraum der Vorjahre. Prognosen und Erklärungen zur Entwicklung der Arbeitsunfähigkeiten infolge der Corona-Pandemie seien noch schwierig, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer. „Der Anstieg bei der Zahl der Krankschreibungen im April könnte zusammenhängen mit einem gestiegenen Bewusstsein bezüglich Ansteckungen.

10.10 Uhr: Mehrheit der Thüringer findet Maskenpflicht vernünftig

Die Mehrheit der Thüringer meint, dass die Landesregierung mit Blick auf die Corona-Krise insgesamt gute Arbeit leistet. Aber wie werden einzelne Maßnahmen bewertet? Wie die Thüringer zudem die Öffnungen von Gaststätten, Schulen und Kitas sowie Demonstrationen in Corona-Zeiten bewerten, erfahren Sie hier.

9.20 Uhr: Thüringen als Urlaubsland

Wie kann Urlaub in Corona-Zeiten gelingen? Die Polizei hat klare Vorstellungen und die Chefin der Tourismus GmbH wirbt für kombinierte Angebote.

8.30 Uhr: Thüringer sehen Krisenmanagement der Landesregierung positiv

Die deutliche Mehrheit der Thüringer (60 Prozent) findet das Krisenmanagement der Landesregierung während der Corona-Pandemie genauso gut wie das des Großteils der anderen Bundesländer. 17 Prozent sind der Ansicht es sei besser, elf Prozent halten es für schlechter. Die positiven Werte schlagen sich auch in den aktuellen Umfragewerten der Parteien wider.

23 Uhr: Werbeoffensive für Urlaub vor der Haustür

Der Tourismus kann langsam wieder anlaufen – viele Thüringerinnen und Thüringer könnten 2020 auf Urlaub vor der Haustür setzen. Coronabedingt. Die Thüringer Tourismus GmbH steigt in eine bundesweite Werbeoffensive ein, die Vorzüge von einem Urlaub in Deutschland darstellen soll.

Alle Blog-Einträge zum Coronavirus und seinen Folgen für Thüringen

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